Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Naturstoffe wie Holz zeigen extrem unterschiedlich lange Haltbarkeit. In neuseeländischen Sümpfen konnten unversteinerte Holzstämme mit einem geschätzten Alter von bis zu 50.000 Jahren entdeckt werden. Das zeigt sehr deutlich, dass die biologische Abbaubarkeit von Naturmaterialien, aber eben auch von Chemikalien oder Kunststoffen, stark von den herrschenden Umweltbedingungen und der Anwesenheit von Saprobionten (Organismen die organische Substanzen zersetzen können) abhängig ist. Auch Faktoren wie Temperatur, Feuchtigkeit, pH-Wert und Schichtdicke und Oberfläche des Gegenstandes spielen eine wichtige Rolle bei der Geschwindigkeit eines biologischen Abbauprozesses.

 

Für die biologische Abbaubarkeit von Kunststoffen spielt die Rohstoffherkunft, also die Tatsache ob fossile oder nachwachsende Rohstoffe bei der Herstellung des Produkts verwendet wurden, keine Rolle. Entscheidend dafür, ob ein Material biologisch abbaubar ist, ist nur seine chemische Struktur. Nur wenn Saprobionten bzw. deren Enzyme die Moleküle, aus denen der Kunststoff besteht, spalten und vollständig zersetzen können, ist dieser auch biologisch abbaubar. Entscheidend ist auch ob der Abbau bis zur vollständigen Mineralisierung fortschreitet, so dass die organische Verbindung bis hin zu anorganischen Stoffen wie Kohlendioxid, Sauerstoff und Mineralien zerlegt wird oder ob abbaustabilen Transformationsprodukten übrig bleiben.

  Vincotte biodegradable nebeneinander


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