Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


In Gebäuden in Holzbauweise herrscht ein besonders angenehmes Raumklima. Durch die angenehm warmen Oberflächentemperaturen gut gedämmter Holzgebäude fühlt man sich im Winter schon bereits bei niedrigeren Raumtemperaturen wohl. Holzhäuser kühlen aufgrund ihrer hervorragenden Wärmedämmeigenschaften nur langsam aus; auch nach längerer Abwesenheit wird die Wohlfühltemperatur relativ schnell erreicht. Durch die naturgegebene Eigenschaft des Holzes, Feuchtigkeit aufzunehmen, zu speichern und diese bei trockener Umgebung wieder abzugeben, stellt sich bei diffusionsoffener Konstruktion der Gebäudehülle eine angenehme Raumluftfeuchtigkeit ein.

Mehr als 90 % ihrer Zeit verbringen wir im Innenraum von Gebäuden. Heutzutage ist die Sensibilität vieler Menschen gegenüber luftverunreinigenden Schadstoffen der Wohnumwelt relativ ausgeprägt. Neben den eingesetzten Baumaterialien beeinflusst im Wesentlichen die Inneneinrichtung die Raumluftqualität. Baustoffe und Ausbaumaterialien sowie Möbel, Farbanstriche, Klebstoffe etc. emittieren verschiedene Stoffe in die Innenraumluft. Gegen Ende der 70er- Jahre ist der Holzbau durch den Einsatz von Holzschutzmitteln und den damit verbundenen starken Formaldehydausdünstungen in die Raumluft kontrovers diskutiert worden. Im Innenbereich werden seit langem schon keine Holzschutzmittel mehr gefordert und dort deshalb auch kaum mehr eingesetzt.

Moderne Holzwerkstoffplatten erfüllen zumeist die gesetzlich geforderte Emissionsklasse mit Emissionen von 0,1 ppm. Zusätzlich sind besonders emissionsfreie Produkte mit dem RAL-Umweltzeichen „Blauer Engel“ verfügbar, welche besonders für sensible Personen bedeutsam sind. Zur Oberflächenbehandlung von Holz kann heutzutage vielfach auf gesundheitsverträgliche und umweltschonende, wasser- oder ölbasierte Beschichtungen zurückgegriffen werden.

Die Vermeidung ungesunder Baustoffe alleine führt allerdings noch nicht zu einer guten Raumluftqualität, sondern das Nutzerverhalten spielt auch eine entscheidende Rolle. Ohne regelmäßige Belüftung würde es sonst zu einer Feuchteerhöhung der Innenraumluft kommen, die bei schlecht wärmegedämmten Konstruktionen unabhängig vom Baustoff und der Bauweise die Schimmelpilzbildung fördert. Aufgrund der guten Dämmeigenschaften und der geringen Wärmebrückenbildung sind Holzgebäude weitaus weniger schimmelgefährdet als andere Bauweisen. Angesichts der gestiegenen Anforderungen an die Luftdichtheit der Gebäudehülle ist oftmals eine regelmäßige Belüftung mittels mechanischer Lüftungsanlagen erforderlich. Diese sorgt zusätzlich auch für die Abfuhr von Schadstoffen, die durch die Einrichtung sowie die Bewohner in die Raumluft abgegeben werden. 


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