In einer Zeit, in der Klimaschutz und nachhaltige Energie immer wichtiger werden, zeigt C.A.R.M.E.N. e.V. Kommunen, die mit innovativen Projekten und engagiertem Handeln eine Vorreiterrolle übernehmen. Diese Gemeinden setzen neue Maßstäbe und beweisen, wie die Energiewende vor Ort erfolgreich gestaltet werden kann.

Standort
Oettingen in Bayern ist eine Stadt im schwäbischen Landkreis Donau-Ries mit rund 5.400 Einwohnerinnen und Einwohnern.
Art des Projekts
Seit 2023 gibt es für die Stadt ein Klimaschutzkonzept. Ein Maßnahmenkatalog zeigt die Zielsetzung für die nächsten Jahre nach Prioritäten auf. Zu den Maßnahmen zählen beispielsweise PV-Anreize für Privathaushalte, eine obligatorische Installation von Wärmepumpen für Neubauten und die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden. Zudem soll unter anderem ein Ausbau und Umbau des Nahwärmenetzes und der Übertragungsnetze mit dem Ziel der Treibhausgasneutralität stattfinden. Wichtig ist der Stadt auch die Akzeptanzförderung.
Umsetzung
Die Stadt Oettingen hat sich mit der Nachhaltigkeitserklärung zu den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen der von den Vereinten Nationen 2015 verabschiedeten „Sustainable Development Goals“ (SDGs) bekannt und verpflichtet sich damit, in diesem Sinne zu handeln. Zur Unterstützung der Umsetzung gibt es einen Nachhaltigkeitsbeirat. Zudem berät der Beirat die Stadtverwaltung und den Stadtrat zu den Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz.
Bürgerinnen und Bürger, die ein zukunftsfähiges Oettingen mitgestalten möchten, können sich beim Arbeitskreis Nachhaltigkeit und Klimaschutz mit einbringen. Dort werden zahlreiche Aktionen organisiert, Öffentlichkeitsarbeit geleistet, Vorschläge unterbreitet und der Arbeitskreis hat eine beratende Funktion. Eines der Projekte des Arbeitskreises ist das Reparatur-Café, in dem elektrische und mechanische Geräte, kleinere Holzartikel, Kleidung/Textilien, Fahrräder und vieles mehr repariert werden können.
Nutzen
Der Arbeitskreis Nachhaltigkeit und Klimaschutz erstellt ein jährliches Monitoring zum PV-Ausbau. Für 2025 lässt sich insgesamt – wie auch im Jahr 2024 –ein kontinuierlicher Ausbau erkennen. Außerdem ist auch eine Abschätzung der bisherigen CO2-Einsparung durch den PV-Ausbau dargestellt. Schätzt man diese nach den Angaben des Umweltbundesamtes, so ergeben sich ca. 14.300 Tonnen/Jahr. Bei ca. 5400 Einwohnenden sind das pro Person 2,65 t/Jahr. Zum Vergleich: In Deutschland verursacht eine Person durchschnittlich 10,3 Tonnen CO2-Äquivalente (CO2e) im Jahr also etwa das Vierfache der oben genannten Einsparung.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Stadt Oettingen.
Eine Übersicht unserer Best Practice Beispiele finden Sie hier.
