Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Der bauphysikalische Kennwert für den sommerlichen Wärmeschutz ist die spezifische Wärmekapazität c in J/(kg*K). Er beschreibt die Energieaufnahme pro kg Dämmstoff und pro Kelvin Temperaturänderung. Je höher der Wert, umso mehr Wärme kann der Dämmstoff speichern. Die Wärmekapazität erhöht sich sogar mit höherem Wassergehalt.

Naturfaserdämmstoffe sind sehr gute Wärmespeicher (Wärmekapazität 1600-2100 J/(kg*K)) im Gegensatz zu Mineralwolle (Wärmekapazität 800-1000 J/(kg*K)). Sie verfügen z.T. über hohe Rohdichten und niedrige Wärmeleitfähigkeiten. So wird der Wärmeeintrag in die Wohnung zeitlich verzögert und die Räume bleiben länger kühl. 

Die im Winter notwendige gute Dämmung der Gebäudehülle kann im Sommer unter Umständen bei Energiezufuhr durch die Sonne durch verglaste Flächen zur Überhitzung des Gebäudeinneren führen. Daher ist es bei gut gedämmten Gebäuden notwendig, auf ausreichenden sommerlichen Wärmeschutz zu achten. Das fängt mit der Wahl des geeigneten Dämmstoffes an: hier sind Produkte mit hohen Raumgewichten und/ oder hoher Wärmekapazität zu bevorzugen. Produkte aus Holzfaser sowie Zellulose entsprechen den Anforderungen besonders gut. Da in Leichtbauten die hohen Speichermassen fehlen, müssen hier die Dämmstoffe diesen Nachteil ausgleichen.

Die Bauteile sollten eine Phasenverschiebung von 10-14 Stunden gewährleisten. Die Phasenverschiebung gibt die Zeitspanne an, bis die höchste Tagestemperatur das Bauteil von der Außenseite zur Innenseite durchwandert hat und dort die Wärme zudem stark gedämpft (Temperaturamplitudendämpfung) an den Innenraum abgibt. Der Naturdämmstoff Holzfaser erfüllt beide Anforderungen in besonderem Maße.


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