Der wirtschaftliche und ökologische Wert der Schafwolle in Deutschland wird unterschätzt. Der Verkaufserlös deutscher Wolle deckt meist nicht die Kosten der Schur. Mehr als 30 % der Wolle werden derzeit nicht verwertet. Für diese Fasern gibt es keine geeigneten Produktanwendungen oder Vermarktungsstrategien.
Gleichzeitig sinken die Bestände an Schafen. Damit wird auch der wichtige Beitrag der Schafhaltung eingeschränkt: die Landschaftspflege, der Küstenschutz und die Erhaltung der Biodiversität.
Im Kontrast dazu steigt die Nachfrage nach Schaffleisch und natürlichen Faserstoffen in Europa. Diese höhere Nachfrage lässt sich aktuell nur durch steigende Importe decken. Daher wäre es wichtig, dass die regionale Erzeugung und Verarbeitung im Textilbereich an Bedeutung gewinnt.
Genau hier setzt das vorgestellte Forschungsprojekt EnzyWo an. Zentrales Ziel ist es, ungenutzte, oft grobe und farbige Wolle von in Deutschland gehaltenen Schafen als nachhaltige und regionale Ressource wertvoll und nutzbar zu machen.
Wie das gelingen könnte, zeigt Referentin Heike Blank von der Natural Fibers in Use GmbH in ihrem Vortrag am 25. November 2026 von 14:00 Uhr bis 15:00 Uhr.
Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung über das Portal Sewobe erforderlich.
Weitere Infos:
C.A.R.M.E.N. berät und informiert Sie gerne. Eine Übersicht zu Themen und Veranstaltungen zur Bioökonomie sowie unsere Ansprechpartner*innen finden Sie hier: https://www.carmen-ev.de/biooekonomie/
Unsere Aktivitäten und Informationen zu Schafwolle können Sie hier aufrufen: https://www.carmen-ev.de/tag/schafwolle/
Hier finden Sie weitere Informationen zu Schafwolle – ein Nachwachsender Rohstoff, viele Nutzungspfade: https://www.carmen-ev.de/schafwolle-ein-nachwachsender-rohstoff-viele-nutzungspfade, diese Übersichtsseite wird kontinuierlich ergänzt.
