FAQ – Solarenergie

Photovoltaik – Allgemein

Was kostet eine Photovoltaikanlage?
Die Investitionskosten sind stark abhängig von der Größe der Anlage, den gewählten Komponenten und den örtlichen Gegebenheiten. Für schlüsselfertige Anlagen bis 10 kWp sind etwa 1.400 € netto pro installiertes kWp zu erwarten, bei Dachanlagen mit 100 kWp noch etwa 900 bis 1.100 €/kWp. Freiflächenanlagen mit 5 MWp werden zu Preisen um 750 €/kWp realisiert.
Wie hoch ist die aktuelle EEG-Einspeisevergütung für PV-Anlagen?
Die Höhe der EEG-Einspeisevergütung ist vom Datum der Inbetriebnahme, vom Standort und der Leistung der PV-Anlage abhängig. Die Vergütungshöhen werden von der Bundesnetzagentur veröffentlicht. Der Link dazu ist hier unter „EEG-Registerdaten und Fördersätze“ zu finden. Die Vergütung erhalten Sie ab der Inbetriebnahme der PV-Anlage für 20 Jahre sowie für das restliche Inbetriebnahmejahr.
Muss die PV-Anlage heutzutage immer noch nach Süden ausgerichtet sein?
Nein. Bei PV-Anlagen mit Süd-Ausrichtung ist zwar der Stromertrag bei identischer Leistung etwas höher, bei einer Ost-West-Ausrichtung kann hingegen ein gleichmäßigerer Ertrag über den gesamten Tag hinweg erreicht werden. Der Vorteil dabei ist ein höherer Stromertrag in den Morgen- und Abendstunden. Zu diesen Zeiten wird in einem Einfamilienhaus typischerweise vermehrt Strom benötigt, wodurch der Eigenverbrauchsanteil der PV-Anlage gesteigert werden kann. Dies wirkt sich bei den momentanen Einspeisevergütungshöhen und Strompreisen positiv auf die Wirtschaftlichkeit aus.
Wie wirtschaftlich ist eine neue PV-Dachanlage auf dem Eigenheim heute noch?
PV-Anlagen im Eigenheimbereich können vor allem durch den Eigenverbrauch des erzeugten Stroms wirtschaftlich betrieben werden, da dadurch die Stromrechnung reduziert wird. Zusätzlich gibt es weiterhin eine langfristige Einspeisevergütung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Aufgrund der gesunkenen Preise für PV-Anlagen und den mittlerweile hohen Strompreisen sind auch heutzutage gute Renditen möglich. Häufig sind PV-Anlagen im Einfamilienhausbereich, je nach Höhe des Eigenverbrauchs, schon nach etwa 13 bis 15 Jahren abgezahlt und dies bei einer voraussichtlichen Lebensdauer von über 30 Jahren.
Was passiert mit defekten PV-Modulen?
PV-Module gelten als Elektrogeräte und dürfen nicht über den normalen Haushaltsmüll entsorgt werden. Da PV-Module wertvolle Materialien enthalten, sollten sie bei Defekt recycelt werden. Entsprechende Sammelstellen sind üblicherweise an Wertstoffhöfen zu finden. Dort können PV-Module von Privatpersonen in haushaltsüblichen Mengen kostenfrei abgegeben werden.
Gibt es für PV-Anlagen Meldepflichten?
Ja, und zwar an mehreren Stellen. Innerhalb von vier Wochen ab der Inbetriebnahme der Anlage muss diese im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur eingetragen werden. Die Registrierung ist von der Person, welche die Anlage betreibt, durchzuführen. Außerdem ist eine Registrierung beim Netzbetreiber notwendig, welche typischerweise das Installationsunternehmen übernimmt. Je nach Leistung und Betriebsform ist auch das Finanzamt zu informieren, bei größeren PV-Anlagen kann auch eine Gewerbeanmeldung nötig sein.
Gibt es Förderungen für PV-Anlagen?
Generell ist es möglich, für die Errichtung von PV-Anlagen und Batteriespeichern den Förderkredit „Erneuerbare Energien – Standard“ (Programm 270) der KfW-Bank in Anspruch zu nehmen.
Über dieses Programm erhält man ein zinsgünstiges Darlehen, allerdings ohne Tilgungszuschuss. Die Anträge für die KfW-Programme sind bei der örtlichen Hausbank zu stellen. Hier sind weitere Informationen zu diesem Förderprogramm zu finden.

Für die Einspeisung von Strom aus Photovoltaik-Anlagen erhält man nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) eine feste Vergütung über 20 Jahre und das restliche Inbetriebnahmejahr. Die Höhe der Einspeisevergütung ist dabei vom Monat der Inbetriebnahme, dem Standort sowie installierten Leistung der PV-Anlage abhängig. Die Vergütungssätze werden von der Bundesnetzagentur bekanntgegeben. Der Link dazu ist hier unter „EEG-Registerdaten und Fördersätze“ zu finden.

Es ist außerdem möglich, dass es regionale Förderprogramme gibt. Diese können bei den jeweiligen Städten oder Gemeinden erfragt werden.

Wie lange braucht eine PV-Anlage, um die bei der Produktion benötigte Energie wieder zu erzeugen?
Der Zeitraum hängt hauptsächlich von der geographischen Lage der Anlage ab und nachrangig auch von der Technologie. Je nach Intensität und Dauer der Sonneneinstrahlung verändert sich die sogenannte energetische Amortisationszeit („Energy Payback Time“). In Europa entspricht dies einer Zeitspanne von 1,5 bis 2,5 Jahren (in Deutschland etwa 2,1 Jahren). Somit ist die energetische Bilanz der PV-Anlage im Vergleich zur erwartbaren Lebensdauer von 30 bis 40 Jahren schnell im positiven Bereich.
Geht von einer PV-Anlage eine erhöhte Brandgefahr aus?
Generell weisen elektronische Geräte immer ein gewisses Brandrisiko auf. Bei sorgfältiger und fachgerechter Installation ist dieses bei PV-Anlagen aber verschwindend gering. Nach Angaben des Fraunhofer ISE haben lediglich 0,006 % aller PV-Anlagen in Deutschland einen Brand mit größerem Schaden verursacht. Grundsätzlich ist es sinnvoll, PV-Anlagen regelmäßig von Fachkräften überprüfen zu lassen, wobei ein Vier-Jahres-Rhythmus von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) in der Vorschrift 3 empfohlen wird. Nichtsdestotrotz ist zum Schutz von Rettungskräften eine Kennzeichnung am Hauptzugang bzw. am Sicherungskasten, die auf eine PV-Anlage hinweist, sinnvoll.
Verursachen PV-Anlagen eine besondere Belastung durch 'Elektrosmog'?
Nein! PV-Anlagen führen zu keiner erhöhten Belastung durch elektrische und magnetische Felder (=Elektrosmog). Typischerweise verursachen PV-Anlagen geringere Belastungen im Vergleich zu einem normalen PC-Netzteil. Die Belastungen durch Elektrosmog nehmen mit Abstand so stark ab, dass die Felder nach wenigen Zentimetern unter der Messbarkeit liegen. Auch sind Maßnahmen wie Erdung der Komponenten oder Verdrillung der Leitungen möglich, welche die Felder nochmal weiter reduzieren. Direkt beim Wechselrichter sind etwas höhere Felder zu erwarten, dahingehend könnte ein passender Platz gewählt werden. Technikräume, welche selten betreten werden, bieten sich hier an. Darüber hinaus erzeugen PV-Anlagen nachts keinen Strom, wodurch in dieser Zeit keine elektrischen und magnetischen Felder erzeugt werden.
Gibt es relevante Unterschiede zwischen mono- und polykristallinen PV-Modulen?
Die Technologien nähern sich tendenziell immer mehr an. Monokristalline Module weisen auf gleicher Fläche typischerweise minimal mehr Leistung auf als polykristalline Module sowie einen minimal höheren Wirkungsgrad. Diese Module bieten sich also dann an, wenn z. B. der Platz auf dem Dach sehr knapp ist und möglichst viel Leistung dort untergebracht werden muss. Sollte die Dachfläche nicht der begrenzende Faktor sein, sind polykristalline Module aufgrund ihres etwas niedrigeren Preises eine gute Alternative. Der größte Unterschied liegt im Erscheinungsbild.
Welche Lebensdauer kann bei einer PV-Anlage angenommen werden?
Die einzelnen Komponenten der Anlage weisen unterschiedliche Lebenserwartungen auf. Auf die PV-Module geben Hersteller oft Garantien von über 20 Jahren. Die tatsächliche Lebensdauer liegt sogar darüber und wird für kristalline PV-Module mit bis zu 40 Jahren angenommen. Für die Wechselrichter geht man von einer durchschnittlichen Einsatzzeit von 15 Jahren aus.
Welche PV-Leistung kann typischerweise auf einem Einfamilienhaus installiert werden?
Für die Installation von 1 kWp PV-Anlagenleistung wird etwa eine Fläche von 5 m² benötigt. So kann häufig eine Leistung von 7 bis 30 kWp auf einem Dach eines Einfamilienhauses realisiert werden. Zu beachten ist, dass Hindernisse wie Kamine, Gauben, Dachfenster oder Satellitenschüsseln auf dem Dach ausgespart werden, welche auch zusätzliche auszusparende Verschattungsflächen verursachen.
Was bedeuten die Einheiten „kW“, „kWh“ und „kWp“ im Kontext der PV-Anlage und was sind die Unterschiede?
Die Basis aller drei Abkürzungen stellt die Einheit „Watt“ (W) dar. Sie beschreibt die Leistung der PV-Anlage. Der Zusatz „peak“ (p) ist spezifisch für PV-Anlagen und beschreibt die maximale Leistung einer Anlage unter standardisierten Testbedingungen (Einstrahlung von 1.000 W/m² und Modulzelltemperatur von 25 °C). Diese Bedingungen werden an einem Sommertag zeitweise sogar etwas übertroffen.
Eine Wattstunde (Wh) beschreibt hingegen eine Energiemenge (Energie = Leistung x Zeit).

Da sich die Größe der Leistungen und Energiemengen bei PV-Anlagen meist in sehr hohen Wertebereichen abspielt, werden die Einheiten mit einem 1.000-Umrechnungsfaktor (k) angegeben, also Kilowatt (kW) oder Kilowattstunde (kWh). Ein Beispiel: Eine PV-Anlage mit 10 kWp erzeugt an einem sonnigen Tag im Mai 7 kW. In einer Stunde werden folglich 7 kWh Strom produziert, in zwei Stunden mit dieser Leistung 14 kWh.

Wie viel Strom erzeugt eine PV-Anlage?
Der Stromertrag hängt hauptsächlich von der geographischen Lage und der Ausrichtung der Module ab. In Bayern ergibt sich ein Durchschnittswert von etwa 1.000 kWh/kWp im Jahr. Somit kann eine 15 kWp Anlage etwa 15.000 kWh pro Jahr an Strom erzeugen.
Muss eine PV-Anlage regelmäßig gereinigt werden?
Eine PV-Anlage im Eigenheimbereich muss nicht zwangsläufig gereinigt werden. Es empfiehlt sich aber die monatlichen Stromerträge zu protokollieren, um bei Ertragseinbußen Fehler oder Verunreinigungen über die Zeit erkennen zu können.
Grundsätzlich tritt bei ausreichend geneigten Modulen (ab ca. 10 °) durch die Witterung ein gewisser Selbstreinigungseffekt ein. Leichte Verschmutzungen werden durch Regen und schmelzenden Schnee von den Solarmodulen weggespült. Sollte die Selbstreinigung allerdings nicht ausreichen, müssen die Verschmutzungen durch eine manuelle Reinigung entfernt werden. Der Reinigungsaufwand sollte dabei gegen die beobachtete Ertragsminderung abgewogen werden.
Eine sachgerechte Reinigung sollte mit entkalktem, temperiertem Wasser, einer weichen Bürste und am besten ohne den Einsatz von Reinigungsmittel erfolgen. Generell empfiehlt es sich, für die Solarmodulreinigung einen Fachbetrieb zu Rate zu ziehen. So verhindert man potenzielle Modulbeschädigungen und mindert die Unfallgefahr bei der Reinigung.
Was ist bei einer PV-Anlage auf einem Reihenhaus zu beachten?
Als Besonderheit bei Reihenhäusern ist der einzuhaltende Abstand von 1,25 Metern von Dachaufbauten wie PV-Anlagen zu Brandwänden zu erwähnen. Damit soll eine Brandübertragung auf andere Gebäudeteile verhindert werden. Nach der Bayerischen Bauordnung (BayBO) kann der Abstand zu Brandwänden, bzw. Wänden, welche anstelle von Brandwänden zulässig sind, auf 0,5 Meter reduziert werden, wenn die Module dachparallel installiert sind und deren Außenseiten sowie Unterkonstruktion aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen.
Sind Solaranlagen in die Bedachung integriert, wie beispielsweise Indach-Systeme, gelten sie nicht als „Dachaufbauten“ im Sinne von Art. 30 Abs. 5 Satz 2 Nr. 2 der BayBO, sondern sind Bestandteil der Dachhaut. Sie müssen Anforderungen an eine harte Bedachung erfüllen, ein Abstand zu Brandwänden ist nicht erforderlich.
Wo findet man Informationen zu PV-Freiflächenanlagen, insbesondere zu einer biodiversitätsfreundlichen Gestaltung?
C.A.R.M.E.N. e.V. hat zur Bewertung von PV-Anlagen auf Freiflächen ein Positionspapier veröffentlicht:
www.carmen-ev.de/2021/03/05/positionspapier-zu-freiflaechen-und-agri-pv/
Ein Leitfaden für PV-Freiflächenanlagen ist hier zu finden: Leitfaden Freiflächenanlagen

Weitere Informationen sind zu finden unter:

• LfU Praxis-Leitfaden für die ökologische Gestaltung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen:
www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_nat_00209.htm

• Maßnahmenkatalog des Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende KNE gGmbH (KNE):
www.naturschutz-energiewende.de/wp-content/uploads/KNE-Auswahlbibliografie_PV-FFA_Naturschutz.pdf

• BNE Studie zu Biodiversität:
www.bne-online.de/de/news/detail/studie-photovoltaik-biodiversitaet-kurzbroschuere/

• BNE Ratgeber zur konfliktfreien Planung und Umsetzung:
www.bne-online.de/de/verband/gute-planung-pv

• Klima- und Naturschutz: Hand in Hand – Heft 6 – TU Berlin & Bundesamt für Naturschutz:
www.landschaft.tu-berlin.de/fileadmin/fg218/Publikationen/Hefte_Energiekonzepte/KlimaNatSch_Handbuch_H6_FreiPV.pdf

• Agrophotovoltaik-Broschüre vom Bundesverband PHOTOVOLTAIC AUSTRIA:
www.pvaustria.at/wp-content/uploads/2020-Informationsbroschuere-Photovoltaik-Nutzung-in-der-Landwirtschaft.pdf

• Die Interessengemeinschaft „Triesdorfer Biodiversitätsstrategie – Biodiversität auf PV-Freiflächenanlagen“ hat einen Maßnahmenkatalog erstellt hinsichtlich Biodiversitätsstrategie bei PV-FFAs:
https://www.triesdorf.de/web/content/18642/Biodiversitaetsstrategie_Triesdorf_Weiterentwicklung_2022_01.pdf

• Das Projekt EULE (Evaluierungssystem für eine umweltfreundliche und landschaftsverträgliche Energiewende) der regionalwerke:
https://www.solarserver.de/2021/01/12/photovoltaik-oeko-mehrwert-von-freiflaechenanlagen-ermitteln/
www.dbu.de/projekt_35210/01_db_2848.html

• Leitfaden für naturverträglichen Bau von Solarparks vom Hermann-Hoepke-Institut der TH Bingen:
https://mkuem.rlp.de/fileadmin/mulewf/Themen/Energie_und_Strahlenschutz/Energie/Leitfaden_Massnahmensteckbriefe.pdf

• Handlungsleitfaden für Freiflächensolaranlagen des Umweltministeriums Baden-Württemberg:
um.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-um/intern/Dateien/Dokumente/2_Presse_und_Service/Publikationen/Energie/Handlungsleitfaden_Freiflaechensolaranlagen.pdf

Photovoltaik – Steckerfertige Erzeugungsanlagen/ Balkon-PV

Was sind steckerfertige Erzeugungsanlagen?
Bei steckerfertigen Erzeugungsanlagen handelt es sich um kleine Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen), die z.B. an Balkonbrüstungen, auf der Terrasse oder an der Hausfassade angebracht werden. Die PV-Module können das Licht der Sonne in elektrische Energie umwandeln. Dabei wird Gleichstrom erzeugt. Um diesen Gleichstrom im Haushalt nutzbar zu machen, wird ein Wechselrichter zwischengeschaltet, der den Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt. Mit diesem selbsterzeugten Strom kann die eigene Stromrechnung reduziert werden.
Was passiert mit den nicht direkt genutzten Überschüssen aus meiner Kleinstsolaranlage?
Sollte die PV-Kleinstanlage mehr Strom erzeugen als aktuell im Haushalt verbraucht werden kann, wird dieser in das öffentliche Stromnetz geleitet.
Welche Leistung darf ich maximal installieren?
Ausschlaggebend ist die maximale Ausgangsleistung des Wechselrichters, die AC-Leistung, welche als Scheinleistung in Voltampere (VA) angegeben wird. Diese darf 600 VA nicht überschreiten, wenn von einem vereinfachten Anmeldeverfahren Gebrauch gemacht werden soll. Die Ausgangsleistung in VA kann dem Datenblatt des Wechselrichters entnommen werden.
Wo finde ich eine Marktübersicht für Kleinstsolaranlagen?
Beispielsweise bei der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) https://www.pvplug.de/marktuebersicht oder unter
https://www.pv-magazine.de/marktuebersichten/produktdatenbank-stecker-solar-geraete/.”
Wo muss ich meine Kleinstsolaranlage anmelden?
Zwei Anmeldungen sind nötig. Zunächst muss sie dem zuständigen Netzbetreiber gemeldet werden. Die lokalen Netzbetreiber bieten in der Regel auf deren Webauftritten ein vereinfachtes Anmeldeformular zum Herunterladen an. Die Anmeldung erfolgt am besten vor Anschluss der Anlage, sodass der Netzbetreiber überprüfen kann, ob ein geeigneter Stromzähler vorhanden ist.

Außerdem muss die Kleinstsolaranlage spätestens 4 Wochen nach Inbetriebnahme bzw. erstmaligem Einstecken im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur angemeldet werden: https://www.marktstammdatenregister.de/MaStR

Muss ich meine steckerfertige Erzeugungsanlage dem Finanzamt melden?
Wenn keine EEG-Einspeisevergütung in Anspruch genommen wird und damit auch keine Einnahmen generiert werden, besteht keine Pflicht die Anlage beim Finanzamt zu melden. Typischerweise verzichtet man im Zuge des vereinfachten Anmeldeverfahrens auf die EEG-Einspeisevergütung, da der damit verbundene Aufwand die nur sehr geringe Vergütungshöhe meist nicht gerechtfertigten würde.
Brauche ich eine spezielle Steckdose?
Nach rechtlichen Normen des Verbands für Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) sollte der Anschluss einer PV-Kleinstanlage nur über eine „geeignete Energiesteckervorrichtung“ erfolgen. Während zwar PV-Kleinstanlagen auch mit normalen Schuko-Steckdosen angesteckt werden könnten, fordert der Großteil der Netzbetreiber aber das Verwenden einer Steckvorrichtung nach den Vorgaben der DIN VDE V 0628-1, wie sie beispielsweise vom sogenannten „Wieland-Stecker“ erfüllt werden.
Brauche ich einen neuen Stromzähler?
Sobald eine PV-Kleinstanlage im Hausnetz angeschlossen ist, muss ein Rückwärtslaufen des Stromzählers verhindert werden. Dies wäre immer dann der Fall, wenn die Erzeugungsanlage mehr Strom erzeugt, als aktuell verbraucht werden kann. Daher muss ein Stromzähler mit Rücklaufsperre oder am besten ein Zweirichtungszähler vorhanden sein. Ob eines der Kriterien auf den vorhandenen Zähler zutrifft, erkennt man anhand folgender Symbole direkt auf dem Zähler:

Außerdem prüft der Netzbetreiber ohnehin nach der Anmeldung, ob der Zähler geeignet ist und tauscht ihn gegebenenfalls (in der Regel kostenfrei) aus.  

Darf ich auch für meine Mietwohnung eine Kleinstsolaranlage installieren?
Ja, der große Vorteil der PV-Kleinstanlagen ist, dass auch Mieter*innen damit aktiv an der Energiewende teilnehmen können. Rechtlich sollte dabei beachtet werden, dass beispielsweise die Hausfassade selten Bestandteil eines Mietvertrages ist. Das Vorhaben sollte also vorab mit dem oder der Vermieter*in oder der Wohnungseigentümergemeinschaft abgeklärt und mögliche Einwände zusammen besprochen werden.
Wo kann ich eine Kleinstsolaranlage montieren?
Die Anlage kann überall montiert werden. Die Fläche sollte aber sonnig und auch im Tagesverlauf möglichst nicht verschattet sein. Den höchsten Stromertrag erbringt die Anlage, wenn sie nach Süden ausgerichtet ist. Wenn aber der Strombedarf vor allem in den Nachmittagsstunden liegt, ist auch eine (Süd-)Westausrichtung sinnvoll, bzw. v.a. vormittags eine (Süd-)Ostausrichtung.
Benötige ich für den Anschluss eine Elektrofachkraft?
Die geeignete Steckervorrichtung, etwa der Wieland-Stecker, sollte von einer Elektrofachkraft installiert werden, da hierfür in den Endstromkreis direkt eingegriffen wird. Die Anlage darf dann aber von Laien ein- und ausgesteckt werden.
Kann ich einen elektrischen Schlag bekommen, wenn die Kleinstsolaranlage ausgesteckt wird?
Nein, solange der Wechselrichter einen NA-Schutz nach AR-N-4105 beinhaltet, löst dieser maximal nach 0,2 Sekunden nach dem Ziehen der Anlage aus der Steckvorrichtung aus und es besteht keine Gefahr eines elektrischen Schlags mehr. Durch den Berührungsschutz eines geeigneten Steckers (z.B. „Wieland-Stecker“) wird diese Gefahr zusätzlich ausgeschlossen.
Ist es wichtig auf welcher Phase des Haushaltsnetzes ich meine PV-Kleinstanlage anstecke?
Ein Hausstromkreis teilt sich in der Regel in drei Phasen auf, an die jeweils Verbrauchsgeräte und/oder Erzeugungsanlagen wie PV-Kleinstanlagen angeschlossen werden können. So hat also jede Phase einen unterschiedlich hohen Strombedarf. In Deutschland arbeiten die Stromzähler aber in aller Regel phasensaldierend, d.h. alle Verbräuche und Erträge der drei Phasen werden miteinander verrechnet. Dadurch ist es nicht relevant, auf welcher Phase die steckerfertige Erzeugungsanlage angeschlossen wird.