Liebe Leserinnen und Leser,
alles wird teurer – auch Pellets, wie unser Preisindex zeigt. Der Preisvergleich mit anderen Energieträgern macht jedoch deutlich: Der Abstand zu den fossilen Brennstoffen Heizöl und Erdgas wird tendenziell eher größer. Die Preisentwicklungen zeigen damit, dass der Einsatz erneuerbarer Energien in der Wärmeerzeugung auch wirtschaftlich sinnvoll sein kann. Darüber hinaus gewinnen neben Klimaschutz weitere Argumente an Bedeutung: Unabhängigkeit, regionale Wertschöpfung und Resilienz. Bei der erneuerbaren Energieerzeugung im ländlichen Raum haben wir damit einige Trümpfe in der Hand. Und wird tatsächlich alles teurer? Holzhackschnitzel zeigen weder starke Preisausschläge noch haben sie sich in den vergangenen Jahren wesentlich verteuert. Ihr Preis liegt aktuell auf dem Niveau von vor zehn Jahren – ganz ohne Tankrabatt.
Im November setzen wir mit unserem diesjährigen Themenmonat „Erneuerbare Energien in der Landwirtschaft“ dementsprechend ein deutliches Zeichen für die Synergien zwischen landwirtschaftlicher Produktion und Energiegewinnung. Für den Standort Bayern bietet dieser Ansatz große Chancen, die lokale Wertschöpfung zu stärken und gleichzeitig die Klimaziele konsequent zu verfolgen.
In den kommenden Wochen liegt zudem ein besonderes Augenmerk auf dem Holzbau. Mit unserer Präsenz im Allgäu – unter anderem beim „Laubholz-Dialog“ – fördern wir den direkten Austausch über innovative Lösungen und neue Nutzungsmöglichkeiten. Auch die Diskussion beim „Forum Erneuerbare Kraftstoffe“ in Straubing hat gezeigt, wie entscheidend die Verknüpfung von Forschung, Politik und Wirtschaft für eine erfolgreiche und regional verankerte Energiewende ist.
Wir möchten Sie ermutigen, diese Impulse aufzugreifen und die Diskussion aktiv mitzugestalten. Chancen dazu finden Sie unter anderem in unserem Veranstaltungskalender. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen die Weichen für eine nachhaltige Zukunft zu stellen.
Mit besten Grüßen i.V. Christian Leuchtweis stellv. Geschäftsführer von C.A.R.M.E.N. e.V. |