Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Die Bauphysik behandelt die Übertragung von Wärme, Feuchte, Schall und Licht im Innern von Bauwerken, in den Bauteilen sowie in der unmittelbaren Umgebung eines Bauwerks. Im Folgenden werden bauphysikalische Phänomene erläutert, die im Zusammenhang mit Dämmstoffen aus Nachwachsenden Rohstoffen von essentieller Bedeutung sind.

Im winterlichen Wärmeschutz sind die Dämmeigenschaften von Naturdämmstoffen vergleichbar mit denen konventioneller Produkte.

Der bauphysikalische Kennwert für den sommerlichen Wärmeschutz ist die spezifische Wärmekapazität c in J/(kg*K). Er beschreibt die Energieaufnahme pro kg Dämmstoff und pro Kelvin Temperaturänderung. Je höher der Wert, umso mehr Wärme kann der Dämmstoff speichern. Die Wärmekapazität erhöht sich sogar mit höherem Wassergehalt.

Ein 4-Personen-Haushalt gibt täglich etwa 10 Liter Wasser in Form von Wasserdampf an die Raumluft ab. Das sind zum einen Verdunstungsverluste durch die Atmung, aber auch durch Innenraumpflanzen sowie entstehende Feuchte durch Kochen und Waschen. Bei der heute im Neubau üblichen luftdicht ausgeführten Gebäudehülle fördert hohe Luftfeuchtigkeit die Schimmel- und Schwammbildung durch Keime, Pilze und Algen.

Die allgemeine Wirkung von Wärmedämmung beruht nicht auf der Materialfaser an sich, sondern auf den Lufteinschlüssen im Dämmmaterial – so wie bei einem Wollpullover. Um ihre Dämmwirkung entfalten zu können müssen diese Luftkammern vor Luftbewegung geschützt werden. Sobald Wind durch den Pullover bläst, ist die schützende Wärmedämmung vorbei. Mit einer Windjacke darüber wird es wieder warm.


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