Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Schmuckbild Wirtschaftlichkeit 2Grundsätzlich arbeitet ein Biomasse-Heizwerk wirtschaftlich, wenn die Kosten für die bereitgestellte Wärme durch die Erlöse aus dem Wärmeverkauf gedeckt werden. Da sich der Marktpreis überwiegend an einer Wärmebereitstellung aus Heizöl und Ergas orientiert, wird die Wirtschaftlichkeit von Biomasse-Heizwerken häufig auch im Vergleich mit einer Energiebereitstellung aus fossilen Energieträgern dargestellt. Die Berücksichtigung von Preissteigerungen kann hierbei hilfreich sein. Generell ist bei Biomasseheizwerken zu beachten, dass es sich um langfristige und relativ hohe Investitionen bei relativ moderaten verbrauchsgebundenen Kosten handelt.

Eine der grundlegenden Fragestellungen bei jedem Wärmeversorgungsprojekt ist die Frage nach den Kosten der bereitgestellten Wärme. Der Investor möchte wissen, wieviel die vom Biomasseheizwerk bereitgestellte Megawattstunde (MWh) Wärme in ihrer Erzeugung kostet, um daraus einen kostendeckenden Wärmepreis zu bilden. Die Kosten dürfen im Vergleich zu anderen Varianten der Wärmeversorgung nicht zu hoch sein, und sie dürfen auch später nicht bei Wohnungseigentümern und Mietern zu erhöhten Betriebskosten führen. Auch bei einer Eigenversorgung gilt es, die Kosten im Auge zu behalten.

Den Wärmegestehungskosten stehen Einnahmen unter anderem aus Baukostenzuschüssen und dem Verkauf der Wärme gegenüber. Es sollte mindestens eine Kostendeckung erreicht werden. Der Wärmepreis wird häufig anhand von Wärmelieferverträgen vereinbart.

Für die Finanzierung von Biomasse-Heizwerken können neben Eigenmitteln und Fremdmitteln auch Anschlusskostenbeiträge und Fördermittel eingesetzt werden.

Schmuckbild Geld AusschnittDie maximalen Höhen der Anschlusskostenbeiträge sind in der AVBFernwärmeV festgelegt. Sie gliedern sich auf in Baukostenzuschüsse für das Hauptnetz (max. Höhe 70% der Investitionen für das Hauptnetz) und Hausanschlusskosten (max. Höhe 100% der Investitionen, Beginn: Abzweigstelle des Hauptnetzes, Ende: Übergabestation). In der Praxis wurden Anschlusskostenbeiträge nur selten in der vorgegebenen maximalen Höhe erhoben. Stattdessen wurde ein höherer Wärmepreis ausgehandelt, was den Vorteil hat, dass die Wärmekunden über den Wärmeverbrauch eine größere Selbstbestimmung über die jährlichen Gesamtkosten haben.

Bei der Beantragung von Fördermitteln ist zu beachten, dass vor einer Bewilligung oder einer Zusage zum vorzeitigen Baubeginn mit der Maßnahme nicht begonnen werden darf. Hier gilt der allgemeine Grundsatz, dass nichts gefördert wird, was es schon gibt. Als Maßnahmenbeginn gilt in der Regel der Abschluss eines Lieferungs- oder Leistungsvertrags. Planerische Vorleistungen sind hier ausgenommen, wenn sie als Bestandteil eines Förderantrages gefordert werden.

Die Möglichkeiten zur finanziellen Förderung von Biomasse-Heizwerken sind vielfältig. Hierzu wird auf unsere Seite Förderung unter der Rubrik Infothek verwiesen.

Insbesondere kommen folgende Förderprogramme in Frage:


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