Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Immer mehr Produkte werben damit, dass sie „biobasiert“ sind, d. h. aus Nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Um diese Marketingaussage überprüf- und messbar zu machen, hat DIN CERTCO, Berlin ein Zertifizierungssystem für biobasierte Produkte entwickelt. Die Untersuchungen basieren auf der sogenannten C14-Methode (Radiocarbonmethode bzw. Radiocarbondatierung), mit der der Kohlenstoffanteil, der aus Nachwachsenden Rohstoffen stammt (biogener Kohlenstoff), bestimmt werden kann.

Speziell für Kunststoffe und Kunststoffverpackungen existieren zwei europäische Normen, die DIN EN 13432 und 14995, nach denen die Kompostierbarkeit zertifiziert werden kann.

Hintergrund ist, dass die ersten modernen Biokunststoffe, die in den 1990er Jahren auf den Markt kamen, biologisch abbaubare bzw. kompostierbare Typen waren – diese Eigenschaft aber auch auf Basis eines anerkannten Standards nachweisbar sein sollte.

Produkte aus Nachwachsenden Rohstoffen sind für viele Verbraucher per se umweltverträglich – und werden von vielen Unternehmen auch so vermarktet. Ob die Gleichung "NAWARO = umweltverträglicher" als konventionell tatsächlich aufgeht, hängt aber von einer Reihe von Faktoren ab, wie z. B. den Anbaubedingungen der Rohstoffe oder dem Herstellungsverfahren des jeweiligen Produkts.


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