Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


holzpflaster

Fußböden aus Holz sehen nicht nur schön aus und sind warm, sondern sind auch umweltfreundlich. Bei der Auswahl der Hölzer sollte man darauf achten, dass diese nachhaltig angebaut werden und aus einheimischer Forstwirtschaft stammen. So stärkt man den regionalen Markt und fördert kurze Transportwege von Gütern. Außerdem sollte man beim Verlegen und der Oberflächenbehandlung auf formaldehydhaltige Leime und lösemittelhaltige Lacke verzichten, da diese die Gesundheit gefährden können. Umweltzeichen wie der Blaue Engel oder das Label von natureplus geben Orientierung bei der Wahl der Produkte.

Massivholzparkett

Massivholzparkett wird meist aus Eiche, Buche, Ahorn und Esche gefertigt und ist in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich (z. B. Stab-, Mosaik-, Hochkantlamellen- oder Tafelparkett). Die Parkettstäbe können geklebt, genagelt, geschraubt oder geklammert verlegt werden. Einzig Klammerparkett wird schwimmend verlegt auf elastischen Unterlagen (z. B. Holzweichfaserplatten, Kork, Filz) verlegt. Es wird ein relativ flacher Fußbodenaufbau erreicht, der leicht wieder auszubauen und gut im Altbau einsetzbar ist.

Fertigparkett

Fertigparkett - auch Mehrschichtparkett genannt - besteht aus zwei bis drei kreuzweise miteinander verleimten Holzschichten. Die oberste Schicht ist ein etwa 2 bis 5 mm starkes Holzfurnier, Trägermaterial ist meist eine Span- oder HDF (HighDensityFibre)-Platte . Augenscheinlich kann man Fertigparkett nicht von einem Vollholzboden unterscheiden. Ein Nachteil gegenüber Massivholzparkett ist jedoch, dass es weniger oft abgeschliffen werden kann. Eine geölte oder gewachste Oberfläche ist einer lackierten hinsichtlich Strapazierfähigkeit und der Atmungsaktivität des Holzes vorzuziehen. Einstabelemente werden auch als „Landhausdielen“, Mehrstabelemente als „Schiffsdielen“ bezeichnet.

Massivholzdielen

Massivholzdielen bzw. Hobeldielen gehen auf eine lange Tradition zurück. Verwendet wird hauptsächlich trockenes Fichtenholz (10% Holzfeuchte), da je trockner das Holz ist, die Riss- und Schwundgefahr minimiert wird. Neben Fichte wird auch Lärche und Kiefer, aber auch Esche, Ahorn und Eiche verarbeitet.

Massivholzdielen sind extrem langlebig und mehrfach abschleifbar. Ein Nachteil ist jedoch, dass das Holz besonders stark „arbeitet“.

Holzpflaster

Bei Holzpflaster (Hirnholzparkett) sind – im Unterschied zu anderen Holzfußböden – die Jahresringe als Kreise zu sehen. Der senkrechte Verlauf der Holzfasern bewirkt eine besondere Härte des Fußbodens, weshalb Hirn- bzw. Stirnholzparkett oft in öffentlichen und gewerblichen Räumen Verwendung findet. Aufgrund der schönen Optik und der guten Strapazierfähigkeit wird Holzpflaster zunehmend auch im privaten Bereich eingesetzt.

Holzwerkstoffplatten

Grobspanplatten – auch OSB (Oriented Strand Board)-Platten genannt - und Spanplatten bieten eine günstige Alternative zu Parkett und Massivholzdielen. Allerdings nutzen sich die Platten relativ schnell ab, so dass die Nutzungsdauer im Vergleich zu Parkett kürzer ist. Emissionsarme Holzwerkstoffplatten sind erkennbar am Blauen Engel nach RAL oder am natureplus-Label.


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