Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


sporthalleVon Holzbau spricht man dann, wenn bei der Erstellung der tragenden Konstruktion des Gebäudes überwiegend der Baustoff Holz verwendet wird. Somit fließen auch Mischbauweisen, also mit Holz kombinierte Bauweisen mit Mauerwerk, Beton, Stahl und Stahlbeton, in die statistischen Berechnungen mit ein.

 

 

rohbau holzEntgegen dem Trend der niedrigeren Wohnbautätigkeit 2008 bis 2012 ist der Anteil der Fertigstellungen von Wohngebäuden aus Holz in Bayern in den letzten zehn Jahren nahezu kontinuierlich gestiegen und liegt derzeit bei etwa 18 % (bezogen auf 20.000 fertiggestellte Gebäude). Damit ist Holz im Wohnungsbau mittlerweile der zweithäufigste Baustoff. Gebäude in Ziegelbauweise haben nach wie vor den größten Anteil an Baufertigstellungen, verloren aber seit 2003 in Bayern anteilig etwa 10 %. Im Jahr 2011 überstieg der Anteil des Holzbaus an Baufertigstellungen von Wohngebäuden in Bayern mit 17,5 % den Bundesdurchschnitt von 15,2 % (Statistisches Bundesamt 2012).

leimbinder wiehagIm Jahr 2012 beschäftigt die bayerische Forst- und Holzwirtschaft 157.000 Menschen in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen. Im Vergleich zu den anderen Branchen des verarbeitenden Gewerbes steht Forst und Holz an vierter Stelle (LWF Bayern). Hierunter steht der Holzbau mit 18% (bzw. 29.000 Beschäftigten) hinter dem Druckgewerbe an zweiter Stelle. Zu diesem Bereich werden Schreiner, Zimmerer, Ingenieurholzbauer und Parkettleger gezählt. In der Holzbe- und Verarbeitung finden 17% (rund 26.000 Menschen) eine Beschäftigung. Zum holzverarbeitenden Gewerbe zählt man die Säge-, Furnier-, Verpackungsmittel- und Holzwerkstoffindustrie sowie die Hersteller von Konstruktions- und Fertigbauteilen.

turmDer Holzbau hat sich vor allem in den vergangenen Jahren bezüglich Konstruktion und Gestaltung grundsätzlich verändert. Heute verbinden sich Tradition und Innovation mit intelligenter Planung. Die Folge ist ein hohes Maß an Vorfertigung. Diese Entwicklung verkürzt die Bauzeit erheblich und spart damit Kosten. Während früher häufig Holzbalken verbaut wurden, geht heute der Trend hin zum Verbau von flächigen Holzwerkstoffen bis hin zu Raummodulen. Holzbau ist energiesparend, langlebig und mit seiner Systemvielfalt auf fast alle Bedürfnisse abstimmbar.


Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok