Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Rapsöl-Bitumen-Emulsionen haben gegenüber konventionellen Produkten zwei wichtige Vorteile in Punkto Umwelt- und Gesundheitsschutz: Einerseits wirkt Rapsöl im Bitumen als Fluxmittel, d. h. es besitzt weichmachende Wirkung. Dadurch können flüchtige, z. T. gesundheitsschädliche Fluxmittel substituiert, gleichzeitig wird die Verarbeitbarkeit spröder Bitumensorten verbessert. Andererseits wird das im Rapsöl „gebundene“ Kohlen­dioxid dauerhaft im Straßenbaukörper gespeichert (CO2-Senke!) und damit dem Treibhauseffekt entgegengewirkt.

Da für 1 qm Straßenoberfläche die Raps­ölmenge von rund 1 qm Rapsfeld verbraucht wird, können ca. 0,6 kg Kohlendioxid pro qm Straße gebunden werden. Würden 10 % des deutschen Straßennetzes aus Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen (rund 3 Mrd. qm) im 12-Jahres-Rhythmus mit RapsAsphalt erneuert, könnten der Atmo­sphäre auf diesem Wege jedes Jahr dauerhaft 15.000 t Kohlendioxid entzogen werden. Betrachtet man das gesamte Potenzial Nach­wachsender Rohstoffe im Baubereich, liegt das vorhandene CO2-Einsparungspotenzial um ein Vielfaches höher.