Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz sind meist hochrentabel. Ob die identifizierten Maßnahmen im Unternehmen wirtschaftlich umgesetzt werden können, lässt sich durch verschiedene betriebswirtschaftliche Kennzahlen ermitteln. Dabei werden optimaler Weise nicht nur die Anfangsinvestitionen beachtet, sondern auch die Folgekosten über den kompletten Lebenszyklus (Betrieb und Wartung).
Meist werden Investitionen nur getätigt, wenn die Amortisationszeit sehr gering ist, d. h. das investierte Kapital durch die Einsparungen innerhalb kürzester Zeit refinanziert wird. Diese Kennzahl ist ein Maß für das Risiko der Investition und gibt an, wie lange das investierte Kapital gebunden ist. Eine einfache statische Berechnung nach folgender Formel ohne Abzinsung gibt einen ersten Anhaltspunkt.

Amortisationszeit [Jahre] = Investition [€] / Kosteneinsparung [€/Jahr]

Entscheidend ist allerdings nicht nur die Amortisationszeit, sondern auch die Kapitalrendite. Diese setzt in einer einfachen Rechnung die Investition in Relation zur erzielten Einsparung und gibt in Abhängigkeit von der Restnutzungsdauer die interne Verzinsung des eingesetzten Kapitals an. Je länger die Restnutzungszeit, also die Zeitspanne nach Erreichen der Amortisation (Break Even Point), desto rentabler ist eine Investition.

Kapitalrendite [%] = (Kosteneinsparung [€/Jahr] / Investition [€]) x 100

Eine vereinfachte statische Berechnung der Amortisationszeit und der Kapitalrendite nach den genannten Formeln ergibt bereits erste Anhaltspunkte zum Risiko und zur Rentabilität einer Investition. Die Investitionsentscheidung sollte allerdings von einer detaillierteren, dynamischen Wirtschaftlichkeitsberechnung mit Sensitivitätsanalysen abhängig gemacht werden, um z. B. die Auswirkungen schwankender Energiepreise abzubilden.

Die folgende Grafik zeigt die interne Verzinsung abhängig von der Anlagennutzungsdauer für unterschiedliche Amortisationszeiten. Viele Unternehmen setzen Amortisationszeiten von weniger als drei Jahren (grüner Bereich in der Abbildung) und eine Kapitalrendite größer 10 % (grüner und gelber Bereich in der Abbildung) bei Investitionsentscheidungen voraus. Dadurch werden rentable Investitionen, die sich erst nach drei Jahren amortisieren oder weniger als 10 % Rendite erwirtschaften, meist nicht getätigt. Dabei besteht die Möglichkeit diese z. B. durch Contracting oder Crowdfunding zu realisieren, um das Risiko nicht selbst tragen zu müssen. Außerdem lässt sich der Zusatznutzen, z. B. bessere Sichtbedingungen am Arbeitsplatz oder optimale Produktpräsentation durch eine Modernisierung der Beleuchtung, meist schwer in Geldwerte fassen.

Geforderte Amortisationszeit


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