Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Vor allem in windstarken Regionen wie dem Norden Deutschlands windfoto-fmhat die Nutzung der Windenergie bereits lange Tradition. Sie prägte die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung, sei es in der Schifffahrt oder sei es durch die Verwendung von Windmühlen. Ein ausreichendes Windaufkommen am Standort vorausgesetzt, ermöglicht die Nutzung der Windenergie auch in südlichen Regionen Deutschlands.

Heutige Windenergieanlagen erzeugen aus der Energie des Windes elektrische Energie. Die Funktionsweise moderner Windenergieanlagen basiert auf der Umwandlung der kinetischen Windenergie in Rotationsenergie, die mithilfe eines Generators zu elektrischer Energie wird.

Das natürliche Windenergiepotenzial in Bayern ist bislang kaum erschlossen. Dies hat sowohl geographische, als auch technologische Ursachen. Zum einen sind die Windverhältnisse in Bayern infolge niedrigerer Durchschnittsgeschwindigkeiten und höherer Geländerauigkeit in weiten Teilen ungünstiger, zum anderen sind die notwendigen technischen Voraussetzungen für die Erschließung auch solcher Windverhältnisse erst in jüngerer Zeit geschaffen worden. Gelungen ist dies durch standortspezifische Schwachwindanlagen, die sich durch große Nabenhöhen und Rotoren auszeichen, welche im Verhältnis zur installierten Generatorleistung längere Rotorblätter und somit größere Rotorflächen aufweisen.

Bayernweit sind, laut dem bayerischen Energieprogramm vom Oktober 2015, 833 Windenergieanlagen mit Gesamthöhen über 50 m und Nennleistungen über 100 kW in Betrieb. Deutschlandweit waren Mitte 2015 über 26.000 Anlagen installiert. Dementsprechend verteilt sich auch die installierte elektrische Gesamtleistung, die sich in Bayern auf rund 1.500 MW beläuft, während es in ganz Deutschland bereits ca. 40.000 MW sind. Insgesamt leisteten die Windenergieanlagen in Deutschland im Jahr 2015 einen Beitrag von ca. 13,3 % an der gesamten Bruttostromproduktion.

Als Ergebnis einer 2014 vorgenommenen Änderung der Bayerischen Bauordnung in Form der 10 H-Regelung, welche den 10-fachen Abstand der Höhe von Windenergieanlagen zur Wohnbebauung fordert, wurden die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung neuer Windenergieanlagen restriktiver. Im Jahresverlauf 2015 bis Ende September ging die Zahl neu gestellter Bauanträge auf 25 zurück - im Vorjahr waren es noch 336 gewesen.


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