PV-Förderung durch Festvergütung und Ausschreibung

Festvergütung

  • Anlagen bis 100 kWp können für die eingespeisten Strommengen die EEG-Vergütung erhalten. Je nach Anlagengröße ergeben sich unterschiedliche Förderhöhen in Cent pro Kilowattstunde. Die Vergütungssätze sind unter https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/ElektrizitaetundGas/Unternehmen_Institutionen/ErneuerbareEnergien/ZahlenDatenInformationen/EEG_Registerdaten/EEG_Registerdaten_node.html zum Download verfügbar.
  • Anlagen über 100 bis 750 kWp erhalten zwar auch eine Festvergütung in Form des anzulegenden Werts, allerdings sieht das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hier die verpflichtende Direktvermarktung des eingespeisten PV-Stroms vor. Die Strommengen werden hierbei mithilfe eines Dienstleisters (Direktvermarkter) an der Strombörse verkauft und die Erlöse an die Anlagenbetreibenden überwiesen. Durch das Marktprämienmodell erhalten die Betreibenden zusätzlich Zahlungen vom Verteilnetzbetreiber. Diese sogenannte Marktprämie gleicht die Differenz zwischen den Strombörsenerlösen und der anlagenspezifischen Förderhöhe aus.

Festvergütung oder Ausschreibung

  • PV-Dachanlagen* zwischen 300 und 750 kWp erhalten eine Wahlmöglichkeit. Wenn für diese Anlagen eine Festvergütung nach dem Marktprämienmodell in Anspruch genommen wird, werden allerdings nur noch 50 % der erzeugten Strommengen durch den Verteilnetzbetreiber vergütet. Alle Mengen, die über die 50 % hinaus gehen, wenn man etwa keinen so hohen Eigenverbrauch realisieren kann, erhalten lediglich die Erlöse des Direktvermarkters. Die Alternative für diese Anlagen ist es, an einer Ausschreibung teilzunehmen, dann ist allerdings kein Eigenverbrauch möglich.

Ausschreibung

Die Einspeisevergütungen werden über 20 Jahre und dem restlichen Inbetriebnahmejahr gezahlt, die Vergütung über Ausschreibungen über 20 Jahre.