Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


SchwarzwaldAus der Sonnenstrahlung, die auf die Erde trifft, lässt sich mit Hilfe von Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) Strom erzeugen. Dank einer Sonnenscheindauer von durchschnittlich 1.530 Stunden im Jahr verfügt Deutschland über ein hohes Potenzial für diese nachhaltige Stromerzeugung. Süddeutschland besitzt dabei bereits eine hohe Anlagenzahl und trägt maßgeblich dazu bei, dass PV-Anlagen einen Anteil von ca. 6 % (2014) der Stromproduktion in Deutschland abdecken (Bundesverband Solarwirtschaft e.V., März 2015). Wenn Licht auf die sogenannten Solarmodule, elektrisch verschaltete Solarzellen trifft, wird Gleichstrom erzeugt. Anschließend wandelt ein Wechselrichter den Gleichstrom in den nutzbaren Wechselstrom um. Dieser kann vor Ort verwendet oder in das öffentliche Übertragungsnetz eingespeist werden.

Kristalline Siliziumsolarzellen besitzen derzeit den größten Marktanteil, dabei unterscheidet man zusätzlich zwischen mono- und polykristalline Zellen. Diese erreichen einen Wirkungsgrad von 15 - 20 % bezogen auf die auftreffende Strahlungsenergie.
Dünnschichtsolarzellen, bei denen auf unterschiedlichen Trägermaterialien wie Glas, Kunststoff und Folien amorphes Silizium oder ein anderer Halbleiter aufgebracht werden kann, besitzen einen geringeren Wirkungsgrad von 6 - 12 %, sind jedoch auch preisgünstiger.

Installationsmöglichkeiten bieten sich auf Gebäuden als Aufdachmontage, Dachintegration, Flachdachaufständerung oder Solarfassade, aber auch an Schallschutzwänden und auf Freiflächen (Solarparks). Dabei sind Statik, Verschattung, Brand- und Blitzschutz sowie Denkmalschutzbestimmungen zu beachten. Für Freiflächenanlagen müssen Baugenehmigungen eingeholt werden. Die Südausrichtung und ein Aufstellwinkel von 30 - 45° sind ideal, aber nicht zwingend erforderlich. Zur Deckung des Eigenverbrauchs bieten sich auch Ost-/Westausrichtungen an. Qualitätssicherung ist wichtig für einen dauerhaften hohen Solarstromertrag und wird durch Einhaltung eines geprüften Qualitätsstandards nach anerkannten Gütezeichen gesichert. Außer von solarer Einstrahlung, Ausrichtung und Neigung der Module hängt der Stromertrag maßgeblich von deren Alterung (Leistungsminderung), Verschmutzung und Temperatur, aber auch von Kabelquerschnitten und dem Wirkungsgrad des Wechselrichters ab.

Induziert durch eine hohe EEG-Einspeisevergütung hat in den letzten Jahren ein starker Zubau der PV-Leistung stattgefunden. Inzwischen ist der spezifische Anlagenpreis so weit gesunken, dass Solarstrom bereits günstiger als der Bezugspreis für Haushaltsstrom erzeugt werden kann.
Der Eigenverbrauch des erzeugten Stroms wird daher zunehmend interessant. Für Haushalte sind bereits erste Speichersysteme verfügbar, deren Einsatz eine Erhöhung des Eigenverbrauchs als Ziel hat.