Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


EHIA LOGO B 2Brüssel/Straubing, 14. Juli 2020 * Die European Industrial Hemp Association (EIHA) startet ein großangelegtes Projekt, um Rechts- und Planungssicherheit für die europäische Hanfindustrie herzustellen. In den nächste zwei bis drei Jahren werden rund 3,5 Mio. Euro in beispiellose Studien zu CBD und THC investiert werden. Ziel ist es, für vier sogenannte „neuartige Lebensmittel“ mit CBD-Bestandteilen, Cross-Company-Applications bei der EU einzureichen.

Das EIHA „Novel Food Consortium“ möchte den CBD-Markt in Europa für Industrie und Verbraucher stabilisieren. Hintergrund ist die EU-Verordnung zu neuartigen Lebensmitteln. Laut dieser Verordnung gelten alle Lebensmittel, die vor dem 15. Mai 1997 nicht zu einem signifikanten Anteil Teil der menschlichen Ernährung waren, als neuartig. Gilt ein Lebensmittel als neuartig, muss es durch die EU-Kommission zugelassen werden und vor dem Inverkehrbringen eine Sicherheitsbewertung durch die European Food Safety Authority (EFSA) durchlaufen. Das ist ein teurer und zeitaufwändiger Prozess, den die meisten Hanfverarbeiter nicht realisieren könnten.

Die EIHA vertritt folgende Position: Hanfblätter und -blüten sowie Extrakte von Industriehanf, mit einem natürlichen Anteil an Cannabinoiden (d.h. solche die nicht mit isoliertem CBD angereichert wurden) sind traditionelle Lebensmittel und fallen daher nicht in den Anwendungsbereich der Novel Food-Verordnung.

Die europäischen Mitgliedsstaaten gehen sehr unterschiedlich mit den aktuellen Regelunge um und agieren nicht entsprechend ihrer vorhergehenden Entscheidung von 1997. Damit der Handel mit CBD-haltigen Produkten erhalten werden kann, muss diese Situation durch die europäische Hanfindustrie selbst gelöst werden.

Daher ist es nötig, angereicherte und isolierte Cannabinoide und damit den Handel mit CBD-haltigen Produkte abzusichern. Dies ist nur durch eine erfolgreiche Zulassung als Novel Food möglich. Die EIHA beabsichtigt faire Marktbedingungen, d.h. einen konstanten, verlässlichen und EU-weit regulierten Status für ihre Mitglieder zu schaffen. Da die EIHA-Mitglieder über den kompletten europäischen Markt verteilt sind, werden zwei NF-Anträge eingereicht: für den britischen Markt bei der UK Food Safety Authority (FSA) und bei der EFSA für den europäischen Markt.

„Wir haben nur eine Chance, wenn wir die Kosten für die nötigen toxikologischen Studien und den vor uns liegenden Prozess gemeinsam tragen“, so EIHA-Präsident Daniel Kruse. „Das wäre für kein einziges Hanf-Unternehmen leistbar.“

Aufgrund der Kosten von bis zu 500.000 € pro Produkt und dem langen Antrags-Prozess für neuartige Lebensmittel wird das EIHA Novel Food Consortium als Repräsentant für die europäische Hanfindustrie agieren. Das Konsortium plant verschieden Anträge für die Zulassung als Lebensmittel und Lebensmittelzutat einzureichen, von denen alle EIHA-Mitglieder gleichermaßen profitieren.

„Wir werden jedes Unternehmen begleiten, dass Teil des Konsortiums „EIHA GmbH projects“ werden will, an unsere Lösung glaubt, unserer Kompetenz vertraut und auf die Professionalität des Teams hinter dem Projekt setzt“, sagt Lorenza Romanese, EIHA Managing Director. „Durch die Abdeckung der gesamten Bandbreite an Tox-Studien für die beiden Moleküle CBD und THC, repräsentiert dieses Projekt die umfassendste Antwort, die wir den Behörden geben können. Sie ist wissenschaftsbasiert und die einzige Möglichkeit wie wir den ungerechten Status quo umkehren können. Wir können den Erfolg des Antrags nicht garantieren, aber wir können versichern, dass wir all unsere Anstrengungen in dieses Projekt stecken.“

Weitere Informationen finden Sie hier.


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