Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Naturharzdispersionsfarben

Heute sind Dispersionsfarben die gebräuchlichsten Wandfarben, da sie streichfertig angerührt sind und bequem verarbeitet werden können. Je nach Produkt punkten sie mit Scheuerbeständigkeit, Wisch- und zum Teil Waschfestigkeit. Sie können sowohl in Innenräumen, als auch an Fassaden sowie auf verschiedensten Oberflächen aus Putz, Holz, Tapete etc. verarbeitet werden. In Dispersionsfarben sind Naturharze in einer wässrigen Lösung fein verteilt. Die Volldeklaration der Naturfarbenhersteller ermöglicht Allergikern, kritische Komponenten zu vermeiden

Leimfarben

Traditionell waren Leimfarben die gebräuchlichsten Innenraumfarben. Ihre Vorteile liegen klar auf der Hand: sie sind diffusionsoffen, gesundheitlich unbedenklich, umweltfreundlich sowie baubiologisch, technisch und preislich interessant. Die traditionell verwendeten Bindemittel sind Knochen-, Stärke- und Lederleime, wobei heute unter anderem auch Methylcellulose als Bindemittel eingesetzt wird. Leimfarben sind nur wenige Male überstreichbar und nicht so wasch- und scheuerbeständig wie Dispersionsfarben. Sie lassen sich vor Neuanstrichen leicht wieder entfernen, so dass im Laufe der Jahre nicht so viele Farbschichten aufgetragen werden. Dies macht die Farben z. B. für Stuckarbeiten besonders geeignet.

Kalkfarben

Kalkfarben ermöglichen im Innenbereich konsequent natürliche Anstriche, da sie aus rein mineralischen Rohstoffen und Sumpfkalk hergestellt werden. Kalkstein wird gebrannt, gelöscht und der entstehende Sumpfkalk zu Farbe weiterverarbeitet. Ein Zusatz von Zellulosefasern und Leinöl verbessert das Haftvermögen. Die Anstriche sind hochdiffusionsoffen, wischbeständig und sogar geruchsabsorbierend. Sie sind v. a. auf mineralischen Untergründen gut geeignet und ideal für die Sanierung historischer und denkmalgeschützter Bauten.

Kalk-Kaseinfarben

Kalkkaseinfarben werden aus einem Kalkspat-Kreide-Gemisch hergestellt, das mit Kalkmilch vermischt und durch Kasein (Milchprotein) gebunden wird. Die traditionelle Innenraumfarbe besitzt eine hohe Wischfestigkeit und eignet sich für weniger stark beanspruchte Flächen im Innenbereich und in der Denkmalpflege. Die Farbe lässt sich auf mineralischen und organischen Untergründen verarbeiten. Kalk-Kaseinfarben bilden den Basisanstrich für Lasur- und Wischtechniken auf Pflanzenfarbenbasis.

Silikatfarben

Zur Herstellung von Silikatfarben bzw. Wasserglasfarben wird Quarzsand mit Pottasche unter großer Hitze geschmolzen und zu einer wässerigen Silikatschmelze verarbeitet (Kali-Wasserglas). Die Farbe verkieselt, d. h. sie härtet mit mineralischen Untergründen durch Wasserabgabe und Kohlenstoffaufnahme aus der Luft aus. Die Farbe kann aufgrund ihrer Witterungs- und Säurebeständigkeit im Innen- und Außenbereich eingesetzt werden, sie wirkt zudem fungizid und antibakteriell. Darüber hinaus kann sie auf vielen mineralischen Untergründen wie Kalkmörtel, Putzen aus Kalk oder Kalkzement, Beton und Naturstein eingesetzt werden.

Naturharzöl-Klarlacke

Naturharzöl-Klarlacke finden Verwendung zur Lackierung von Möbeln, Innentüren und Wandverkleidungen, Fenstern, Außentüren und Gartenmöbeln. Sie besitzen eine hervorragende Kriechfähigkeit und Untergrundhaftung, sind druckfest und damit konventionellen Lackfarben deutlich überlegen. Sie sind witterungsbeständig und daher geeignet für verschiedenste Untergründe aus Holz, Metall, Kunststoff und Stein und sowohl außen als auch innen einsetzbar. Mittlerweile gibt es bereits hochwertige, lösemittelfreie Wasserlacke. Besonders diese Anstriche vereinen ökologische und gesundheitliche Vorzüge – bei  Beachtung der Verarbeitungshinweise ohne Abstriche bei der technischen Eignung.

Holzlasuren

Holzlasuren sind dünne, filmbildende Anstriche. Sie schützen das Holz und dienen gleichzeitig auch zur Farbgebung. Sie dringen gut und gleichmäßig in das Holz ein und betonen seine natürliche Maserung. Durch die Lasierung behält das Holz seine offenporige Oberfläche, somit bleibt seine Fähigkeit zur natürlichen Regulierung der Feuchtigkeit erhalten. Im Außenbereich bieten Natur-Lasuren einen wirksamen Oberflächenschutz vor Schmutz, UV-Strahlen und Witterungseinflüssen.

Öle und Wachse

Naturliche Öle werden von den Holzporen vollständig aufgenommen und dringen in das Holz ein. Das Holz bewahrt seine Offenporigkeit und Atmungsfähigkeit und erhält gleichzeitig einen optimalen Oberflächenschutz gegen Wasser und Schmutz. Die Behandlung mit Ölen ist z. B. auch für stark mechanisch beanspruchte Oberflächen von Arbeitsflächen und Möbeln sinnvoll. Öl- und Wachsoberflächen können jederzeit ohne viel Aufwand lokal nachbehandelt werden. Auf diese Weise können kleinere Kratzer oder Beschädigungen abgeschliffen werden und im Anschluss wieder geölt bzw. gewachst werden. Zudem betont die Behandlung mit Ölen oder Wachsen die natürlichen Strukturen des Holzes. Als Wachse können sowohl Bienenwachs als auch Pflanzenwachs verwendet werden.


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