Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Tomate im Biomüll webBioabfallbeutel sind eines der marktgängigsten Produkte aus kompostierbaren Kunststoffen. Grund hierfür ist ihr praktischer Nutzen für die Verbraucher/-innen. Denn gegenüber anderen Alternativen wie Zeitungspapier oder Papiertüten erleichtern sie es deutlich, Bioabfälle im Haushalt komfortabel und sauber zu sammeln.

Bioabfallbeutel aus kompostierbaren Kunststoffen sind nassreißfest und bauen sich in Kompostanlagen vollständig zu Kohlendioxid, Wasser und Mineralien ab. Sie können laut Bioabfallverordnung über die Biotonne entsorgt werden - sofern sie nach der DIN EN 13432 zertifiziert sind. Erkennbar sind sie am "Kompostierbarkeitslogo".

Bei vielen Kommunen besteht trotz Zertifizierung Unsicherheit darüber, ob sie Beutel aus kompostierbaren Kunststoffen in ihrem Gebiet zulassen sollen. Hintergrund ist zum einen, dass es teilweise große verfahrenstechnische Unterschiede zwischen den Kompostanlagen-Typen gibt. Zum anderen sind die Rottezeiten in der Kompostpraxis teils wesentlich kürzer als die in der DIN EN 13432 geforderten 12 Wochen.

Laut einer Markstudie des nova-Instituts, wurden in Europa im Jahr 2015 100.000 Tonnen biologisch abbaubare und kompostierbare Kunststoffe verbraucht. Rund 70% der Produkte am Markt sind kompostierbare Beutel und Taschen, ein Großteil davon Bioabfallbeutel und Tragetaschen. Die zweitgrößte Produktgruppe sind mit 20% Marktanteil Verpackungen.


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