Energieholznutzung in Deutschland – eine Chance für den Klimaschutz

Wälder sind Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, sie sind Erholungsräume für Menschen und liefern seit jeher den vielseitig einsetzbaren Rohstoff Holz. Werden aus dem Holz langlebige Produkte wie Möbel oder Baumaterial hergestellt, dann bleibt der in den Wirtschaftskreislauf gebrachte Holz-Kohlenstoff über Jahrzehnte gebunden und belastet das Klima nicht. Im Gegensatz zum unbewirtschafteten Wald, der sich hin zu einem Kohlenstoffgleichgewicht zwischen Zuwachs und Verrottung entwickelt, hat die Waldnutzung somit positive Effekte auf die Emissionsbilanz anderer Sektoren. Denn wenn Baustoffe wie beispielsweise Beton durch Holz ersetzt werden, sinkt die CO2-Last des Gebäudesektors.

Wie ist die energetische Nutzung von Holz in diesem Zusammenhang zu werten? Beiträge in verschiedenen Medien stellen in jüngster Zeit die Energieerzeugung aus Holz vermehrt in Frage. Dabei wird jedoch meistens ignoriert, dass vor allem Resthölzer aus der Waldpflege und Koppelprodukte der stofflichen Holznutzung in Wärme und Strom umgewandelt werden. Durch die Verwertung dieser Energieholzsortimente werden fossile Energieträger substituiert, welche als Hauptverursacher für die globale Erderwärmung gelten.

Ausführliche Informationen zu diesem Thema bietet ein Positionspapier von C.A.R.M.E.N. e.V. und eine Podcast-Folge aus der Reihe #carmenfragtnach. Zu Gast ist Gudula Lermer von den Bayerischen Staatsforsten. Sie ist Betriebsleiterin in Neureichenau in Niederbayern und kennt ihren und unseren Wald ganz genau. Die Wald-Expertin gibt uns spannende Einblicke in ihren Arbeitsalltag und zeigt, wie Nachhaltigkeit in ihrem Betrieb gelebt wird.