Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Das Verbundvorhaben REzAB behandelt unter anderem die sozioökonomische Situation der untersuchten Biogasanlagen. Hierbei wurde hinterfragt, wie die Anlage in der Umgebung wahrgenommen wird bzw. wie die Akzeptanz ggü. der Biogaserzeugung ist. Auch der Wunsch an die Weiterführung des Betriebs durch eine Hofnachfolge wurde untersucht.

An drei der betrachteten Biogasanlagen ist ein Nahwärmenetz zur Nutzung der BHKW-Abwärme installiert. Die insgesamt 48 Wärmekunden wurden unter anderem über die Beweggründe zum Anschluss an das Wärmenetz, die vorher genutzte Art und die Zufriedenheit mit der Wärmenutzung befragt. Die daraus resultierenden Erkenntnisse werden nachfolgend anonym dargestellt. Die Ergebnisse der Befragung sind exemplarisch zu sehen und weisen keinen Anspruch auf Übertragbarkeit auf.

Als Ergebnis lässt sich festhalten, dass 92 % der Befragten wieder an das Wärmenetz anschließen würden, 8 % sind sich noch unsicher. Wichtig für die Anschlussentscheidung war auch der Schritt des Biogasanlagenbetreibers auf potentielle Wärmekunden zuzugehen und Informations- und Aufklärungsarbeit zu leisten. Als Hauptargument für den Anschluss an das Wärmenetz konnte die Ökonomie (39 % der Nennungen) identifiziert werden, wobei auch Gründe wie Ökologie und regionale Wertschöpfung einen Einfluss hatten. Weitere Faktoren und deren prozentuale Verteilung können der nachfolgenden Graphik entnommen werden.

Abbildung 1

Zudem wurde erfragt, wie vor dem Wärmenetz geheizt wurde und wie der Wärmebezug im Falle des Wegfalls des Nahwärmenetzes erfolgen würde. Die Heizarten wurden in fossil, regenerativ und einer Kombination aus beiden klassifiziert. Die untenstehende Graphik stellt die Ergebnisse dar.

Abbildung 2

Es ist zu erkennen, dass weiterhin rund die Hälfte der Befragten eine rein fossile Art zu heizen verwenden würde, wohingegen sich der Anteil der der regenerativen Wärmeerzeugung nahezu verdoppelt.

Straubing, 18. Dezember 2017 * Das neue Verbundvorhaben „Repoweringmaßnahmen hinsichtlich zukünftiger Aufgaben von Biogasanlagen“ (REzAB) ermittelt Strategien für den Betrieb von Biogasanlagen nach Ablauf der EEG-Vergütung. Das Vorhaben wird von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) mit Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert und startet am 1. Januar 2018. Das Institut für neue Energie-Systeme der Technischen Hochschule Ingolstadt leitet federführend das Verbundvorhaben und fokussiert sich in enger Zusammenarbeit mit der FH Münster auf die Ist-Analyse und Schwachstellenanalyse von Biogasanlagen sowie die Entwicklung von zukunftsorientierten Repoweringkonzepten. Darüber hinaus ist C.A.R.M.E.N. e.V. für die ökonomische und sozioökomische Analyse sowie Erstellung und Druck eines zusammenfassenden Leitfadens zuständig.


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