Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


fachwerk Die modernen Holzbauweisen sind aus dem Blockhausbau bzw. dem Fachwerkbau abzuleiten, welche vom Handwerk geprägt und durch einen relativ niedrigen Grad an Vorfertigung gekennzeichnet sind. Heutzutage sind viele Holzbauweisen weitgehend standardisiert und weisen einen deutlich höheren Vorfertigungsgrad auf. Sie bieten aufgrund neuer computergestützter Fertigungstechniken eine große Flexibilität, was die individuelle Ausführung betrifft, und sie sind untereinander kombinierbar. Zudem erfolgt die Vorfertigung witterungsunabhängig und Montagezeiten können verringert werden.

holzständerbauDie Holzskelettbauweise (auch Holzständerbauweise genannt) ist – als Fachwerkbau – die älteste Form, Holzhäuser zu bauen. Das „Skelett“ im Namen deutet die offene, lineare Tragstruktur an. Die tragende Konstruktion besteht aus den über mehrere Geschosse durchlaufenden senkrechten Stützen, den sogenannten „Ständern“, und waagrechten Trägern (auch „Schwellen“ bzw. „Rähme“ genannt). Man spricht auch von einer Pfosten-Riegel-Konstruktion. Ausgesteift wird das Skelett mit Holzwerkstoffplatten, Streben oder Verspannungen.

holzrahmenbauAus den traditionellen Fachwerkbauweisen europäischer Einwanderer entwickelte sich in Nordamerika mit dem Ersatz der „Streben“ durch die mittragende, aussteifende Holzwerkstoffbeplankung der Holzrahmenbau.

Beim konventionellen Holzrahmenbau bestehen die Wände (ähnlich dem Holzskelettbau) aus vertikalen „Ständern“ und horizontalen Schwellen mit Rähmen, wobei diese „Holzrahmen“ dann außen- oder beidseitig flächig mit Holzwerkstoffen (z.B. OSB- oder Spanplatten) bekleidet werden. Im Gegensatz zum Holzskelettbau tragen diese die Last mit und übernehmen zugleich die Wind- und Luftdichtung. Der Hohlraum im Holzrahmen wird komplett für die Wärmedämmung genutzt.

holzblockhausMassivholzbauten bestehen – anders als beim Holzrahmen-, Holztafel- und Holzskelettbau – aus Vollholzprodukten. Die heute gängigen großformatigen Holzbauteile werden aus gesägten Holzbrettern hergestellt, welche miteinander verklebt, mit Nägeln, Klammern oder Holzdübeln verbunden sind.

Im Gegensatz zur traditionellen Blockbauweise können mit den modernen Holzmassivbauweisen nicht nur Wand- und Deckenelemente, sondern auch Bauteile für das Dach geformt werden. Im modernen Holzmassivbau werden im Wesentlichen zwei Systeme unterschieden: das Bauen mit Brettschicht- bzw. Brettsperrholz und das Bauen mit Brettstapelelementen.


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