Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Die Rahmenbedingen beeinflussen entscheidend die Preisbildung und damit auch den Markt für die Biokraftstoffe. Gerade am Beispiel Biodiesel lässt sich dieser Sachverhalt über die letzten Jahre in Deutschland gut verfolgen. Biodiesel konnte sich ab dem Jahr 2000 als Alternative zu Diesel zunehmend etablieren. Im Jahr 2004 wurden in der Mineralösteuergesetzgebung die Steuerbefreiung für Biokraftstoffe sowohl als Reinkraftstoffe als auch als Beimischkomponente gesetzlich geregelt.

Biodiesel konnte seine Stellung als Alternative zu Diesel vor allem für LKW und PKW stark ausbauen und erreichte bis 2006 einen Marktanteil am Diesel- und Benzinmarkt von etwa 5 %

2006 wurde die Energiesteuergesetzgebung angepasst und eine stufenweise Besteuerung des Kraftstoffes Biodiesel eingeführt. Um die Steuerausfälle herunterzufahren und gleichzeitig einen Markt für Biokraftstoffe in der Beimischung zu erhalten, wurde eine verpflichtende gesetzlich festgelegte Beimischquote eingeführt. Zum Jahresbeginn 2013 wird Biodiesel als Reinkraftstoff annähern mit dem Diesel-Steuersatz belegt, so dass der Reinkraftstoffmarkt praktisch verschwindet. In der Beimischung ist Biodiesel in Deutschland der bedeutendste Biokraftstoff. Im Jahr 2012 sind hierfür gut 2 Mio. Tonnen abgesetzt worden, bezogen auf den Energiegehalt also etwa 5% des Verbrauches an Diesel und Benzin.

Für die Land- und Forstwirtschaft ist sowohl Biodiesel als auch Rapsöl weiterhin von der Energiesteuer befreit. Hier wären beide Kraftstoffe strategisch als auch aufgrund der damit verringerten Bodengefährdung wegen der biologischen Abbaubarkeit gut platziert. Die geltende Agrardieselregelung in Deutschland verhindert jedoch die Weiterentwicklung dieser Marktes


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