Praxistest Bio-Beutel

Der Bio-Beutel ist eine auf Basis von Nachwachsenden Rohstoffen hergestellte Verpackung für loses Obst und Gemüse im Lebensmittelhandel. Er ist ab Mitte März 2021 in den teilnehmenden Märkten von EDEKA und REWE in Straubing über einen Zeitraum von etwa sechs Monaten im Rahmen des „Praxistests Bio-Beutel“ kostenfrei verfügbar.

Nach dem Einkauf bleiben in ihm aufbewahrte Lebensmittel, wie z.B. Obst und Gemüse, länger frisch. Da der Bio-Beutel kompostierbar ist, ist er zum sauberen Sammeln von Bioabfällen geeignet. So kann er gemeinsam mit dem Bioabfall über die Biotonne entsorgt und in der industriellen Kompostieranlage verwertet werden.


Bio-Beutel: So funktioniert‘s!

Den Bio-Beutel mehrfach verwenden: Obst und Gemüse im Bio-Beutel einpacken und frischhalten – Bioabfall im Bio-Beutel sammeln und entsorgen

Bio-Beutel: im Kreislauf gedacht!

  • 1. Loses Obst und Gemüse im Handel nachhaltig im Bio-Beutel einkaufen.
    Der Bio-Beutel wird überwiegend aus Nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. So werden konventionelle Kunststofftüten eingespart und fossile Ressourcen geschont.
  • 2. Lebensmittel, wie z.B. Obst und Gemüse, zuhause im Bio-Beutel lagern.
    Lebensmittel halten im Bio-Beutel länger frisch. So wird die Lebensmittelverschwendung reduziert.
  • 3. Bioabfall im Bio-Beutel sammeln.
    Die Sammlung gestaltet sich einfach und sauber.
  • 4. Bioabfall bequem im kompostierbaren Bio-Beutel in der Biotonne entsorgen.
    Der Bio-Beutel trägt den “Keimling”, d.h. er ist industriell kompostierbar – genauso wie der bekannte Bioabfallbeutel.
  • 5. Der Bioabfall landet gemeinsam mit dem Bio-Beutel in der Kompostierungsanlage des Zweckverbands Abfallwirtschaft Straubing.
    Es entsteht Energie in Form von Biogas und wertvoller Kompost.
  • 6. Der Kompost wird als natürlicher Dünger für das Wachstum von Pflanzen in der Landwirtschaft eingesetzt.
    Neben Lebensmitteln können auch Nachwachsende Rohstoffe erzeugt werden, die dann wieder als Ausgangsstoffe für biobasierte Produkte, wie den Bio-Beutel, dienen. Damit schließt sich der Kreis.

Bio-Beutel und Bioökonomie

Die mehrfache Verwendung des Bio-Beutels steht ganz im Sinne der Nachhaltigkeit, unterstützt die biobasierte Kreislaufwirtschaft und damit die Umsetzung der Bioökonomie. Der Bio-Beutel ermöglicht auf einfache Weise, einen Beitrag zur Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft zu leisten!

Fragen zum Bio-Beutel

Wo gibt es den Bio-Beutel?
Der Bio-Beutel ist in folgenden Märkten in Straubing zum Verpacken von losem Obst und Gemüse kostenfrei verfügbar:

  • REWE-Markt:
    Oberer-Thor-Platz 3, 94315 Straubing
  • Edeka-Markt:
    Landshuter Straße 131, 94315 Straubing
    Schildhauer Straße 10, 94315 Straubing
    Schlesische Straße 118, 94315 Straubing
Aus welchem Material besteht der Bio-Beutel?
Der Bio-Beutel besteht aus dem biobasierten und biologisch abbaubaren Kunststoff „Mater-Bi“ der Firma Novamont aus Italien. Dieser Biokunststoff besteht zu mehr als 50 Prozent aus Nachwachsenden Rohstoffen (u. a. Maisstärke). In Deutschland ist dieser Biokunststoff bereits seit vielen Jahren für Bioabfallbeutel in der Biotonne und für biologisch abbaubare Mulchfolien in der Landwirtschaft im Einsatz.
Warum halten Lebensmittel im Bio-Beutel länger frisch?
In Österreich wurde 2009 eine wissenschaftliche Versuchsreihe durchgeführt, in der die Frischhaltewirkung von biobasierten kompostierbaren Beuteln im Vergleich zu konventionellen Kunststoffbeuteln (aus Polyethylen) untersucht wurde. Dabei wurde für die meisten getesteten Obst- und Gemüsesorten nachgewiesen, dass sie nach einer Lagerung in biobasierten kompostierbaren Beuteln eine deutlich geringere Verkeimung und einen besseren Geschmack besitzen als nach einer Lagerung in konventionellen Kunststoffbeuteln. Demnach ist der Bio-Beutel zur Lagerung von frischem Obst und Gemüse sehr gut geeignet.
Was bedeutet der Keimling auf dem Bio-Beutel?
Das international anerkannten Zertifizierungszeichen „Keimling“ ist ein eingetragenes Markenzeichen des European Bioplastics e.V. und wird auf Basis der europäischen Norm DIN EN 13432 vergeben. Produkte, die den Keimling tragen, sind industriell kompostierbar und zersetzen sich vollständig nach wenigen Wochen in der industriellen Kompostierungsanlage, wie es der Zweckverband Abfallwirtschaft Straubing betreibt. Industrielle Kompostierungsanlagen bieten die notwendigen Umgebungsbedingungen, u..a ausreichend hohe Temperaturen für einen schnellen biologischen Abbau. Der Bio-Beutel ist ebenso wie die am Markt erhältlichen Bioabfallbeutel zur Entsorgung der Bioabfälle über die Biotonne geeignet.

Was passiert in der Kompostierungsanlage mit dem Bio-Beutel?
In der Kompostierungsanlage des Zweckverbands Abfallwirtschaft Straubing wird der Bio-Beutel durch sein spezielles Wabenmuster mit dem „Keimling“ als kompostierbar erkannt und zusammen mit dem Bioabfall kompostiert. In der vorgeschalteten Vergärung entsteht Biogas zur Strom- und Wärmeerzeugung. Nach der Energiegewinnung verrotten Bio-Beutel und Bioabfall innerhalb der üblichen Durchlaufzeiten der Anlage zu wertvollem Kompost, der als natürlicher Dünger in der Landwirtschaft eingesetzt wird.
Kann der Bio-Beutel in jeder Biotonne verwendet werden?
Laut Bioabfallverordnung (BioabfV) sind Abfallbeutel aus Kunststoff zur Sammlung biogener Abfälle für die Biotonne zugelassen, sofern sie überwiegend aus Nachwachsenden Rohstoffen hergestellt sind und nach DIN EN 13432 oder DIN EN 14995 zertifiziert sind. Auch der Bio-Beutel ist zur Entsorgung der Bioabfälle über die Biotonne – ebenso wie die am Markt erhältlichen Bioabfallbeutel – grundsätzlich geeignet. Ob die zertifizierten Beutel in einer Kommune jedoch tatsächlich von den Bürgern in der Biotonne verwendet werden dürfen, entscheidet der zuständige Entsorgungsträger. Im Stadt- und Landkreis Straubing ist dies der Fall.
Was passiert, wenn der Bio-Beutel in der Natur landet?
Falls der Bio-Beutel unsachgemäß in der Natur entsorgt werden sollte, kann der Bio-Beutel auch dort mit der Zeit und unter passenden Umweltbedingungen biologisch abgebaut werden. Im Gegensatz dazu verweilen konventionelle Kunststofftüten über Jahrhunderte oder Jahrtausende in der Umwelt, fragmentieren und werden sogar zu Mikroplastik.

Wissenswertes zum Modellprojekt „Praxistest Bio-Beutel“

Um was geht es bei dem Modellprojekt?
In dem geplanten Modellprojekt „Praxistest Bio-Beutel – Kreislaufwirtschaft mit kompostierbaren Obst- und Gemüsebeuteln“ soll erstmalig die Kaskadennutzung – also die mehrfache Verwendung – von biobasierten, kompostierbaren Obst- und Gemüsebeuteln als Serviceverpackung, Frischhalte- und Bioabfallbeutel in der Praxis getestet werden: und das vom Straubinger Lebensmitteleinzelhandel, über die Verbraucherinnen und Verbraucher bis hin zur Abfallwirtschaft.
Welches große Ziel wird mit dem Projekt verfolgt?
Ziel ist es, die Kreislaufwirtschaft und eine nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen in einem ganzheitlichen Ansatz in Bayern zu fördern. Dazu sollen innovative, biobasierte, kompostierbare Produkte in der Praxis getestet werden. So sollen auch bayerische Unternehmen für biobasierte, kompostierbare Kunststoffprodukte sensibilisiert und insgesamt das Interesse an bioökonomischen Geschäftsfeldern gestärkt werden. Damit soll ein Beitrag zur Umsetzung der Bayerischen Bioökonomiestrategie geleistet werden, mit der Bayern zu einem nachhaltigen, zukunftsfähigen Wirtschafts- und Landwirtschaftsstandort umgebaut werden soll. Das Modellprojekt wird explizit als Maßnahme 4 in der Bioökonomiestrategie Bayern genannt.
Welche Ziele werden im Bereich Lebensmittelhandel verfolgt?
Der lokale Lebensmitteleinzelhandel (LEH) bekommt im Projekt die Gelegenheit, biobasierte, kompostierbare Obst- und Gemüsebeutel über einen längeren Zeitraum in der Praxis zu testen. Dabei erhält die Kundschaft von EDEKA und REWE ein halbes Jahr lang in Straubing den biobasierten, kompostierbaren Bio-Beutel zum Verpacken von losem Obst und Gemüse. Verbraucherinnen und Verbraucher werden vor Ort umfassend über die Vorteile, sachgemäße Verwendung und Entsorgung des Bio-Beutels informiert. Durch die Verwendung von Nachwachsenden Rohstoffen (u.a. Maisstärke) bei der Herstellung des Bio-Beutels werden fossile Ressourcen geschont. Wenn Lebensmittel im Bio-Beutel aufbewahrt werden, kann deren Haltbarkeit verbessert und folglich Lebensmittelverschwendung reduziert werden. Der Bio-Beutel, der letztlich als Bioabfallbeutel verwendet werden soll, könnte die Bereitschaft zur Bioabfallsammlung bei Verbraucherinnen und Verbraucher sogar erhöhen. Mittels einer Verbraucherumfrage sollen Erkenntnisse über das Verbraucherverhalten und die Akzeptanz gegenüber biobasierten, kompostierbaren Obst- und Gemüsebeuteln gewonnen werden. Ziel des Modellprojekts ist es auch, die Projekterkenntnisse aktiv beim deutschen Lebensmitteleinzelhandel einzuspeisen und ein nachhaltiges Interesse an biobasierten, kompostierbaren Verpackungen zu wecken.
Welche Ziele werden im Bereich Abfallwirtschaft verfolgt?
Die Abfallwirtschaft muss die in Verkehr gebrachten und entsorgten Verpackungen effizient verwerten können; nur so ist der Kreislauf geschlossen. Im Projekt wird untersucht, ob das Angebot der biobasierten, kompostierbaren Obst- und Gemüsebeutel die Qualität der kommunal gesammelten Bioabfälle und damit des daraus gewonnenen Komposts beeinflussen wird. Durch die nutzungsfreundliche Sammlung und Entsorgung von organischen Abfällen im Bio-Beutel, könnte die Menge des Bioabfalls in der Biotonne und letztlich in der Kompostanlage gesteigert werden. Zudem könnte der Eintrag von konventionellen Kunststofftüten in die Biotonne vermindert werden. Damit könnte sich die Kompostqualität insgesamt verbessern und die Gefahr des Einbringens von Mikroplastik in landwirtschaftliche Böden reduziert werden. Ob das funktioniert, sollen umfassende Bioabfall- und Kompostanalysen vor Ort beim Zweckverband Abfallwirtschaft Straubing zeigen. Ziel des Modellprojekts ist es auch, die lokal gewonnenen Erkenntnisse auf andere bayerische Kommunen zu übertragen. Um die Akzeptanz für kompostierbare Beutel bei bayerischen Entsorgungsträgern und Betreibern von Bioabfallverwertungsanlagen zu verbessern, wurde die Regionale Gütegemeinschaft Kompost Bayern als Partner eingebunden, in der der Großteil dieser Akteure Mitglied ist.
Wozu dient die Verbraucherumfrage?
GreenSurvey – Institut für Marktforschung Prof. Dr. Menrad GmbH ist ein innovatives Marktforschungsinstitut mit einer fundierten wissenschaftlich geprägten Herangehensweise. Im Rahmen des Projektes wird das Institut eine Verbraucherumfrage am Point-of-Sale durchführen. Die Umfrage hat das Ziel, die Wahrnehmung und Sensibilität der Kundschaft zu den Themen Biokunststoffe, biologische Abbaubarkeit, Kompostierbarkeit und Bioökonomie zu identifizieren und das Verbraucherverhalten bzgl. des Bio-Beutels während des Praxistests zu analysieren.
Warum werden Bioabfall- und Kompostanalysen durchgeführt?
Das Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH, das seit über 25 Jahren als unabhängiges Beratungs- und Planungsbüro für Kreislaufwirtschaft, Umwelt und Energie tätig ist, wird die erforderlichen Bioabfall- und Kompostanalysen durchführen. Die umfassenden Analysen der Bioabfallzusammensetzung sowie der daraus resultierenden Kompostqualität werden sowohl vor dem Start der Praxisphase im Handel als auch einige Wochen und Monate später durchgeführt. Dabei soll u.a. untersucht werden, ob es zu einer Substitution von konventionellen Kunststoffbeuteln im Bioabfall durch die Bio-Beutel kommt und ob der Einsatz des kompostierbaren Bio-Beutels zu einer Verbesserung der Kompostqualität führt.
Wie lange läuft das Projekt?
Das Modellprojekt „Praxistest Bio-Beutel – Kreislaufwirtschaft mit kompostierbaren Obst- und Gemüsebeuteln“ ist Anfang Dezember 2020 gestartet und hat eine Laufzeit von 15 Monaten. Die Praxisphase im Lebensmittelhandel beginnt Mitte März 2021 und ist auf sechs Monate ausgelegt. Die begleitenden Kompost- und Bioabfallanalysen sollen bis Oktober 2021 abgeschlossen sein. Für Februar 2022 ist eine Abschlussveranstaltung des Projektes vorgesehen.
Was passiert nach Projektende?
Die im Projekt gewonnen Erkenntnisse zum Einsatz des Bio-Beutels im Lebensmittelhandel, zu Verbraucherverhalten und -akzeptanz gegenüber kompostierbaren Beuteln sowie zur Kompostqualität aus der Bioabfallverwertung werden abschließend aufbereitet, um Schlussfolgerungen zu ziehen und Handlungsoptionen abzuleiten. Ein Wunschziel ist es, den Bio-Beutel dauerhaft in den vier beteiligten Straubinger Märkten zu etablieren sowie weitere Lebensmitteleinzelhandelsgruppen zur Nachahmung zu motivieren. Wünschenswert wäre es, wenn überzeugte Verbraucherinnen und Verbraucher den Bio-Beutel in Zukunft auch in weiteren Lebensmittelmärkten nachfragen würden.

Das Projektteam

Projektleitung

C.A.R.M.E.N. e.V.
C.A.R.M.E.N. e.V., die bayerische Koordinierungsstelle für Nachwachsende Rohstoffe, Erneuerbare Energien und nachhaltige Ressourcennutzung, hat die Leitung des Projekts inne. Das Netzwerk ist Teil des Kompetenzzentrums für Nachwachsende Rohstoffe (KoNaRo) in Straubing. C.A.R.M.E.N. e.V. bündelt Informationen und bietet kostenfreie, neutrale Beratung für alle Interessengruppen. Ein wichtiger Teil der Themen von C.A.R.M.E.N. e.V. umfasst die umfangreiche stoffliche Nutzung Nachwachsender Rohstoffe. Dabei hat C.A.R.M.E.N. e.V. die komplette Wertschöpfungskette im Blick. Die Einbeziehung bioökonomischer Prinzipien steht im Fokus.

Zur Webseite: C.A.R.M.E.N. e.V.

Projektpartner

Stadler + Honner GmbH & Co. KG
Das Unternehmen gehört zu den führenden selbstständigen Lebensmitteleinzelhändlern in Bayern. Stadler + Honner ist ein Familienunternehmen mit dem Bewusstsein für absolute Frische und uneingeschränkte Qualität. Seit jeher stehen ihre EDEKA Märkte für ein umfangreiches Sortiment, das auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet ist, sowie die hervorragende Güte und Frische ohne Kompromisse. Aktuell beschäftigt die Stadler + Honner GmbH & Co. KG ca. 450 Mitarbeiter an 9 Standorten.

Zur Webseite: Stadler + Honner GmbH & Co. KG

REWE Heide Drotleff oHG
Die genossenschaftlich organisierte REWE Markt GmbH gehört zu den führenden Unternehmen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Die REWE-Märkte werden als Filialen oder durch selbstständige Kaufleute betrieben. Die REWE Region Süd (Bayern) beschäftigt über 20.000 Mitarbeiter in Bayern. Über 1.000 junge Menschen absolvieren in den Märkten oder der Verwaltung ihre Ausbildung. Die über 520 REWE-Märkte in Bayern werden von den beiden Lagerstandorten in Eitting (LK Erding) und Buttenheim (LK Bamberg) aus täglich beliefert. Heide Drotleff betreibt als selbstständige Kauffrau den REWE-Markt in Straubing seit Juli 2014.

Zur Webseite: REWE Heide Drotleff oHG

ZAW-SR
Der Zweckverband Abfallwirtschaft Straubing Stadt und Land (ZAW-SR) ist für die Abfallwirtschaft in der Stadt Straubing und dem Landkreis Straubing-Bogen zuständig. Zusätzlich zur administrativen Aufgabe übernimmt der ZAW-SR praktische Verantwortung und unterhält eigene Betriebe: Ein Abfuhrbetrieb mit einer Flotte von 14 Fahrzeugen sorgt für die Leerung von Restmüll-, Bio- und Papiertonnen. Rund 40 Wertstoffhöfe und eine Vielzahl von Containerstandorten dienen der weiteren Wertstofferfassung. Auch eine eigene Verwertung von Abfällen findet statt. Im Kompostwerk Aiterhofen gewinnt der ZAW-SR in einer Vergärungsanlage Energie aus Bioabfällen und verwertet die Gärreste wie auch Grüngut zu Kompost. Rund 130 MitarbeiterInnen setzen sich beim ZAW-SR für eine möglichst umweltschonende und nachhaltige Entsorgung ein.

Zur Webseite: ZAW-SR

RGK Bayern
Zum Zweck der Gütesicherung wurde vor über 25 Jahren die Bundesgütegemeinschaft Kompost e.V. gegründet, die von regionalen Kompost-Gütegemeinschaften wie der Gütegemeinschaft Kompost Region Bayern e.V. getragen wird. In bayerischen Haushalten, Gärten und Parkanlagen fallen jährlich ca. 2 Millionen Tonnen organischer Rohstoffe an. Ihre Kompostierung ergibt wertvolles organisches Material z. B. für Bodenverbesserung, Düngung oder Mulchen. Zusätzlich kann durch eine vorgeschaltete Vergärungsanlage Strom und Wärme erzeugt werden. Voraussetzung für eine Vermarktung der dabei erzeugten Komposte ist, dass ein Produkt von gleichbleibend hoher und kontrollierter Qualität entsteht. Die. RGK Bayern übernimmt die Betreuung von über 100 Kompostierungs- und Vergärungsanlagen vor Ort in Bayern.

Zur Webseite: RGK Bayern

Novamont SpA
Novamont ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Entwicklung und Produktion von biologisch abbaubaren Polymeren auf Basis Nachwachsender Rohstoffe (Markennamen: Mater-Bi) und von biobasierten Chemikalien. Seit seiner Gründung Anfang der neunziger Jahre setzt sich Novamont für die vollständige und effiziente Erfassung und Verwertung organischer Haushaltsabfälle ein, da sie eine wichtige Quelle für Erneuerbare Energien und natürlichen Dünger darstellen. Eines der ersten Mater-Bi Produkte war der kompostierbare Bioabfallbeutel. Der kompostierbare Obst- und Gemüsebeutel ist eine Weiterentwicklung davon und erleichtert den Bürgern die Entscheidung, organische Haushaltsabfälle getrennt zu sammeln. Das von Novamont propagierte zirkuläre Bioökonomie-Modell basiert nicht nur auf dem effizienten, nachhaltigen Einsatz erneuerbarer Ressourcen, sondern zielt gleichzeitig auf die Stärkung regionaler Strukturen ab. Dafür werden lokale, in regionale Strukturen eingebundene Bioraffinerien aufgebaut und dazu nicht länger wettbewerbsfähige Industrie- oder Forschungsstandorte umgebaut. In diesem Rahmen arbeitet Novamont mit allen Akteuren der Wertschöpfungskette zusammen.

Zur Webseite von Novamont SpA

Profectus Films GmbH
Das mittelständische Unternehmen (KMU) beschäftigt sich mit der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von biologisch abbaubaren und kompostierbaren Produkten. Das Unternehmen wurde 2017 gegründet und beschäftigt 40 Mitarbeiter. Alle bei Profectus Films hergestellten Produkte und die damit verbundenen CO2-Emissionen werden durch den Einsatz erneuerbarer Energien und Klimaschutz-Zertifikaten für den Einsatz 100% erneuerbarer Energien für den Strom sowie durch First Climate Emissionsminderungs-zertifikate für den kompletten Gasverbrauch, ausgeglichen.

Zur Webseite: Profectus Films GmbH

Südzucker AG
Mit den Segmenten Zucker, Spezialitäten, CropEnergies und Frucht ist Südzucker ein bedeutendes Unternehmen der Ernährungsindustrie. Im traditionellen Zuckerbereich ist die Gruppe in Europa größter Anbieter von Zuckerprodukten mit 23 Zuckerfabriken und zwei Raffinerien. Seit der Gründung ist Südzucker mit der Landwirtschaft und damit der Natur stark verbunden. Kern des Geschäftsmodells ist die Verarbeitung von Agrarrohstoffen (z.B. Zuckerrüben, Getreide, Mais) zu hochwertigen Produkten. Die Gruppe forscht und entwickelt im Bereich der Biokunststoffe und biobasierten Chemikalien. In diesem Kontext wurde auch Komponenten für heimkompostierbare Folien entwickelt, die z.B. für die Herstellung von Kunststoffbeuteln verwendet werden.

Zur Webseite: Südzucker AG

Sachverständigenrat Bioökonomie Bayern
Der SVB berät das Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie zur Weiterentwicklung der Bioökonomie. Als unabhängiges Beratungsgremium erarbeitet der Rat Empfehlungen und ist an der Entwicklung der bayerischen Bioökonomie-Strategie beteiligt. Der Sachverständigenrat besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der Wissenschaft und Wirtschaft. Die Expertise der berufenen Mitglieder erstreckt sich über die umfangreichen Themengebiete der Bioökonomie wie Ernährung, gesunde und sichere Lebensmittel, Biotechnologie, industrielle Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen, nachhaltige Forst- und Agrarprodukte sowie Umwelt- und Sozialethik. Ziel des SVB ist es, einen gesellschaftlichen Dialog über Bioökonomie zu fördern und Empfehlungen für die Gestaltung der Rahmenbedingungen zur erfolgreichen Umsetzung einer biobasierten Wirtschaft zu entwickeln.

Zur Webseite: Sachverständigenrat Bioökonomie Bayern

Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT)
Das Fachgebiet für Marketing und Management Nachwachsender Rohstoffe der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Klaus Menrad beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren mit der Konsum- und Marktforschung auf den Gebieten der Nachwachsenden Rohstoffe, der Erneuerbaren Energien, des Gartenbaus, der Landwirtschaft und der Lebensmittel. Seit Oktober 2017 forscht das Fachgebiet zu den Themen Plastikvermeidung bei Lebensmitteln und Textilverpackungen im Zuge des vom BMBF geförderten Projektes „Verbraucherreaktionen bei Plastik und dessen Verwendungsmöglichkeiten am Point of Sale“. Die Ergebnisse dieses Projektes sollen mit dem Projekt „Praxistest Bio-Beutel“ gespiegelt werden.

Zur Webseite: Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT)

Auftragnehmer

Fördermittelgeber

Weitere Informationen

Flyer „Bio-Beutel – Im Kreislauf gedacht“

Flyer „Bioökonomie zum Anfassen – Biobasierte Produkte im Alltag“

Broschüre „FAQ zu Bioabfallbeuteln“

Broschüre „Bayerische Bioökonomiestrategie – Zukunft.Bioökonomie.Bayern“

Broschüre „Alles Bio oder was? Wie viel „Bio“ steckt in Biokunststoffen und Co?“

Studie: Praxiserfahrungen zum Abbau kompostierbarer Bioabfallsäcke auf verschiedenen Kompostanlagen in Deutschland (2012)

FAQ Biokunststoffe

Video „Der Bio-Beutel – Im Kreislauf gedacht!“

Video „Der biologische Abbau als Schlüsselfaktor für das Gleichgewicht der Natur“

Video „Wie ernährt der natürliche Kohlenstoffkreislauf den Boden?“

Aktuelles zum „Praxistest Bio-Beutel“

Bio-Beutel im Praxistest, erste Ergebnisse verfügbar

Erste Zwischenergebnisse zum Praxistest Bio-Beutel verfügbar

Seit Mitte März stehen in den Straubinger Märkten von EDEKA und REWE im Rahmen einer Testphase kompostierbare Obst- und Gemüsebeutel zur Verfügung. Nun wurden erste Zwischenergebnisse aus einer Umfrage und den Kompostanalysen veröffentlicht.

Start der Umfrage zum Bio-Beutel in Straubing

Ab 3. Mai findet in den teilnehmenden Märkten von EDEKA und REWE eine Befragung zum Bio-Beutel statt.

Der Bio-Beutel – kompostierbare Obst- und Gemüseverpackung im Praxistest

Der Startschuss für den “Praxistest Bio-Beutel” ist gefallen. Ab sofort ist der Bio-Beutel bei EDEKA und REWE in Straubing verfügbar.

Straubinger Bio-Beutel-Projekt im TV

Am Mittwoch wurde auf Niederbayern TV ein kleiner Vorgeschmack auf unseren “Praxistest Bio-Beutel – Kreislaufwirtschaft mit kompostierbaren Obst- und Gemüsebeuteln” veröffentlicht.

Modellprojekt der Bioökonomiestrategie Bayern startet 2021 in Straubing

Gemeinsam mit neun Partnern hat C.A.R.M.E.N. e.V. ein einzigartiges Projekt zu kompostierbaren Obst- und Gemüsebeuteln entwickelt, das einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten soll.