Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 14. Februar 2020 Im PKW Bereich sind Trommelbremsen "out". Zu finden ist dieser Bremsentyp nur noch im Kleinwagen, um die Hinterräder zu verzögern. Dort ist die Anforderung an die Bremsleistung geringer und die Seilzugbetätigung der Feststellbremse läßt sich leichter realisieren. Nun verbaut Volkswagen an der Hinterachse des I.D. 3 erneut diese Bremsenart. Der Grund hierfür dürfte sich leicht finden lassen. Für eine abgeregelte Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h reicht auch bei einem beladen gut 2 Tonnen schweren Auto die Bremsleistung und die thermischen Reserven völlig aus.

Meist wird bei E-Fahrzeugen eh regenerativ, also "bremsfrei" verzögert. Damit kommt ein weiterer Vorteil der Trommelbremse zum tragen, nämlich der geringere Wartungsaufwand bei geringer Beanspruchung.

Stellt sich nur die Frage, warum Volkswagen nicht gleich Trommeln aus Leichtbaumaterial wie Aluminium einsetzt, denn dann würde das Auto noch ein Paar Kilo absprecken. Aber vielleicht wirkt hier noch der Frust der Fahrer der 3-Liter-Autos aus dem Konzern nach. Die mussten für die dann verschleißanfälligen Ersatztrommeln tief in die Tasche greifen.

 

Straubing, 13.Januar 2020 Eigentlich sollten bis Ende 2020 in Deutschland bereits 1 Million E-Autos unterwegs sein. So hatte es vor Jahren die Bundesregierung verkündet. Das wird wohl nicht mehr klappen, denn die Produktions- und Zulassungszahlen werden nicht durch die Decke gehen.

Dennoch ist ein stetiger Anstieg der Zulassungszahlen erkennbar. Ende 2019 lag der Marktanteil von E-Autos in Deutschland bei 2%. Plug-In-Hybride  kommen auf etwa 1,5%. Im Vergleich zu den Vorjahren wird ein zusätzliche Dynamik erwartet, da das Angebot an Fahrzeugen zunimmt, die Fördermittel aufgestockt werden und die Hersteller mehr Fahrzeuge auf die Straße bringen müssen, um den EU-Flottengrenzwert von 95 g Kohlendioxid pro km zu erreichen.20190308 125914

So werden die E-Fahrzeuge zusammen mit den Steckdosen-Hybriden 2020 einen Marktanteil von 5 bis 6 % erreichen. Das hilft uns ein klein wenig, den Bedarf an Erdöl für die Mobilität zu verringern. Die 1 Millionen-Schwelle haben wir übrigens schon lange erreicht- bei den E-Fahrrädern.   

goingelectric

Straubing, 29. November 2019 Bayern unterstützt mit dem fünften Förderaufruf den Aufbau einer öffentlichen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Damit werden für rund um die Uhr zugängliche Ladepunkte bis zu 60 % der anfallenden Investitionen für die Ladesäule und den Netzanschluß gefördert. Der Strom muß dabei aus Erneuerbaren Quellen stammen und die Ladesäule muß den Vorgaben der Ladesäulenverordnung entsprechen. Der Förderaufruf reicht vom 2. Dezember bis zum 20. Februar 2020.

Foerderprogramm-für-Ladeinfrastruktur

 

Straubing, 15. November 2019 Die BLE hat für das Jahr 2018 den "Evaluations- und Erfahrungsbericht" zur nachhaltigen Biokraftstoff - und Biobrennstoffherstellung veröffentlicht. Was sich erst einmal bürokratisch anhört kann durchaus Wert sein, einen Blick hineinzuwerfen. Denn in dem Bericht finden sich interessante Zahlen zur Treibhausgasbilanz der Biotreibstoffe und zu den Rohstoffquellen für die Treibstoffe.Bild 014

Die durchschnittliche Treibhausgaseinsparung aller Biotreibstoffe beträgt für das Jahr 2018 83,8 % und hat sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Dadurch können im deutschen Kraftstoffmarkt etwa 9,5 Mio. Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Die höchste Treibhausgasreduzierung ist mit Abfall- und Reststoffen möglich. Immerhin 35,8 % der Biokraftstoffe stammen aus diesem Segment. Größtenteils handelt es sich um Altspeiseöle für die Biodieselherstellung. Die Biodieselherstellung sowohl aus Raps als auch aus Palmöl hat abgenommen. Für die Ethanolherstellung wird vor allem Getreiden wie Weizen oder Mais eingesetzt.

Die Methodik der Zertifizierung ermöglicht eine verlässliche Nachverfolgbarkeit der Rohstoffe und der Treibhausgasbilanz und wird auch international mit Interesse verfolgt.

BLE: Evaluationsbericht 2018

 

Straubing, 24. September 2019* Zum Jahresende 2021 müssen die neu abverkauften PKW in der EU einen Zielwert von 95 g/km Kohlendioxid einhalten. Dies entspricht einem Verbrauch von unter 4 Liter Benzin auf 100 km nach dem alten Meßverfahren NEFZ. Aktuell liegt der Flottenwert bei etwa 120 g/km. Damit sind also erhebliche Anstrengungen nötig, um die vereinbarten Ziele zu erreichen.

Die Agora Verkehswende hat nun zusammen mit dem ICCT einen Bericht mit dem Titel "Auf der Zielgeraden" veröffentlicht. Hierin werden die Maßnahmen beschrieben, mit denen die drei deutschen Hersteller die nahenden Vorgaben einhalten wollen.

Die hieseigen Hersteller müssen demnach erhelbliche Maßnahmen in den Markt einführen, um trotz dem Größen- und Gewichtszuwachs der Fahrzeuge in den letzten Jahren den Ausstoß von Kohlendioxid zu reduzieren. So sollen neue Fahrzeuge beim Gewicht abspecken und zugleich mit neuer Technologie zur Verbrauchsreduzierung ausgestattet werden. Hierzu zählen die Einführung eines 48 Volt (Mild-Hybrid) Systems, um Bremsenergie nutzbar zu machen sowie weitere Innovationen wie ein verbessertes Wärmemanagement oder ein Solardach. Den Hauptanteil werden jedoch Elektroantriebe stemmen müssen, die sowohl ausschließlich, als auch in Kombination mit einem Verbrennungsmotor (Plug-In-Hybrid) den Verbrauch drosseln müssen.

"Auf der Zielgeraden"

 


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