Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Im winterlichen Wärmeschutz sind die Dämmeigenschaften von Naturdämmstoffen vergleichbar mit denen konventioneller Produkte.

Der bauphysikalische Kennwert für den winterlichen Wärmeschutz ist die Wärmeleitfähigkeit λ (Lambda) in W/(m*K). Er gibt die Wärmemenge (in Ws) an, sie in 1 s durch eine 1 m dicke Stoffschicht der Fläche 1 m2 fließt, wenn der Temperaturunterschied 1 K ist. Je kleiner der λ-Wert, desto besser ist die Dämmwirkung. λ-Werte, die kleiner als 0,050 W/(m*K) sind, garantieren gute wärmedämmende Eigenschaften.

Die Wärmeleitfähigkeitswerte der Naturdämmstoffe gleichen denen von Mineralwolle und Polystyrol. Dieser Wert wird auf der Verpackung als „Wärmeleitgruppe“ (WLG) angegeben und liegt bei Naturdämmstoffen derzeit bei etwa 040 bis 050. Je niedriger die WLG, desto besser ist die Dämmwirkung und desto dünner kann die Dämmschichtdicke sein.

Naturdämmstoffe bieten mitunter sogar besseren winterlichen Wärmeschutz als die in gleicher Wärmeleitfähigkeitsklasse eingestuften konventionellen Dämmstoffe. Sie sind nämlich in der Lage bis zu 35 % Feuchtegehalt aufzunehmen, ohne dass sie ihre Dämmkraft einbüßen.

Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) in W/(m²*K) eines Bauteils hängt hauptsächlich von der Wärmeleitfähigkeit λ der verwendeten Baustoffe und ihrer jeweiligen Schichtdicke d ab. Je kleiner der U-Wert, umso besser ist die wärmedämmende Eigenschaft des betrachteten Bauteils. 


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