Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


fußbodenDas Angebot an Bodenbelägen aus Nachwachsenden Rohstoffen lässt mittlerweile keine Wünsche mehr offen. Je nach persönlicher Vorliebe für bestimmte Materialien und passend für jeden Geldbeutel sind sie über den Fachhandel erhältlich. Es spricht viel für den Einsatz von Bodenbelägen aus Nachwachsenden Rohstoffen: schöne, angenehme Oberflächen, gute Strapazierbarkeit, bessere Schmutzabweisung, geringes Allergiepotenzial, gesundes Innenraumklima, Umweltverträglichkeit und geringer Entsorgungsaufwand.

Rohstoffe für flexible Bodenbeläge sind v.a. Linoleum (aus Leinöl, Naturharzen, Korkmehl etc.), Naturlatex, Naturfasern und Mehle aus Kaolin und Kreide, sowie Holz und Kork. Teppiche können aus den Nachwachsenden Rohstoffen Sisal, Seide, Tierwolle, Flachsleinen, Hanf, Schilf, Seegras, Kokos, Wiesengras oder Jute hergestellt werden.

Teppichböden spielen inzwischen nicht mehr die Hauptrolle unter den Bodenbelägen wie noch vor 20 Jahren. Der Trend zu glatten Bodenbelägen hingegen hat deutlich zugenommen. Dennoch existiert heute eine kleine Nische mit Teppichböden aus Naturfasern.

Schon seit 1860 werden Linoleumbeläge in Deutschland hergestellt. Linoleum wird häufig mit PVC (Polyvinylchlorid) verwechselt, besteht aber – im Gegensatz zum Kunststoff PVC – aus überwiegend pflanzlichen und mineralischen Stoffen. Leinöl, Holz- und Korkmehl, Baumharze, Kalksteinmehl und natürliche Pigmente werden hierbei gemischt und unter Hitze und Druck auf ein pflanzliches Trägermaterial aufgebracht.

holzpflaster

Fußböden aus Holz sehen nicht nur schön aus und sind warm, sondern sind auch umweltfreundlich. Bei der Auswahl der Hölzer sollte man darauf achten, dass diese nachhaltig angebaut werden und aus einheimischer Forstwirtschaft stammen. So stärkt man den regionalen Markt und fördert kurze Transportwege von Gütern. Außerdem sollte man beim Verlegen und der Oberflächenbehandlung auf formaldehydhaltige Leime und lösemittelhaltige Lacke verzichten, da diese die Gesundheit gefährden können. Umweltzeichen wie der Blaue Engel oder das Label von natureplus geben Orientierung bei der Wahl der Produkte.

 

Kork wird zumeist in Portugal und Spanien aus der Rinde der Korkeichen gewonnen. Die wirtschaftliche Nutzung der Korkeichenwälder leistet einen Beitrag zur Erhaltung dieses Landschaftsraumes und dient dem Erwerb vieler Kleinbauern. In der Produktion wird die Rinde granuliert, mit Harzen versetzt und unter Hitze und Druck zu Platten oder Blöcken gepresst.


Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok