Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


In den letzten Jahrzehnten ist das gesetzliche Anforderungsniveau an den Wärmeschutz von Gebäuden immer weiter gestiegen. Durch die 2002 eingeführte Energieeinsparverordnung (EnEV), die die Wärmeschutzverordnung von 1995 ablöste, hat sich das Niedrigenergiehaus zum baulichen Standard entwickelt. Die Richtlinien der EnEV 2009 sind seit dem 1. Mai 2014 in der nun gültigen Fassung der EnEV 2014 verschärft worden. Moderne Holzhäuser erfüllen problemlos die Anforderungen der EnEV und erreichen die Maßgaben an KfW-Energiesparhäuser. Zugleich bringen die dünneren Wandaufbauten mehr Wohnraum und die Oberflächentemperaturen der Außenwände gleichen denen des Innenraumes.

Durch seine Materialstruktur ist Holz schon von sich aus ein guter Dämmstoff. Im Holzsystembau können weitere Dämmstoffe platzsparend zwischen den Ständern oder als zusätzliche Ebene im Wandaufbau untergebracht werden. Durch innere sowie äußere luftdichte Ebenen ist die Konstruktion sehr gut gegen Kaltlufteinströmung und Wärmeverluste geschützt. So kann ein sehr guter winterlicher Wärmeschutz erreicht werden.

Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) ist eine physikalische Größe für den Wärmedurchgang durch ein Bauteil, welcher in Watt pro Quadratmeter Wandfläche und pro Grad Temperaturunterschied [W/(m2*K)] angegeben wird. Je kleiner der U-Wert von Bauteilen der wärmedämmenden Gebäudehülle ist, umso geringer ist der Heizenergiebedarf des Gebäudes.

Holzhäuser ermöglichen mit dem eingebrachten Dämmstoff in den Hohlräumen der gleichermaßen dämmend wirkenden Holzkonstruktion einen hervorragenden Wärmeschutz. Die Niedrigenergiebauweise mit U-Werten von 0,20 W/(m²K) kann heutzutage leicht mithilfe der äußeren und inneren (in der Installationsschicht liegenden) Zusatzdämmungen realisiert werden.

Moderne Holzhäuser verfügen neben einem hohen Dämmstandard auch über ausreichend Speichermassen (z.B. durch geeignete Wahl des Dämmstoffs, Estriche, Gipsbauplatten oder massive Holzbauteile), um den sommerlichen Wärmeschutz zu gewährleisten. Besonders vorteilhaft für den sommerlichen Wärmeschutz sind Dämmstoffe mit hoher Rohdichte und hoher Wärmespeicherfähigkeit (zum Beispiel Zellulose oder Holzweichfaser). Ein ebenso bedeutender Einflussfaktor für den sommerlichen Wärmeschutz sind - neben der Nachtlüftung – Sonnenschutzeinrichtungen (durch natürliche Verschattung oder Markisen) v.a. der nach Süden und Westen gerichteten verglasten Flächen. Übermäßige Sonneneinstrahlung ist bei jeder Bauweise die Ursache für ein Überhitzen der Innenräume. Bewohnererfahrungen zeigen, dass Behaglichkeit und Raumklima in Holzgebäuden gute Werte erreichen, sowohl im Winter als auch im Sommer.


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