Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Ein 4-Personen-Haushalt gibt täglich etwa 10 Liter Wasser in Form von Wasserdampf an die Raumluft ab. Das sind zum einen Verdunstungsverluste durch die Atmung, aber auch durch Innenraumpflanzen sowie entstehende Feuchte durch Kochen und Waschen. Bei der heute im Neubau üblichen luftdicht ausgeführten Gebäudehülle fördert hohe Luftfeuchtigkeit die Schimmel- und Schwammbildung durch Keime, Pilze und Algen.

Im Gegensatz zu synthetischen und mineralischen Dämmstoffen wie Glas-, Steinwolle und Polystyrol können Naturfaserdämmstoffe aufgrund ihrer natürlichen Faserstruktur Feuchtigkeit aufnehmen, speichern und wieder abgeben. Dämmstoffe aus Nachwachsenden Rohstoffen verfügen über ein außergewöhnlich gutes Feuchtigkeitsmanagement. Sie weisen eine sehr gute Diffusionsfähigkeit sowie eine hohe Sorptionsfähigkeit auf und können auch sporadische Feuchteereignisse puffern, was folgendes Schaubild verdeutlicht (Quelldaten: Fraunhofer Institut für Bauphysik 2010). 

sorptionsfeuchten

In eingebautem Zustand nehmen die Dämmstoffe aus Nachwachsenden Rohstoffen eine Gleichgewichtsfeuchte an, die je nach Witterung und Jahreszeit variiert. Diese Feuchtepufferwirkung hilft sogar Bauschäden zu vermeiden: z. B. neue Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) mit Holzfaserwerkstoffen oder Korkdämmplatten verringern gegenüber Systemen mit Polystyrol (EPS) den unerwünschten biologischen Bewuchs auf gedämmten Fassaden.

Die bauaufsichtliche Zulassung fordert für Dämmstoffe aus Nachwachsenden Rohstoffen eine Ausrüstung gegen Schimmel. Aufgrund der eingesetzten Brandschutzmittel wie z. B. Borax wird dieser Schimmelschutz gleichzeitig erfüllt.

Mineralfaserprodukte sind im Gegenzug sogar weniger vor Pilzen und Bakterien geschützt, da diese zu 10-12 Gewichts-% aus organischen Bestandteilen (Phenolharz-Formaldehyde, Silikone, Öle) bestehen, die die Mineralfasern umhüllen. Bei Eindringen von Feuchtigkeit in die Dämmung ist demnach Bakterien- oder Pilzbefall möglich.

Naturfaserdämmstoffe 

  • regulieren das Raumklima, sorgen für warme Oberflächen und damit für Behaglichkeit.
  • eliminieren die Gefahr von Kondensation und daraus resultierende Schimmelpilzprobleme.
  • reduzieren die Gefahr des mikrobiellen Befalls bei richtiger Konstruktion und Verarbeitung (Fäulnissicherheit für Holzbauteile!).
  • sind sehr gut verträglich mit den natürlichen Materialien Holz, Lehm, und Kalk.
  • eignen sich auch für die Innendämmung.
  • verhindern in WDVS Schimmel- und Algenbildung an Fassaden.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok