Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Die Wirtschaftlichkeit von Wärmepumpenanlagen wird von der Anfangsinvestition und den Stromkosten bestimmt. Die Kosten für die Errichtung einer Wärmepumpenheizung variieren stark und hängen vor allem von der genutzten Wärmequelle sowie dem Wärmebedarf und der entsprechenden Dimensionierung der Anlage ab. Die Betriebskosten wiederum hängen von der im Einzelfall erreichbaren Jahresarbeitszahl des Systems ab. So lassen sich zum Beispiel mit teureren Erdwärmesystemen aufgrund der hohen Jahresarbeitszahlen niedrigere Betriebskosten im Vergleich zu Luft-Wärmepumpen erreichen.

Eine falsche Dimensionierung der Anlage führt zu höheren Kosten. Wird die Anlage zu groß dimensioniert, verursacht das nicht nur unnötig hohe Investitionen, sondern aufgrund des schlechten Wirkungsgrads bei niedriger Auslastung auch höhere Stromkosten. Ist die Wärmepumpe zu klein dimensioniert, reicht die Energie nicht aus, um den gesamten Wärmebedarf zu decken und es wird eine zusätzliche Heizungsanlage (z. B. ein elektrischer Heizstab oder Pelletofen) benötigt. Ist das Quellsystem zu klein, sinkt das Temperaturniveau der Wärmequelle im Verlauf der Heizperiode, weil zu viel Wärme entzogen wird, was schließlich die Laufzeit der Wärmepumpe erhöht. Dadurch entstehen unverhältnismäßig hohe Kosten im Betrieb.

Tabelle 2 zeigt einen Vergleich der Wirtschaftlichkeit verschiedener Wärmepumpensysteme auf der Basis einer beispielhaften Berechnung. Grundlagen dieser Berechnung sind einerseits die Angaben in Tabelle 2 andererseits Annahmen zu Heizwärmebedarf, Nutzungsdauer, Kapitalzinssatz, Wartungskosten und Strompreis sowie Jahresarbeitszahlen, welche von gebräuchlichen Standards ausgehen und sich nach dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) richten. Die Standards werden in der Regel mit einem durchschnittlichen Betriebspunkt, ausgehend von der Temperatur der Wärmequelle definiert. Daraus ergibt sich die Bezeichnung „A2/W35“, welche zuerst die Wärmequelle „A = Air/Luft“ und deren Temperatur „2 = 2 °C“ im Betrieb beschreibt. „W35“ definiert die Wärmesenke, also das Heizungssystem, hier mit „W = Water/Wasser“ und der Vorlauftemperatur von 35 °C. Eine Sole/Wasser-Wärmepumpe wird entsprechend mit „B10/W35“ beschrieben, was sich aus „Brine“ (englisch für Sole) und der Temperatur des Erdreichs ergibt.

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Die Zahlen verdeutlichen den Einfluss der niedrigeren Jahresarbeitszahl bei Luft/Wasser-Wärmepumpen: Je höher der Strompreis, desto schwerer wiegt der Effizienz-Nachteil von Luft/Wasser-Wärmepumpen. Um die Betriebskosten der Wärmepumpe zu senken, lohnt sich daher die Kombination der Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage . Damit kann der benötigte Strom teilweise selbst erzeugt werden.
Stadtwerke bieten häufig vergünstigte Stromtarife für Wärmepumpen an. Diese sind meist an die Bedingung geknüpft, dass die Anlagen durch den Stromversorger während sogenannter Sperrzeiten für bis zu sechs Stunden pro Tag (z. B. zwei Mal drei Stunden) abgeschaltet werden können, um damit auf eventuelle Hochlastzeiten zu reagieren. Auch bei den Wärmepumpentarifen sollte der Wärmepumpenbetreiber darauf achten, dass der gelieferte Strom aus Erneuerbaren Energien stammt.

Informationen zur Förderung von Wärmepumpen finden Sie auf unserer Homepage in der Infothek.
Der Förderrechner des Bundesverbandes Wärmepumpe gibt eine erste Einschätzung über die Höhe des Förderbetrages.


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