Biogas aus Wirtschaftsdüngern – Investitionsförderung für den Klimaschutz
Online-Seminar zu Förderrichtlinie und Antragsverfahren
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) plant eine Richtlinie zur „Förderung von Investitionen in emissionsmindernde Maßnahmen bei der Vergärung von Wirtschaftsdüngern“. Ziel ist es, die Vergärung von Wirtschaftsdüngern zu steigern und Emissionen aus dem Wirtschaftsdüngermanagement zu senken. Um Ihnen die einzelnen Förderschwerpunkte und das Antragsverfahren der Richtlinie zu erläutern, lädt die FNR am 28.04.2026 um 13:00 Uhr zu einem Online-Seminar ein. Das Seminar wird ausreichend Zeit für Ihre individuellen Fragen bieten.
Tierische Exkremente wie Gülle, Jauche, Mist oder Hühnertrockenkot sind wertvolle organische Dünger, ihre offene Lagerung und Ausbringung setzt jedoch klimarelevante Methanemissionen in einer Größenordnung von rund 220.000 Tonnen jährlich frei. Die Biogastechnologie ist die einzige technisch und wirtschaftlich etablierte Lösung zur Reduzierung dieser Emissionen, die zusätzlich erneuerbare Energie bereitstellt.
Derzeit wird in Deutschland lediglich ein Teil des Wirtschaftsdüngeranfalls zur Energieerzeugung in Biogasanlagen genutzt, was bereits treibhausgasrelevante Emissionen in einer Größenordnung von etwa 1,5 Mio. Tonnen CO2-Äquivalenten vermeidet. Die geplante Förderrichtlinie soll einen Beitrag dazu leisten, diesen Anteil zu steigern und mit Wirtschaftsdüngern verbundene, klimarelevante Emissionen zu senken. Förderfähig sind z. B. die Umrüstung von Bestandsanlagen, spezifische Anlagenteile für Biogas-Neuanlagen, die gasdichte Abdeckung von Gärrestlagern, Investitionen bei den Miteigentümern von gemeinschaftlichen Anlagen für Wirtschaftsdüngervergärung und Rohgasaufbereitung sowie sonstige Maßnahmen zur Erhöhung des Wirtschaftsdünger-Einsatzes und Emissionsminderung an Biogasanlangen. Die Antragstellung erfolgt bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR).
Zielgruppe
Zielgruppen sind in erster Linie Biogasanlagenbetreiber und Landwirte. Darüber hinaus richtet sich die Veranstaltung auch an Berater, Planungsbüros, Biogasanlagenhersteller und Zulieferfirmen, behördliche Einrichtungen und Politik, Wissenschaftler und sonstige Interessenten.
