Die Ökobilanz von Photovoltaikanlagen

Zur Ermittlung der Umweltwirkung von Windenergie- und Photovoltaikanlagen wurden bereits Studien durchgeführt – diese sind jedoch in Hinblick auf die technologischen Weiterentwicklungen bestimmter Komponenten veraltet oder decken nur einzelne Aspekte ab. Deshalb hat das Umweltbundesamt (UBA) eine Aktualisierung der Bewertung von Umweltwirkungen von Windkraft- und PV-Anlagen beauftragt. Kürzlich wurde der Abschlussbericht „Aktualisierung und Bewertung der Ökobilanzen von Windenergie- und Photovoltaikanlagen unter Berücksichtigung aktueller Technologieentwicklungen“ veröffentlicht.

Eines der Ergebnisse ist, dass sich eine möglichst lange Nutzung der Photovoltaik-Anlagen positiv auf das Ökobilanzergebnis auswirkt. Zudem werden die Umweltwirkungen von PV-Anlagen überwiegend in der Herstellungsphase verursacht. Das UBA gab zudem an in welchem Zeitraum sich die untersuchten Photovoltaikanlagen energetisch amortisierten. In Deutschland lägen diese zwischen 0,9 Jahren bei Cadmiumtellurid-Modulen und 2,1 Jahren bei monokristallinen Solarmodulen, inklusive aller Anlagenkomponenten wie Module, Wechselrichter und Unterkonstruktion.

Mit einem neuen Berechnungstool des UBA kann die Ökobilanz der eigenen Photovoltaik-Anlage nun individuell ermittelt werden. Neben verschiedenen Parametern lässt sich auch die Umweltwirkungskategorie wie Treibhaus- oder Versauerungspotenzial einstellen.