Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Montag, 9. Juli 2018


Vormittag

• Fachplenum

10:10 Uhr Wege in eine CO2-freie Industrie
Prof. Dr. Cordt Zollfrank, TUM Campus Straubing

11:00 Uhr Klimawandel im Anthropozän – was kommt auf uns zu?
Thomas Loster, Münchener Rück Stiftung

"Efficiency First" lautet der Grundsatz des Bundeswirtschaftsministeriums zur Energiewende. Ein verminderter Energieverbrauch durch erhöhte Effizienz bildet nicht nur ein essentielles Element der Energiewende, sondern bietet ebenso wirtschaftliche Vorteile. Ein wirksames Instrument auf kommunaler Ebene sind Quartierskonzepte. Hier lassen sich energetische Gebäudesanierungen mit dezentralen kommunalen Versorgungstechnologien vernetzen.  Das Augenmerk liegt dabei jedoch nicht nur auf energetischen Gesichtspunkten, sondern auch auf wichtigen städtebaulichen Aufgaben – von der baulichen Sanierung historischer Quartiere über die Umnutzung alter Industrie- und Gewerbeflächen bis hin zu innovativen Versorgungslösungen unter sozialen und demographischen Gesichtspunkten.

Siegel oder neudeutsch Labels gibt es für fast alle Lebensbereiche und mit verschiedensten Schwerpunkten, vergeben von den unterschiedlichsten Institutionen. Doch Siegel sind nicht gleich Siegel. Wie sinnvoll sind Siegel für Unternehmen, in welchen Bereichen sind Zertifizierungen unerlässlich und wo „nice to have“? Welchen konkreten Mehrwert bringen sie den Unternehmen? Welche Erfahrungen haben Unternehmen in der Praxis mit Zertifizierungen gemacht oder kann man gänzlich darauf verzichten?

Dass man zusammen mit der Energiewende die zugehörige Digitalisierung diskutiert, ist mittlerweile Standard. IT-Sicherheit der Erneuerbaren außerhalb kritischer Infrastruktur wird nahezu nicht besprochen. Dabei gibt es keinen Grund zur Arglosigkeit in diesem Bereich: Vor zwei Jahren hat beispielsweise DER SPIEGEL zwei Hacker zu Wort kommen lassen, denen es möglich gewesen sein soll, über Internet u.a. auf die Antriebe von Biogasanlagen zuzugreifen. In diesem Fachblock sollen somit die Grundsätze der IT-Sicherheit in Erneuerbare Energien Anlagen skizziert werden: Nach den gesetzlichen Anforderungen werden Kosten der IT-Sicherheit dem Risiko gegenüber gestellt. Mögliche Angriffsszenarien werden herausgestellt. Abgeschlossen wird dieser Block mit den Fördermöglichkeiten.

Das Auto ist das Rückgrat der Mobilität im ländlichen Raum. Aber es gibt sowohl von der Antriebstechnologie Alternativen zum Benzin- und Dieselkraftstoff als auch andere Organisationsformen der Mobilität. Auch die dezentrale Energieerzeugung soll in dem Fachblock betrachtet werden. Neben der strombasierten Elektromobilität soll hier insbesondere die Biomethan-Hoftankstelle beleuchtet werden. Der Themenblock will darüber diskutieren, wie die Energieversorgung landwirtschaftlicher Maschinen künftig zu bewältigen ist.

Holzenergie deckt rund acht Prozent des Endenergieverbrauchs in Deutschland. Im Vergleich zu einer Wärme- und Strombereitstellung mit fossilen Brennstoffen senkt die Holzenergie die Treibhausgasemissionen jährlich um rund 66 Millionen Tonnen CO2. Mit den Brennstoffen Holzpellets, Holzhackschnitzel und Scheitholz leistet die Holzenergie schon jetzt ihre wesentlichen Beiträge im deutschen Wärmemarkt. Doch der Ausbau hat sich verlangsamt. Obwohl in den Heizungskellern ein erheblicher Sanierungsstau besteht, werden deutlich weniger Holzheizanlagen zugebaut als noch vor einigen Jahren. Zur weiteren Dekarbonisierung des Wärmemarktes ist die Holzenergie unverzichtbar, moderne effiziente Holzheizkessel und Wärmenetze bieten dafür wichtige Perspektiven.

Bei öffentlichen Baumaßnahmen spielt der Baustoff Holz seit einigen Jahren eine maßgebliche und oftmals beispielgebende Rolle. Auch die bayerische Umweltrichtlinie verlangt, dass der Baustoff Holz gleichberechtigt in die Planungsüberlegungen miteinzubeziehen ist. Laut einer Emnid-Umfrage, wünschen sich mehr als die Hälfte der Deutschen, dass Kommunen den Baustoff Holz stärker bei öffentlichen Bauvorhaben, vor allem beim Bau von Schulen und Kitas, einsetzen. Holzbau bietet Lösungen für unterschiedliche architektonische Herausforderungen bei Verkehr- und Sonderbauten wie auch bei Wohnungs- und Verwaltungsbauten.

Innovationen im landwirtschaftlichen Pflanzenbau beruhen nicht selten auf optimierten traditionellen Anbauverfahren und neuen Pflanzenzüchtungen. Kuppelnutzungskonzepte können neue Märkte erschließen und nachhaltige regionale Wertschöpfungsketten entstehen lassen. Beispiele für solche Pflanzen sind Öllein und Nessel, deren Potenziale lange bekannt sind, die aber nun wieder neu entdeckt und verarbeitet werden.

Innovative digitale Handelsmodelle (Peer-to-Peer-Prinzip) erobern aktuell den Energiemarkt. In Kombination mit der Blockchain-Technologie als Möglichkeit der digitalen Erfassung und Verteilung von Strommengen ergeben sich neue Möglichkeiten für die zukünftige Stromvermarktung. Thematisiert werden die aktuellen Rahmenbedingungen, Chancen sowie Herausforderungen, die sich daraus ergeben.

Holz hat sich zu einem wichtigen Energieträger im deutschen Wärmemarkt entwickelt, auch in der Stromerzeugung hat die Holzenergie beachtliche Anteile erreicht. Die zur Verfügung stehenden Potenziale sind noch nicht ausgeschöpft und sollen weiter erschlossen werden. Zielkonflikte zeichnen sich ab, deren Lösung im breit angelegten gesellschaftlichen Dialog erfolgen kann.

Seit den 90er Jahren – in denen der Holzbau vornehmlich in ländlichen Regionen, allenfalls in stadtnahe Randgebieten, zu finden war – hat sich viel getan. Derzeit wächst vor allem im urbanen Raum der Wunsch nach Holzbauwerken aller Art. Neben den alltäglichen Aufgaben, wie der Stadtreparatur oder der Bestandsanierung, bei denen sich der Holzbau nun schon vielfach bewährt hat, erregen heute mehrgeschossige Gebäude, Gewerbebauten, neue Fertigungsprozesse oder Materialien besonderes Aufsehen.

Wie kann man Nutzhanf anbauen und was steckt in ihm? Aus medizinischer Sicht gibt es viel Potenzial, wenn die enthaltenen Substanzen keimfrei gewonnen werden können. Ein Interessantes Projekt, dass in einem Bunker aus Zeiten des Kalten Krieges durchgeführt wird, geht hier neue Wege.

Welches Potenzial bieten innovative Geschäftsmodelle für Versorger und Bürger und welche Aufgaben können Dienstleister in der digitalisierten Energiewirtschaft übernehmen? Schließlich bedarf es neuer Dienste  für die Erschließung neuer Vertriebswege, wie z. B. Messtellenbetrieb und Mieterstrom.


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