Holzenergie & Wärmenetze

Die Wärmegewinnung aus Holz ist die erneuerbare Energie-Form mit der längsten Tradition. Wo vor Jahrtausenden eine offene Feuerstelle genutzt wurde, hat heute modernste Technik Einzug gehalten. Durch moderne Verbrennungstechnik und Abgasreinigungssysteme kann Wärme aus Holz in allen Leistungsbereichen effizient und sauber bereitgestellt werden. In genügend dicht bebauten Ortsteilen bietet es sich an, die Wärme zentral in einem Biomasse-Heizwerk zu erzeugen und über ein Wärmenetz zu verteilen – optional in Kombination mit anderen erneuerbaren Wärmequellen.

Unsere Themen

Brennstoffe
Holz ist der wichtigste biogene Festbrennstoff für die Wärmeerzeugung. Andere Biomassen wie Stroh, Spelzen oder Heu spielen bislang nur eine Nischenrolle. Rund 65 Prozent der erneuerbaren Wärme in Deutschland wurden 2025 mit Energieholz bereitgestellt. Dabei stehen je nach Anwendung unterschiedliche Brennstoffe zur Verfügung:

  • Scheitholz – regional gut verfügbar und ideal für Holzöfen und Stückholzkessel
  • Hackschnitzel – verschiedene Brennstoffqualitäten, vor allem für größere Biomassekessel
  • Holzpellets – genormt, trocken und präzise dosierbar, für Pelletkessel und Pelletöfen
  • Holzbriketts – kompakt und energiereich, für Holzöfen und Kamine

Basiswissen Holzbrennstoffe

Energieholzmarkt in Bayern
Der Energieholzmarktbericht gibt einen Überblick über das Holzaufkommen und die Holzverwendung in Bayern und wird alle zwei Jahre von der LWF und C.A.R.M.E.N. e.V. veröffentlicht. Der aktuelle Bericht steht hier zum Download zur Verfügung.

Weiteres zum Thema
https://www.carmen-ev.de/category/erneuerbare-energien/holzenergie-waermenetze/brennstoffe/

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Energieholzpreise
Holzbrennstoffe wie Scheitholz, Hackschnitzel und Pellets sind überwiegend regionale Produkte. Sie werden von zahlreichen Anbietern bereitgestellt und vermarktet – vom Waldbauern vor Ort bis hin zum professionellen Brennstoffhändler, der regionale Energieholzströme bündelt. Entsprechend vielfältig sind Markt und Angebot.

Gerade deshalb ist eine transparente und verlässliche Preisübersicht bei Holzbrennstoffen besonders wichtig. Sie schafft Orientierung für Verbraucher, Unternehmen und die Fachwelt und ermöglicht eine bessere Einschätzung der regionalen Preisentwicklung.

C.A.R.M.E.N. e.V. leistet hierzu seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag: Regelmäßig werden Marktpreise für Holzpellets, Waldhackschnitzel und Holzbriketts erhoben. Das Ergebnis: Hackschnitzel sind ein sehr günstiger und preisstabiler heimischer Brennstoff. Holzpellets unterliegen seit 2022 größeren Schwankungen, haben jedoch gegenüber Öl und Gas einen deutlichen Preisvorteil.

Mehr zur Preisentwicklung von Holzbrennstoffen und fossilen Energieträgern erfahren Sie hier:
https://www.carmen-ev.de/service/marktueberblick/marktpreise-energieholz/

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Holzheizungen
Bei geopolitischen Unsicherheiten gewinnt ein Heizsystem mit einem Brennstoff, der direkt vor der eigenen Haustür nachwächst, besonders an Bedeutung. In jedem dritten bayerischen Haushalt sorgt eine Holzfeuerung für Wärme. Besonders verbreitet sind Einzelraumfeuerungen wie Kamin- und Kachelöfen – davon gibt es in Bayern rund 2,7 Millionen. Holzzentralheizungen, also Scheitholz-, Pellet- und Hackschnitzelkessel, sind derzeit in rund 6 Prozent der bayerischen Haushalte im Einsatz. Besonders dynamisch hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten die Zahl der Pelletheizungen entwickelt: Mittlerweile sind rund 150.000 Pelletkessel installiert. Gerade beim Austausch alter Öl- und Gasheizungen in Bestandsgebäuden sind sie eine interessante Alternative.

Moderne Holzfeuerungen sind technisch ausgereift, emissionsarm und hocheffizient. Bei handbeschickten Holzöfen hat jedoch auch der Einheizer einen entscheidenden Einfluss auf einen sauberen und effizienten Abbrand. Richtiges Einheizen ist deshalb besonders wichtig!

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https://www.carmen-ev.de/category/erneuerbare-energien/holzenergie-waermenetze/holzheizungen/

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Biomasseheizwerke
Holzfeuerungen, die der Wärmeversorgung größerer Liegenschaften dienen, Wärme in Nah- oder Fernwärmenetze einspeisen oder Prozesswärme bereitstellen, werden als Biomasseheizwerke bezeichnet. Die thermische Leistung dieser Anlagen liegt typischerweise zwischen 300 kW und 3 MW. Für die Bereitstellung von Prozesswärme kommen darüber hinaus auch Anlagen mit einer thermischen Leistung im zweistelligen Megawattbereich zum Einsatz.

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Wärmenetze
Nach dem Wärmeplanungsgesetz gelten Netze zur Versorgung von mehr als 16 Gebäuden oder mehr als 100 Wohneinheiten als Wärmenetze; kleinere Netze werden als Gebäudenetze bezeichnet. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird hingegen zwischen Fernwärme in städtischen Gebieten, Nahwärme im ländlichen Raum und Quartierslösungen auf Gebäude- oder Quartiersebene unterschieden. In Bayern basiert die Nahwärmeversorgung traditionell auf biogenen Energiequellen wie Biogasanlagen und Hackschnitzelheizwerken. Zunehmend werden diese durch erneuerbare und brennstofffreie Wärmequellen wie Großwärmepumpen, Solarthermie und industrielle Abwärme ergänzt. Eine Besonderheit stellt die kalte Nahwärme dar, die Wärme auf einem niedrigen Temperaturniveau verteilt.

C.A.R.M.E.N. e.V. informiert:

  • Wärmelieferverträge und Preisgestaltung
  • Betreiberstammtische
  • QM Planungshandbuch für thermische Netze (Hrsg.: Verenum AG)
  • Pflichten für Wärmenetzbetreiber nach WPG
  • kommunale Wärmeplanung
  • Solarthermie und Holzenergie im Wärmenetz

  • Weiteres zum Thema

    https://www.carmen-ev.de/tag/waermenetz/

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    Strom aus Holz
    Die Stromerzeugung aus Energieholz stützt sich im Wesentlichen auf drei Technologien: Den klassischen Dampfkraftprozess mit Verstromung des Dampfes in einer Dampfturbine oder einem Dampfmotor, den ORC Prozess (Organic Rankine Cycle) sowie die thermochemische Vergasungstechnologie.

    Links zum Thema
    https://www.carmen-ev.de/category/erneuerbare-energien/holzenergie-waermenetze/strom-aus-holz/

    Sie haben Fragen zur gekoppelten Strom- und Wärmeerzeugung aus Holz? Kontaktieren Sie uns gerne telefonisch oder schreiben Sie uns – wir beraten Sie gerne!

    Pflanzenkohle
    Pflanzenkohle entsteht durch Pyrolyse, bei der Biomasse unter Sauerstoffausschluss erhitzt wird. Eine hohe innere Oberfläche gepaart mit einer hohen Langzeitstabilität verleiht der Pflanzenkohle einige interessante Eigenschaften, welche für verschiedene Anwendungen in der Landwirtschaft sowie der Industrie von Bedeutung sind. Zudem wird der Technologie in der politischen Diskussion ein nennenswertes Potential für Null- und Negativemissionen zugesprochen.

    Näheres zum Thema erfahren Sie hier.

    Sie haben Fragen zum Thema Planzenkohle und Pyrolyseanlagen? Kontaktieren Sie uns gerne telefonisch oder schreiben Sie uns – wir beraten Sie gerne!

    Fördermittelberatung
    C.A.R.M.E.N e.V. ist Erstberatungsstelle für Fördermittel in Bayern. Wir beraten Sie gerne zu relevanten Förderprogrammen, die sowohl vom Land Bayern (z.B. BioWärme Bayern) als auch vom Bund (z.B. BEG, BEW oder EEW) angeboten werden. In Einzelfällen können auch europaweite Programme relevant sein.

    Weiter unten auf dieser Seite – bitte scrollen – haben wir für Sie die
    wichtigsten Förderprogramme für Holzenergieanlagen und Wärmenetze zusammengefasst.

    Weiteres zum Thema
    https://www.carmen-ev.de/category/foerderung/foerderprogramme/

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    Sophena - Software zur Planung von Heizwerken und Nahwärmenetzen
    Sophena ist eine kostenfreie Open-Source-Software von C.A.R.M.E.N. e.V. zur technischen und wirtschaftlichen Auslegung von Wärmeversorgungsprojekten. Sie wird kontinuierlich von einem Gremium von Experten unter Federführung von C.A.R.M.E.N. e.V. weiterentwickelt.

    Weitere Informationen zu Sophena sowie die Möglichkeit zum Download finden Sie hier:
    https://www.carmen-ev.de/service/sophena/

    Sie haben Fragen zu Sophena? Kontaktieren Sie uns gerne telefonisch oder schreiben Sie uns – wir beraten Sie gerne!

    Aktuelles

    Unsere Veranstaltungen zum Thema Holzenergie & Wärmenetze

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    Förderung für Holzenergie & Wärmenetze

    Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM)
    Im Programmteil „Einzelmaßnahmen“ des BEG werden neben Wärmepumpen und Solarthermieanlagen auch Holzfeuerungen, Gebäudenetze oder der Anschluss an ein Wärmenetz bezuschusst. Die Förderquote für den Heizungstausch in Bestandsgebäuden liegt aktuell bei bis zu 80 % der förderfähigen Kosten. Maßnahmen an Neubauten sind nicht förderfähig. Das Förderprogramm richtet sich sowohl an Privathaushalte als auch an Unternehmen und Kommunen.
    C.A.R.M.E.N.-Anleitung: Schritt für Schritt zur Antragsstellung
    C.A.R.M.E.N. zu den Förderkonditionen zum Heizungstausch in Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden
    C.A.R.M.E.N. zu den Förderkonditionen für Gebäudenetze
    C.A.R.M.E.N.-Hinweis: Ersatzinvestitionen “Grün zu Grün” noch 2026 beantragen!
    Weitere Informationen erhalten Sie auf den Webseiten der KfW und der BAFA.
    Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW)
    Gefördert werden Machbarkeitsstudien und investive Maßnahmen an neu zu errichtenden Wärmenetzen mit einem hohen Anteil erneuerbarer Energien sowie zur Dekarbonisierung und Transformation bestehender Wärmenetze. Ein Netz gilt nur dann als Wärmenetz, wenn mindestens 16 Gebäude oder mehr als 100 Wohneinheiten versorgt werden.
    C.A.R.M.E.N zu Förderkonditionen für Wärmenetze im BEW
    Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des BAFA.

    Hinweis: Netze bzw. Wärmeerzeuger, die weniger als 16 Gebäude oder weniger als 100 Wohneinheiten mit Wärme oder Kälte versorgen, werden als Gebäudenetz über das BEG EM gefördert.

    Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz (EEW)
    Die EEW umfasst verschiedene Fördermodule für Unternehmen – von einzelnen Effizienztechnologien über die Umstellung der Prozesswärmeversorgung auf erneuerbare Energien bis hin zu Transformationsplänen. In Modul 2 werden unter anderem Biomasse-Feuerungsanlagen gefördert, deren bereitgestellte Wärme zu über 50 Prozent für Prozesse, d. h. zur Herstellung, Weiterverarbeitung oder Veredelung von Produkten oder zur Erbringung von Dienstleistungen verwendet werden.
    C.A.R.M.E.N zu Förderkonditionen im EEW – insbesondere Prozesswärmeerzeugung
    Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des BAFA und der der KfW.
    Bundesprogramm Energieeffizienz in der Landwirtschaft
    Landwirtschaftliche und gartenbauliche KMUs können sich u. a. Anlagen zur Erneuerbaren Wärmeerzeugung und Maßnahmen zur Ab- und Fernwärmenutzung mit einem Investitionszuschuss fördern lassen. Voraussetzung ist die Erstellung eines CO2-Einsparkonzepts durch eine sachverständige Person, anhand dessen die individuelle Förderhöhe berechnet wird.

    Wichtiger Hinweis: Die Fördermittel für 2026 sind aktuell ausgeschöpft. Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) nimmt derzeit keine Förderanträge entgegen. Vorbehaltlich zur Verfügung stehender Mittel für diese Maßnahme im Bundeshaushalt 2027 soll das Antragsverfahren Ende 2026 wieder geöffnet werden.

    Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der FNR

    BioWärme Bayern
    Gefördert werden automatisch beschickte Biomasseheizwerke ab einer Nennwärmeleistung von 60 kW und zugehörige Wärmenetze.

    Wichtiger Hinweis: Die Förderrichtlinie läuft Ende 2026 aus. Das Technologie- und Förderzentrum in Straubing (TFZ) nimmt seit 01.08.2026 keine Förderanträge mehr entgegen. Das Förderprogramm soll im Jahr 2027 fortgesetzt werden, eine Nachfolge-Förderrichtlinie befindet sich derzeit in Vorbereitung.

    C.A.R.M.E.N. zu den Förderkonditionen von BioWärme Bayern

    Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des TFZ

    Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) - Wärmenetze und Pufferspeicher
    Nach dem KWKG 2025 werden unter bestimmten Voraussetzungen sowohl Wärme- und Kältenetze als auch Wärme- und Kältespeicher über einmalige Investitionszuschläge gefördert.

    Für die Förderung von Wärmenetzen gilt unter anderem die Voraussetzung, dass ein Mindestmaß an Wärme aus KWK-Anlagen in das Netz eingespeist wird. Zudem muss es sich um ein „öffentliches“ Netz handeln, an das mindestens ein Abnehmer angeschlossen ist, der nicht Eigentümer der einspeisenden KWK-Anlage ist.

    Wichtiger Hinweis: Fristen 2026!
    Aufgrund der bisher ungeklärten beihilferechtlichen Einordnung des KWKG gelten derzeit besondere Übergangsregelungen. Grundsätzlich ist eine Inbetriebnahme bis 31.12.2026 vorgesehen; bei bestimmten nach 2026 erfolgenden Inbetriebnahmen kann der Anspruch erhalten bleiben, wenn bis 31.12.2026 die erforderlichen Genehmigungen vorlagen bzw. wesentliche Bauleistungen verbindlich beauftragt wurden und anschließend die gesetzlichen Fristen eingehalten werden.

    Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie will zeitnah ein Gesetzentwurf zur KWKG-Novelle vorlegen. Sie soll spätestens im ersten Quartal 2027 in Kraft treten. Ein erstes Eckpunktepapier wurde am 18.09.2026 veröffentlicht.
    Weitere Informationen zum KWKG finden Sie auf der Webseite des BAFA.

    Publikationen

    Unser Beratungsangebot

    Wir beraten und informieren Sie gerne rund um das Thema Holzenergie & Wärmenetze – online, telefonisch oder persönlich!

    Hier finden Sie unsere C.A.R.M.E.N.-Expertinnen und Experten in diesem Bereich:

    Wolfram Schöberl
    Sabine Hiendlmeier
    Bernhard Pex
    Matthias Wanderwitz
    Daniela Probst