17. Steinfurter Bioenergiefachtagung
Seit vielen Jahren kommen zahlreiche Experten aus dem Bereich der erneuerbaren Energien und insbesondere der Bioenergien in Steinfurt zu der Bioenergiefachtagung zusammen. Der Fachbereich Energie · Gebäude · Umwelt lädt zu dieser wichtigen Veranstaltung ein.
Die Bioenergie steht vor einer strategischen Neuverortung: Die EU strebt bis 2030 mehr als 360 Terrawattstunden Biomethan pro Jahr an – ein Kernelement der REPowerEU-Agenda für Versorgungssicherheit und Klimaschutz. Deutschland setzt parallel ein 7,9-Mrd.-€-„Biomassepaket“ um, das Strom- und Wärmeerzeugung aus Biomasse gezielt stärken soll. Zugleich wächst der Bedarf an erneuerbaren Gasen im Industrie- und Gebäudebereich, weil Heizsysteme schrittweise mit steigenden Anteilen von Biomethan oder Wasserstoff betrieben werden müssen. Für Wärmenetze gibt das Wärmeplanungsgesetz klare Leitplanken: neue Netze ab 2025 mit mind. 65 % erneuerbarer Wärme bzw. Abwärme, bestehende Netze bis 2030 mit mind. 30 %. Bioenergie kann hier – nachhaltig eingesetzt – eine verlässliche, regelbare Komponente sein. Darüber hinaus zeigen Studien, dass die Flexibilisierung bestehender Biogasanlagen Systemlücken reduziert und Versorgungssicherheit kosteneffizient stützt – gerade in wind- und sonnenarmen Zeiten.
Diese Tagung bündelt deshalb drei Schwerpunkte:
(1) neue Verwertungswege für Biomethan und seine Rolle in zukünftigen Energiesystemen,
(2) politische und marktliche Rahmen, von EU-Zielen bis zur nationalen Umsetzung,
(3) Praxis: Wärme, Flexibilität und regionale Clusterlösungen.
