Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


holzstapelHolz gehört zu den ältesten und universellsten Baustoffen der Menschheit und vereint gute Baustoffeigenschaften mit vorteilhaften bauphysikalischen Merkmalen.

Aufgrund seiner vielfältigen Besonderheiten - darunter Elastizität, Druckfestigkeit, Langlebigkeit, gute elektrische Isoliereigenschaften, geringe statische Aufladung, gute akustische Eigenschaften, leichte Be- und Verarbeitbarkeit - wird Holz in den verschiedensten Bereichen als Bau- und Werkstoff eingesetzt.

Zudem besitzt Holz eine geringe Dichte und dadurch wenig Gewicht bezogen auf sein Volumen. Überdies ist Holz ein guter Feuchtepuffer, was sich positiv auf das Raumklima auswirkt. 

Zu den wichtigsten Nutzholzarten zählen Fichte, Kiefer, Buche und Eiche. Entscheidend für die Wahl der Holzart sind Gebrauchstauglichkeit, gestalterische Aspekte und natürlich auch die Kosten.

schnittholz wiehagJe nach Form und Verarbeitungsgrad wird zwischen verschiedenen Bauholzprodukten unterschieden, die in die Kategorien Vollholz, Brettschichtholz und Holzwerkstoff eingeordnet werden. Brettschichtholz (BS-Holz oder BSH) wird aus mindestens drei faserparallelen getrockneten und miteinander verklebten Brettern oder Brettlamellen aus Nadelholz hergestellt. Aufgrund seines Aufbaus hat es eine bis zu 50 % höhere Tragfähigkeit als übliches Bauholz, ist sehr formstabil und ein weitgehend rissminimierter Baustoff. Dahingegen wird ein Holzwerkstoff durch Zerkleinern von Holz und anschließendes Zusammenfügen ohne oder mit Bindemitteln bzw. mithilfe mechanischer Verbindungen hergestellt. Verschiedene Normen definieren Qualitätsansprüche und Eigenschaften, welche die Bauholzprodukte, je nach Verwendung, erfüllen müssen.

Vollholz (VH)

Vollholz ist entrindetes Rundholz und Bauschnittholz (Kanthölzer, Bohlen, Bretter, Latten) aus Nadel- und Laubholz. Gebräuchliche Holzarten sind Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche und Douglasie. Bauschnittholz aus Nadelholz darf in allen Bereichen des Bauwesens verwendet werden. Bei der Verwendung tragender Hölzer im Freien ist der erforderliche konstruktive und ggf. chemischen Holzschutz zu beachten. Als trockenes Bauholz liegt der Holzfeuchtegrad unter 20 %. Das Holz soll möglichst mit dem Feuchtegehalt eingebaut werden, der im Gebrauchszustand zu erwarten ist, um Schwankungen der Holzfeuchte und damit nachteilige Folgen für die Konstruktion durch Schwinden und Quellen auszuschließen.

Drei- und Fünfschichtplatte

Die Platten bestehen aus drei oder fünf miteinander verklebten Brettlagen aus Nadelholz (Fichte, Lärche, Douglasie), wobei die Richtung der Holzfasern der benachbarten Lagen jeweils um 90° gedreht ist. Zur Klebung werden modifizierte Melamin- oder Phenolharze verwendet. Die Holzfeuchte beträgt 12 (+/- 2)%. Die Mehrschichtplatten kommen als mittragende und aussteifende Beplankung für die Herstellung von Wand-, Decken- und Dachtafeln für Holzhäuser in Tafelbauweise zum Einsatz. Bei sorgfältigem Schutz der Kanten durch Abdeckung oder Versiegelung lassen sie sich auch für flächige, hinterlüftete Fassaden einsetzen.


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