Holz aus regionaler Herkunft verbindet nachhaltiges Bauen mit Wertschöpfung vor Ort. Gerade in Bayern als “Holzland” bietet der Baustoff vielfältige Möglichkeiten für ressourcenschonende und zukunftsfähige Gebäude. Dem öffentlichen Bau kommt dabei eine besondere Vorbildfunktion zu: Mit Schulen, Verwaltungsgebäuden oder kommunalen Einrichtungen kann die öffentliche Hand zeigen, wie regionale Materialien verantwortungsvoll, wirtschaftlich und qualitätsvoll eingesetzt werden.
Ganz im Sinne einer zirkulären Bioökonomie, also eines werterhaltendem Wirtschaften, lassen sich auch im Bereich der Holznutzung verschiedene Weiterverwendungsmöglichkeiten der anfallenden Reststoffen wie etwa Sägemehl, Hobelspäne und Verschnitt aufschließen. Je nach Qualität und Reinheit eignen sie sich beispielsweise für Holzwerkstoffplatten, Dämmstoffe oder die Herstellung von Pellets und Briketts. So lassen sich regionale Stoffkreisläufe stärken, Abfälle vermeiden und der Rohstoff Holz möglichst vollständig nutzen. Wie genau das gelingen kann zeigt die neue Folge unserer Podcast-Reihe “Die Wertschöpfer”.
Die Wertschöpfer: Folge 5 “Haus aus Hoiz”
Die neue Folge beschäftigt sich damit, wie aus heimischem Holz nicht nur im Holzbau, sondern bis hin zur Weiterverarbeitung der Späne zu einem natürlichen Dämmstoff regionale Wertschöpfung entsteht. Außerdem zeigt sie mit einem Praxisbeispiel wie auch Kommunen mit regionalem Holz und Eigenholz nachhaltig bauen können. Teresa Hofmann (C.A.R.M.E.N. e.V.) ist dazu im Gespräch mit Johannes Haidn von der Eiler Holzbau GmbH sowie mit Gerhard Weber, Bürgermeister der Gemeinde Auerbach und Isabella Limbrunner (wissenschaftl. Mitarbeiterin der HSWT).

Weitere Informationen rund um Holzbau, Naturdämmstoffe und regionales Bauen gibt es auch auf der entsprechenden Themenseite www.carmen-ev.de/nachhaltig-bauen-und-sanieren/.
Neben aktuellen Hinweisen und Veranstaltungshinweisen finden sich dort auch weiterführende Broschüren wie etwa die Publikation “Regionalität ist messbarer Umweltvorteil in der Bauvergabe”. Die Fachinformation zeigt auf, wie transportbedingte Treibhausgasemissionen von Holz systematisch in öffentliche Bauvergaben integriert werden können. Die Publikation ist damit ein praxisnahes Instrument, um Klimaschutzkriterien im Bausektor messbar, transparent und diskriminierungsfrei zu gestalten.
