Förderaufruf „Europäische Zusammenarbeit in der industriellen Biotechnologie – Eureka Biotech-Call for Network Projects“

Die europäische und internationale Vernetzung wichtiger Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft ist unverzichtbar und birgt auch für die Schlüsselbranche Biotechnologie großen Mehrwert. Biotechnologische Verfahren sollen fossile Rohstoffe ersetzen, CO2 nutzen oder neue Lebensmittel ermöglichen. Doch viele Ansätze scheitern nicht an der Idee, sondern am Schritt in Richtung industrieller Umsetzung. Hier setzt der Förderaufruf „Europäische Zusammenarbeit in der industriellen Biotechnologie – Eureka Biotech-Call for Network Projects“ in Zusammenarbeit mit dem Eureka-Netzwerk an.

Wer kann beantragen?

Laut Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) richtet sich der Förderaufruf an kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

Verbundvorhaben in Zusammenarbeit zwischen KMU und weiteren wissenschaftlichen und/oder industriellen Partnern sind möglich, Konsortien ohne KMU-Beteiligung auf deutscher Seite sind nicht förderfähig. Bei diesem Förderaufruf ist ein signifikanter Beitrag der beteiligten KMUs in den Verbundvorhaben verpflichtend. Voraussetzung zur Förderung ist die Zusammenarbeit von mindestens zwei Partnern aus zwei unterschiedlichen Eureka-Partnerländern, die sich an dem Call beteiligen. 

Ziel der Förderung

Innovative biotechnologische Verfahren und Produkte sollen durch die Zusammenarbeit mit europäischen und internationalen Partnerländern schneller in die industrielle Anwendung überführt werden.

Was wird gefördert?

Aus dem Förderaufruf geht hervor, dass anwendungsorientierte, vorwettbewerbliche Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (FuE) der industriellen Biotechnologie mit einem signifikanten Beitrag von KMUs gefördert werden. Die Vorhaben müssen dabei im Rahmen internationaler Eureka-Kooperationen durchgeführt werden.

Die FuE-Vorhaben müssen einen oder mehrere der in der Rahmenbekanntmachung „Zukunftstechnologien für die industrielle Bioökonomie” dargestellten Themenbereiche adressieren:

  • Nachhaltige Bioprozesse für die Industrie
  • Neuartige bioökonomische Produkte
  • Disruptive Ansätze der industriellen Bioökonomie

Der Förderaufruf hebt klar die Bedarfe der Industrie hervor.  Die zu entwickelnden Produkte oder Verfahren müssen eine hohe industrielle Verwertbarkeit aufweisen. Darüber hinaus zielt der Förderaufruf auf eine Erhöhung des technologischen Reifegrades (TRL) der Produkte bzw. Verfahren ab.

Antragsverfahren

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt:

  1. Vorlage und Auswahl von Verbundprojektskizzen bei Eureka. Die internationalen Konsortien reichen ihre Projektskizze in englischer Sprache über das Eureka-Portal ein. Deadline für die Einreichung ist der 25. September 2026.
  2. Vorlage förmlicher Förderanträge und Entscheidungsverfahren.

Ansprechpartner für den Förderaufruf auf deutscher Seite (Projektträger Jülich):

Quellen und weitere Informationen

Förderaufruf des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt:
https://www.bmftr.bund.de/SharedDocs/Bekanntmachungen/DE/2026/03/2026-03-31-foerderaufruf-industrielle-biotechnologie.html?nn=916334#a2

Beitrag auf Bioökonomie.de:
https://biooekonomie.de/nachrichten/neues-aus-der-biooekonomie/foerderaufruf-staerkt-kmu-der-industriellen-biotechnologie


Bleiben Sie informiert!

C.A.R.M.E.N. e.V. berät und informiert Sie gerne. Eine Übersicht zu Carbon Capture and Utilization sowie unsere Ansprechpartnerinnen finden Sie hier: https://www.carmen-ev.de/carbon-capture-and-utilization/


Informationen zum abgeschlossenen Cross-Cluster-Projekt CCU in Bayern sind hier einsehbar: https://www.carmen-ev.de/2026/03/12/projektergebnisse-des-cross-cluster-projekts-ccu-in-bayern-handlungsempfehlungen-fuer-eine-nachhaltige-co%e2%82%82-nutzung/

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