Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Vollholz (VH)

Vollholz ist entrindetes Rundholz und Bauschnittholz (Kanthölzer, Bohlen, Bretter, Latten) aus Nadel- und Laubholz. Gebräuchliche Holzarten sind Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche und Douglasie. Bauschnittholz aus Nadelholz darf in allen Bereichen des Bauwesens verwendet werden. Bei der Verwendung tragender Hölzer im Freien ist der erforderliche konstruktive und ggf. chemischen Holzschutz zu beachten. Als trockenes Bauholz liegt der Holzfeuchtegrad unter 20 %. Das Holz soll möglichst mit dem Feuchtegehalt eingebaut werden, der im Gebrauchszustand zu erwarten ist, um Schwankungen der Holzfeuchte und damit nachteilige Folgen für die Konstruktion durch Schwinden und Quellen auszuschließen.

 

Konstruktionsvollholz (KVH)

Konstruktionsvollholz ist Bauschnittholz aus Nadelholz (Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche). Es wird vor allem da eingesetzt, wo im Hinblick auf Tragfähigkeit, Aussehen, Maß- und Formhaltigkeit erhöhte und zusätzliche Anforderungen gestellt werden. Im Holzhausbau wird es vorwiegend für die Herstellung vollgedämmter Konstruktionen verwendet. Aufgrund der Holzfeuchte von 15 (+/-3) % kann auf chem. Holzschutzmittel verzichtet werden.

Brettschichtholz (BS-Holz) und Brettsperrholz (BSP)

Brettschichtholz besteht aus mindestens drei beidseitig faserparallel angeordneten Brettern oder Brettlagen aus Nadelholz, die unter Druck schichtweise zu stabilen Bauteilen verleimt werden. Brettsperrholz besteht aus mehreren über Kreuz (rechtwinklig zueinander) verklebten flach aufeinanderliegenden Brettlagen.

In der Produktion werden alle natürlichen Holzfehler wie übergroße Äste oder Rindenteile maschinell entfernt und somit die dadurch bedingte Festigkeitsminderung bis zu einem gewissen Grad aufgehoben. Zu den bevorzugten Holzarten zählen Fichte, Tanne, Lärche, Douglasie, Western Hemlock, Southern Pine und Yellow Cedar. Die Holzfeuchte beträgt etwa 8-12 %. Für nicht wasserbeständige Verleimungen werden Kunstharzleime auf Basis von Harnstoff verwendet, für wasserbeständige Verleimungen müssen Kunstharzleime auf Basis von Phenol, Resorcin, Melamin bzw. Polyurethan verwendet werden. Brettschichtholz welches der Witterung unmittelbar ausgesetzt ist braucht zusätzlich einen wirksamen chemischen Holzschutz mit öligen Mitteln.

Brettstapelelement

Brettstapelelemente sind massive, flächige Bauteile, die aus nebeneinandergestellten Brettern oder Bohlen mit Nägeln oder Hartholzstabdübeln zusammengefügt werden. Sie werden üblicherweise im Betrieb vorgefertigt. Sie weisen eine Holzfeuchte von 15 (+/-3) % auf. Es können zum Beispiel Decken und Dächer sowie nichttragende Wände aus Brettstapelelementen erstellt werden. Die massiven Holzbauteile besitzen im Vergleich zu einer Holrahmenbauwand eine erhöhte Speicherfähigkeit und verbessern damit den sommerlichen Wärmeschutz. Bei Transport, Lagerung und Einbau ist ein zuverlässiger Witterungsschutz zur Vermeidung von Quellung zu gewährleisten. Aufgrund des Systems und der hohen Tragfähigkeit von Holz ergeben sich außerordentlich schlanke Querschnitte. Verbundkonstruktionen mit Beton sind in verschiedenen Systemen auf dem Markt.

Bretter/ Bohlen

Bretter und Bohlen werden in den Sägewerken aus Rundholz gesägt bzw. gefräst und - falls erforderlich - anschließend gehobelt. Die Abgrenzung von Brett zu Bohle erfolgt über die Abmessung sowie das Verhältnis von Dicke zu Breite. Die bevorzugten Hölzer sind Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche, Douglasie. Die Holzfeuchte liegt bei unter 20%. Ihre Anwendungsbereiche im Bauwesen sind sehr vielfältig, z.B. Schalungen oder Außenbekleidungen. Wenn die Bretter keine tragende oder aussteifende Funktion erfüllen, ist es nicht notwendig chemische Holzschutzmittel anzuwenden. Bei der Verwendung im Außenbereich sind die vorbeugenden baulichen Holzschutzmaßnahmen besonders sorgfältig zu planen und auszuführen. Bretter aus Kiefer sind für wetterbeanspruchte Teile aufgrund ihrer Fäulnis-, Bläue- und Pilzanfälligkeit problematisch. Bei Wandverkleidungen ist eine Hinterlüftung sinnvoll.

Profilbretter

Gehobelte und profilierte Hölzer werden in Säge- und Hobelwerken aus Rundholz gesägt, gefräst und gehobelt. Man unterscheidet gespundete Bretter (mit Nut und angehobelter Feder), gespundete Fasebretter (angehobelte Nut und Feder, oberseitig unter 45° gefast), Stülpschalungsbretter (angehobelte Nut und Feder, konkav gerundete Kante an der Federseite) und Profilbretter mit Schattennut (gehobelte Bretter mit Nut, die auf der Sichtseite gefaste Kanten und einen breiten Grund an der Federseite haben). Gespundete und profilierte Bretter werden für Schalungen sowohl im Innen- als auch im Außenbereich verwendet.


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