Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Faserzementplatten

Faserzementplatten werden heutzutage aus einer Mischung von Fasern (Kunststoff-, Glas-, Kohlenstoff- oder Zellulosefasern), Zement und Wasser hergestellt. Die anorganischen Materialien sind fäulnis-, witterungs- und frostbeständig und nicht brennbar. Faserzementplatten eignen sich als Wetterschutz für Dächer und Wände. Faserzementtafeln dürfen für hinterlüftete Außenwandbekleidungen verwendet werden.

Von den 60er bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts waren Faserzementplatten ein bevorzugtes Baumaterial, um Fachwerkhäusern ein vermeintlich moderneres Aussehen zu geben. In dieser Zeit wurde als Faser hauptsächlich das gesundheitsschädliche Asbest verwendet, dessen Einsatz seit Anfang des 21. Jahrhunderts in vielen Ländern verboten wurde.

Gipskartonplatten

Gipskartonplatten bestehen aus einem Gipskern, der mit einem festhaftenden Karton ummantelt ist. Rohstoff für die Herstellung ist natürlich vorkommender Gips und bei der Rauchgasentschwefelung anfallender sogenannter REA-Gips. Je nach Verwendungszweck gibt es unterschiedliche Plattentypen, die sich im Karton und durch Zusätze im Gips unterscheiden. Gipskartonplatten dienen als Wand- und Deckenbekleidungen, als Decklage von Unterdecken, als Beplankung von Montagewänden sowie als Trockenestrich. Sie dürfen als aussteifende Beplankung der Decken von Holzhäusern (unterseitig angebracht) sowie von geneigten Dächern eingesetzt werden. Auch können sie als mittragende und aussteifende Beplankung von Wandtafeln für Holzhäuser in Tafelbauwese verwendet werden.

Gipsfaserplatten

Gipsfaserplatten sind homogene Platten aus einem Gemisch aus Naturgips und Zellulosefasern. In der Produktion wird das Gemisch nach Zugabe von Wasser ohne weitere Bindemittel unter hohem Druck zu Platten gepresst, getrocknet, mit einem wasserabweisenden Mittel imprägniert und formatiert. Die Zellulosefasern werden überwiegend aus Altpapier gewonnen und dienen der Bewehrung der Platte. Die Platten werden überwiegend als Wand- und Deckenbekleidungen, als Decklage von Unterdecken, als Beplankung von Montagewänden sowie mehrlagig als Trockenestrich eingesetzt. Gipsfaserplatten können als mittragende und aussteifende Beplankung von Wandtafeln von Holzhäusern in Tafelbauweise sowie für Gebäude in Holzskelettbauweise verwendet werden. Gipsfaserplatten sind zugleich Bau-, Feuerschutz- und Feuchtraumplatten.