Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Ob stofflich, zur Produktion von Wasch- und Reinigungsmitteln, als Wirkstoff in der Arzneimittelproduktion oder als Substrat zur Energieerzeugung - das Kulturartenspektrum ist vielfältig. Pflanzen können daher fossile Quellen als Rohmaterial oder Werkstoff komplett ersetzen. Bisher findet nur ein kleiner Teil Eingang in die stoffliche und energetische Nutzung. Problematisch kann auch die intensive Nutzung von klassischen Kulturen sein.

Im Fokus des Fachblocks stehen aus diesem Grund vor allem alternative Kulturarten, die einen wichtigen Beitrag zu Umweltschutz, Ressourcenschonung und Biodiversität leisten können. Welche Vorteile unter anderem Miscanthus, Arznei- und Gewürzpflanzen, Proteinpflanzen und ölreiche Pflanzenarten bieten können, soll in diesem Fachblock beleuchtet werden.

In den letzten Jahren hat sich immer deutlicher gezeigt, dass Mikroplastik nicht nur unsere Gewässer belastet, sondern auch in unseren Böden und selbst in uns Menschen zu finden ist. Umso wichtiger ist es, Quellen von Mikroplastik zu erkennen und messbar zu machen. Neben dem direkten Einsatz kleinster Kunststoffpartikel in Produkten entstehen noch deutlich größere Mengen durch unvermeidlichen Abrieb während und nach der Nutzungsphase, wie z.B. bei Autoreifen, Schuhsohlen, Textilien oder Kunstrasen. Der Fachblock soll Möglichkeiten zur Reduktion der Eintragsquellen aufzeigen und diskutieren, welche Rolle biobasierte Produkte und biologisch abbaubare Werkstoffe neben Vermeidung und Filterung spielen können.

Langfristig können sich nur erfolgreiche Geschäftsmodelle am Markt etablieren und durchsetzen. Das setzt voraus, dass die Gewinne dauerhaft höher sind als die eingesetzten Investitionen und dies im Rahmen einer vertretbaren Amortisationszeit. Auch umweltschonende Technologien unterliegen diesen Anforderungen. Schon heute ist die technische Umsetzbarkeit erneuerbarer Energieerzeugungsanlagen sicher und lukrativ. Im Gegensatz zu herkömmlicher Energie-Technologie haben die Erneuerbaren den Vorteil, dass sie im gewissen Rahmen skalierbar sind. Somit sind Projektumsetzungen auch mit kleineren Budgets wirtschaftlich umsetzbar.

Im Fachblock „Geld verdienen mit Erneuerbaren“ werden die Besonderheiten von EE-Investitionen auf europäischer, deutscher und regionaler Ebene in Theorie und Praxis vorgestellt.

Eine notwendige Modernisierung sollte bei einem Heizwerk immer auch als Chance gesehen werden. Seit der Inbetriebnahme sind einige Jahre vergangen, in denen der Betreiber die Stärken und Schwächen seiner Anlage ganz praktisch kennenlernen konnte. Außerdem hat sich inzwischen nicht nur die eingesetzte Technik weiterentwickelt, sondern es wurden möglicherweise auch neue Technologien marktreif. Thematisiert werden in dem Fachblock deshalb neben den aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen die nachträgliche Integration einer Holzvergasungsanlage und die Kombination mit anderen Erneuerbaren Energien wie PV, Wärmepumpe oder Solarthermie. Zusätzlich werden Möglichkeiten zur Verbesserung bei der Effizienz und bei den Emissionen des Heizwerks betrachtet.

Was tun, wenn Wohnraum knapp wird, die Expansionsräume begrenzt sind und die ökologischen Ansprüche bei Neubau und Sanierung steigen? Holz als Baustoff zur Nachverdichtung ist die Antwort. Und da mit Holz schneller gebaut wird, minimiert es die Einschränkungen für Anwohner, Mitbewohner und Mitbürger. Wenn Städte neuen Wohnraum anbieten wollen, dann müssen sie den vorhandenen Raum besser erschließen und in vielen Fällen heißt das „nach oben Bauen“. Doch das wirft sofort neue Fragen auf: Gibt es bauordnungsrechtliche Schranken und wie belastbar sind überhaupt die bestehenden Fundamente? Oft ermöglichen erst geschickte Materialkombinationen von Stahl und Holz, dass neuer Wohnraum auf dem Dach geschaffen werden kann. Wenn ganze Wohnviertel entstehen, ist dazu noch besondere Sensibilität für die architektonische Einbindung gefragt.

Unser Mobilitätsverhalten hat sich stark in Richtung Auto entwickelt. Die Klimaschutzziele für 2020 wurden vor allem im Bereich der Mobilität deutlich verfehlt. Die Referenten stellen Maßnahmen vor, wie hier gegengesteuert werden kann: Angefangen beim kommunalen Förderkonzept für E-Mobilität, das auch Lastenräder und Leichtfahrzeuge umfasst bis hin zu Strategien, um mit intelligenter Ladesteuerung Erneuerbare Energien für E-Fahrzeuge optimal zu nutzen. Aber auch Biokraftstoffe und Wasserstoff aus Windenergie sollen hinsichtlich ihrer Klimabilanz und Mobilitätsanwendungen thematisiert werden.

53 Prozent aller Wohneinheiten Deutschlands befinden sich in Mehrfamilienhäusern. Insgesamt machen diese einen Anteil von 24 Prozent am Gebäudeenergieverbrauch aus. Für eine Erreichung der Klimaschutzziele müssen auch die CO2 Emissionen hier in den nächsten Jahren gesenkt werden. Die Möglichkeiten reichen dabei von Maßnahmen an der Gebäudehülle über hochmoderne Gebäudetechnik bis hin zu komplett energieautarken Konzepten. Praxisbeispiele zeigen schon heute wie Mehrfamilienhäuser effizient und klimaschonend gebaut oder saniert werden können. 

Die Energiewende ist in`s Stocken geraten. Insbesondere im Wärmesektor fehlen durchschlagende Impulse aus der Politik. Der Anteil Erneuerbarer Energien im Wärmemarkt stagniert seit 2010 bei etwa 12-13 Prozent. Hiervon machen allein die biogenen Festbrennstoffe knapp 70 Prozent aus. Die Biomasse insgesamt trägt 87 Prozent zu den EE beim Wärmeverbrauch bei. Die restlichen 13 Prozent werden über Solar-thermie, Umweltwärme sowie über oberflächennahe und tiefe Geothermie erzeugt.

Im Fachblock „Holz - unverzichtbarer Baustein der Wärmeversorgung“ soll die Bedeutung der festen Biomasse für eine nachhaltige Zielerreichung im Wärmesektor aufgezeigt werden. An Hand von Vorträgen über die aktuellen politischen Rahmenbedingungen, die derzeit verfügbaren Förderprogramme und die Vorstellung wegweisender Leuchtturmprojekte wird das Potenzial von Holz als Energieträger Nummer 1 bei den EE im Wärmemarkt dargestellt. Eine besondere Rolle spielen hierbei auch die vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten der festen Biomasse mit anderen Wärmequellen wie z.B. Solarthermie und/oder Abwärme aus der Industrie oder Biogasanlagen.

Die "Tiny Rooms and Houses" Bewegung, also der Trend zu kleineren Häusern oder zu kleineren Wohneinheiten, kommt aufgrund des Wohnraummangels gerade zur rechten Zeit. Zwar werden die Probleme der Verstädterung und des Bevölkerungswachstums kaum durch Minihäuser zu lösen sein - aber intelligente, kompakte oder neu interpretierte bzw. flexible Raumkonzepte werden helfen, die Zukunft zu gestalten.

Die Reduzierung auf das Wesentliche nicht nur im räumlichen und finanziellen, sondern auch im ökologisch nachhaltigen Sinn - die Konzentration auf die Dinge, die man wirklich zum Glücklichsein braucht, lassen in immer mehr Menschen den Wunsch nach individuellen Räumen entstehen, für die man sich nicht verschulden braucht. So wird nicht die Quantität an Quadratmetern entscheidend sein, sondern deren gestalterische und baustoffliche Qualität. Während Minihäuser am ehesten für Singles oder Paare ohne Kinder geeignet sind, bieten containerförmige Modulhäuser flexible Lösungen, da diese erweitert werden können. Der minimalistische Wohntrend präsentiert sich als Labor neuer Wohnideen und als Schlüssel zu einem neuen Markt.

Warum handeln Menschen in einer gewissen Art und Weise, obwohl der Kopf vielleicht etwas anderes sagt? Was weiß die Bevölkerung eigentlich über den Klimawandel, Erneuerbare Energien und nachhaltige Ressourcennutzung? Wie kann man zu einer Verhaltensänderung und einem Umdenken motivieren? Der Fachblock „Klimaschutz im Kopf - Dialog und Kommunikation fördern“ befasst sich mit dem Problem, wie man Menschen zu herausfordernden Themen richtig erreichen kann. Welche Rolle spielen dabei digitalisierte Medien? Experten zeigen Möglichkeiten und Grenzen dieser Kommunikationswege auf. Praxisbeispiele zeigen, wie erfolgreiche Kommunikation funktionieren kann.

Die Möglichkeiten der Wärmebereitstellung durch oberflächennahe Geothermie gewinnen in den letzten Jahren stetig an Bedeutung. Vermehrt werden komplette Neubaugebiete auf die Nutzung von oberflächennaher Geothermie ausgelegt. Der Fachblock thematisiert in diesem Zusammenhang die Planung und Dimensionierung solcher Anlagen. Zudem werden innovative Konzepte aus dem Bereich der Agrothermie sowie der Kühlung mit Geothermie thematisiert.

Weitere Informationen und das Programm folgen in Kürze.


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