C.A.R.M.E.N.-Check: Energiesparen im Homeoffice

Immer mehr Menschen arbeiten regelmäßig von zuhause. Neben den Büroräumen ist damit auch das Homeoffice ein wichtiger Baustein, um Energie einzusparen. Energieeffiziente Elektrogeräte und ein bewusster Umgang mit digitalen Ressourcen tragen erheblich zur Senkung von Energieverbrauch und Stromkosten bei. Mit ein paar kleinen Tricks kann hier viel erreicht werden.

Betrachtet man zunächst den PC oder Laptop, werden folgende Vorgaben empfohlen: Ist das Gerät eingesteckt, sollte sich der Bildschirm nach fünf Minuten Leerlaufzeit ausschalten und das Gerät ebenfalls nach fünf Minuten in den Standby-Modus versetzt werden. Im Akkubetrieb beides schon nach drei Minuten. Im Ruhezustand verbraucht der Computer noch weniger Energie als im Standby-Betrieb. Außerdem sollte man auf Bildschirmschoner verzichten. Standby-Verluste lassen sich vermeiden, indem Geräte vollständig vom Netz getrennt, abschaltbare Steckerleisten eingesetzt und Zeitschaltuhren genutzt werden. Auch auf die Größe kommt es an – ein Desktop-PC verbraucht etwa dreimal so viel Energie wie ein Standard-Laptop an einem achtstündigen Arbeitstag im Dauerbetrieb.

Beim Surfen im Internet helfen präzise Suchanfragen, die direkte Eingabe bekannter Adressen in die Suchleiste oder die Anlage von Favoritenlisten – um vielgenutzte Seiten auf einen Klick zu öffnen – denn jede Suchmaschinenanfrage kostet Energie.

Mehr Daten – mehr Energieverbrauch

Ein effizientes Datenmanagement umfasst das Löschen überflüssiger Dateien, die Nutzung externer Speichermedien sowie das regelmäßige Leeren des Papierkorbs. Externe Speichermedien, wie Festplatten oder USB-Sticks sollten direkt nach der Nutzung vom Gerät entfernt werden. Auch das Schließen nicht benötigter Programme und Dokumente reduziert den Energieverbrauch.

Im Umgang mit E-Mails lässt sich Energie sparen, indem überflüssige Nachrichten regelmäßig gelöscht werden. Dies entlastet die Server, effektive Spamfilter verhindern unnötige Datenfluten, Fotos und Videos sollten komprimiert und nur relevante Inhalte versendet werden. Zusätzlich können automatische Benachrichtigungen von sozialen Medien und Webseiten deaktiviert, Newsletter abbestellt sowie innerhalb der Organisation Links anstelle von großen Dateien versendet werden.

Energieeffiziente Beleuchtung im Homeoffice beinhaltet die optimale Nutzung von Tageslicht, wofür oft schon eine Umplatzierung der Büroeinrichtung hilfreich ist. Die Raumbeleuchtung sollte so angepasst sein, dass sie in ihrer Helligkeit dem Monitor entspricht und dadurch ein angenehmes, augenschonendes Arbeiten ermöglicht. Bei künstlicher Beleuchtung empfiehlt es sich, ausschließlich effiziente LED-Lampen einzusetzen. Wichtig ist außerdem, das Licht beim Verlassen des Raumes konsequent auszuschalten.

Durch effizientes Heizen Kosten sparen

Effizientes Heizen und Lüften beginnt mit dem richtigen Nutzerverhalten. So sollte bevorzugt stoßgelüftet werden, statt die Fenster dauerhaft gekippt zu lassen, um die Räume schnell mit frischer Luft zu versorgen, ohne dass sie auskühlen. Während des Lüftens ist es sinnvoll, die Heizung auszuschalten oder die Thermostate herunterzudrehen, um Energieverluste zu vermeiden.

Die Raumtemperatur sollte idealerweise bei 20°C liegen, da bereits eine Absenkung um 1 °C etwa 6 Prozent Heizkosten spart. Das eigene Temperaturempfinden lässt sich auch über angemessene Kleidung regulieren, anstatt die Heizung höher zu stellen. Heizkörper sollten nicht verstellt oder blockiert und Zusatzgeräte wie Heizlüfter oder Standklimaanlagen vermieden werden.

Julia Wittenzellner, C.A.R.M.E.N.-Expertin fürs Energiesparen

Durch die Umsetzung dieser kleinen Maßnahmen können Privatpersonen im Homeoffice Energie sparen, Kosten senken und einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

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