Heidenrod – Klimaschutz und Erneuerbare Energien vor Ort

In einer Zeit, in der Klimaschutz und nachhaltige Energie immer wichtiger werden, zeigt C.A.R.M.E.N. e.V. Kommunen, die mit innovativen Projekten und engagiertem Handeln eine Vorreiterrolle übernehmen. Diese Gemeinden setzen neue Maßstäbe und beweisen, wie die Energiewende vor Ort erfolgreich gestaltet werden kann.

Best Practice des Monats: 
C.A.R.M.E.N. e.V. stellt Kommunen vor, die Energiewende und Klimaschutz aktiv gestalten.

Standort

Heidenrod ist eine Gemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Hessen mit rund 8.500 Einwohnerinnen und Einwohnern.

Art des Projekts

Ausbau Erneuerbarer Energien und Umsetzung eines kommunalen Klimaschutzkonzepts mit dem Ziel, den CO₂-Ausstoß deutlich zu reduzieren und langfristig eine weitgehend klimaneutrale Energieversorgung zu erreichen. Dabei setzt die Gemeinde vor allem auf Windenergie, Photovoltaik, Energieeffizienz sowie Bürgerbeteiligung an Klimaschutzmaßnahmen.

Umsetzung

Die Gemeinde hat frühzeitig mit dem Ausbau Erneuerbarer Energien begonnen und bereits mehrere große Projekte realisiert. Im Gemeindegebiet wurden insgesamt 17 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 46 MW errichtet. Diese Anlagen erzeugen jährlich über 140 Millionen Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Quellen und können damit den Strombedarf von etwa 40.000 Haushalten decken. Zusätzlich wurde ein Solarpark mit einer Fläche von rund 25.000 m² errichtet, der ebenfalls zur regionalen Stromproduktion beiträgt. Die Gemeinde ist außerdem direkt an der Betreibergesellschaft eines Windparks beteiligt und erzielt dadurch Einnahmen aus dem Betrieb der Anlagen. Parallel dazu wurde die Bevölkerung frühzeitig in die Planungen einbezogen, etwa durch Bürgerbefragungen und Dialogformate zur Energiewende. Ergänzend zu den Energieprojekten setzt die Kommune auf weitere Klimaschutzmaßnahmen wie kostenlose Energieberatungen für Hausbesitzer, um energetische Sanierungen und klimafreundliche Heizsysteme zu fördern.

Nutzen

Durch den Ausbau Erneuerbarer Energien erzeugt die Gemeinde ein Vielfaches ihres eigenen Strombedarfs klimafreundlich und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energiewende. Gleichzeitig profitiert die Kommune finanziell von den Windenergieprojekten: Einnahmen aus Beteiligungen, Pacht und Gewerbesteuern stärken den Gemeindehaushalt und ermöglichen Investitionen in Infrastruktur und öffentliche Einrichtungen. Darüber hinaus stärkt die aktive Bürgerbeteiligung die Akzeptanz der Energiewende vor Ort und trägt dazu bei, Klimaschutzmaßnahmen langfristig erfolgreich umzusetzen.

Weitere Informationen finden Sie im Klimadashboard der Gemeinde Heidenrod, auf der Website der Windmesse zu den Windenergieprojekten sowie bei dem Bundesverband WindEnergie zu den lokalen Windparks.

Eine Übersicht unserer Best Practice Beispiele finden Sie hier.