Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


 

IMG 4063Unter "Nachhaltige Beschaffung" versteht man einen Prozess, Produkte und Dienstleistungen zu beschaffen, die von der Herstellung bis zur Entsorgung, unter Berücksichtigung sozialer, ökologischer und ökonomischer Aspekte, geringere Folgen für die Umwelt haben, als vergleichbare Produkte und Dienstleistungen.

In den letzten Jahren nimmt das Thema "Nachhaltige Beschaffung" einen immer höheren Stellenwert ein. Auch öffentliche Auftraggeber haben im Bereich des Beschaffungswesens eine enorme Marktmacht von geschätzten 260 Mrd. Euro jährlich. Dieser Markt birgt ein riesiges Potential, nachhaltige Konzepte umzusetzen. Durch die Nutzung nachhaltiger Produkte in der Beschaffung können Kommunen, Städte, Landkreise und öffentliche Institutionen mit gutem Beispiel vorangehen – zum Schutz der Umwelt, des Klimas und natürlich der Menschen in den Produktionsländern.

Nachhaltigkeit ist ursprünglich ein Begriff aus der Forstwirtschaft:

Hans-Karl von Carlowitz formulierte vor dreihundert Jahren, im Jahre 1713 das Prinzip der Nachhaltigkeit in seinem Buch über die Ökonomie der Waldkultur "Silvicultura oeconomica„:

"Schlage nur so viel Holz ein, wie der Wald verkraften kann! So viel Holz, wie nachwachsen kann!"

Dieses Prinzip aus der Forstwirtschaft läßt sich auf alle Ressourcen übertragen und ist in der heutigen Zeit mindestens so aktuell wie vor 300 Jahren.


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