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13 2019Auszeit sinnvoll nutzen

Straubing, 9. April 2020 * Die aktuelle Lage zwingt viele Menschen dazu, mehr Zeit in den eigenen vier Wänden zu verbringen, als sonst üblich. Mit einem Frühjahrsputz kann man diese Zeit sinnvoll nutzen, der Wohnung neuen Glanz verschaffen und sich etwas Frühlingsfeeling ins Haus holen. Um richtig durchstarten zu können, empfiehlt es sich, vorhandene Reinigungsmittel und Equipment zu überprüfen und erst dann durch Neukauf oder Selbstgemachtes zu ergänzen, wenn das Vorhandene aufgebraucht oder defekt ist.

Putzmittel: Auf den Inhalt kommt es an

In einem durchschnittlichen Haushalt benötigt man nur wenige verschiedene Reiniger und Pflegemittel. Allzweckreiniger, Essigreiniger oder Zitronensäure, Scheuerpulver und Handspülmittel reichen völlig aus Drogerien und Supermärkte haben Reinigungs- und Pflegemittel diverser Hersteller und für unzählige Einsatzbereiche im Angebot. Hier gilt es, den Überblick zu behalten, um bei der Auswahl weder der Gesundheit noch der Umwelt zu schaden. Viele Inhaltsstoffe (Tenside, Duft- oder Konservierungsstoffe) können gesundheitlich bedenklich sein, Gewässer und Lebewesen belasten und fossile Ressourcen verschwenden.

Putzmittel können aber auch einfach selbst hergestellt werden, das spart Geld und Verpackungen. Und so geht’s!

Wer das nicht möchte, findet im Handel ökologische Produkte, die auf Nachwachsenden Rohstoffen basieren und auf problematische Inhaltsstoffe weitestgehend verzichten. Diese Produkte sind oft anhand von Labeln zu identifizieren. Blauer Engel, EU Ecolabel, ecocert-, ECO Garantie- und NCP-Label helfen bei der Orientierung, ob ein Produkt besonders umweltfreundlich ist.

Allerdings lohnt auch immer ein Blick auf die Verpackung, die biobasierte Substanzen auflistet oder konkret benennt (Rapsöl, Sonnenblumenöl…) und weitere ökologische Vorteile aufführt, da viele Hersteller eigene Label nutzen, um ihre Produkte von den herkömmlichen zu unterscheiden.

Putzen: Effizient mit System

Für den Frühjahrsputz hat sich ein Plan bewährt, der nach dem Prinzip: „von oben nach unten“ und „von hinten nach vorne“ abgearbeitet wird. Dabei können natürlich alle mithelfen. Auch die Kleinen übernehmen gerne Aufgaben wie Staubwischen- oder saugen.

  • Zunächst sollte man aufräumen und entrümpeln und dabei alle Dinge an den für sie vorgesehenen und geeigneten Platz bringen bzw. nicht mehr genutzte oder defekte Gegenstände aussortieren, weitergeben oder fachgerecht entsorgen.

Aufgrund der aktuellen Situation empfiehlt es sich, zu entsorgende Gegenstände vorerst daheim zwischenzulagern, da die Entsorgungszentren derzeit nur schwach besetzt sind.

  • Anschließend wird Staub gewischt, am besten mit einem angefeuchteten Tuch.
  • Dann sind die Fenster dran. Sie können mit einem Schuss Essig im Putzwasser oder mit einem umweltfreundlichen Glasreiniger geputzt werden. Jalousien und Rollos nicht vergessen! Die Gardienen freuen sich über eine flotte Runde in der Waschmaschine.
  • Auch Möbel und Innentüren sind dankbar für eine Oberflächenreinigung. Bei Echtholz, darf auch mal eine Politur für neuen Glanz sorgen. In diesem Bereich wird noch sehr wenig mit Öko-Kennzeichnungen gearbeitet. Daher unbedingt einen Blick auf die Beschreibung werfen: Basiert das Produkt auf natürlichen Ölen und Wachsen und ist es für die vorgesehene Oberfläche geeignet?
  • Echtledermöbel sollten nun ebenfalls einer Reinigung und Pflege unterzogen werden. Sie verlieren durch ihre mechanische Beanspruchung, die winterliche Heizungsluft und die nun wieder zunehmende Sonneneinstrahlung Feuchtigkeit. Deshalb können sie brüchig werden, wenn sie nicht mindestens zweimal im Jahr mit geeigneten Mitteln behandelt werden, die ähnliche Inhaltsstoffe aufweisen können wie Holzpflegeprodukte. Auch hier sind geeignete und umweltfreundliche Produkte aktuell meist nur durch das Lesen der Inhaltsangaben zu finden.
  • Dann sind die Böden dran, die – je nach Belag – mit einer geeigneten Bodendüse gesaugt und anschließend gewischt oder nebelfeucht gereinigt werden können. Für Fliesenböden eignet sich ein Schuss Essig im kalten Wischwasser oder alternativ ein umweltfreundlicher Allzweckreiniger. Geölte und gewachste Bodenbeläge sollten nur nebelfeucht gereinigt werden. Ihre Oberfläche sollte man gelegentlich mit einem auf natürlichen Ölen und Wachsen basierenden Reinigungs- und Pflegemittel auffrischen.
  • Küche und Bad erfordern etwas mehr Einsatz. Küchenschränke, Schubladen, Vorratsschränke, Kühlschrank, Herd, Backofen, Geschirrspüler, Dunstabzug, Spüle, Fliesen und Arbeitsfläche müssen von Fett, Essensresten, Staub und sonstigen Ablagerungen befreit werden. Hierbei sind Spezialprodukte wie Backofenreiniger meist überflüssig. Neben einem eventuell erforderlichen Einweichen der Verschmutzungen, dem Einsatz von Spülmittel oder unserem selbsthergestellten Allzweckreiniger, können auch gängige Haushaltsprodukte wie Natron, Soda, Essig und Zitronensäure kostengünstige und effektive Hilfsmittel sein. Auch im Bad haben sich diese Hausmittel im Kampf gegen Kalk, Schimmel und Gerüche gut bewährt. Alternativ gibt es Bad- und WC-Reiniger mit Umweltlabel.
  • Handläufe, Tür- und Fenstergriffe sowie Lichtschalter sollten ebenfalls gereinigt werden. Mit Wasser verdünnter Spiritus, der dann etwa 70%igem Alkohol entsprechen sollte, hat neben der reinigenden auch eine desinfizierende Wirkung.
  • Sind alle Räume abgearbeitet, folgen Flur und Eingangstür. Abschließend dürfen ein zufriedener Rundblick und eine ausgiebige Pause folgen. Die Waschmaschine darf nun noch eine Runde mit den verschmutzten Putztüchern drehen. Das hierfür benötigte Waschmittel aus Soda, Natron und Kernseife lässt sich ganz einfach selbst machen, ist kostengünstig und kann als Universalwaschmittel einen Großteil der Wäscheberge bezwingen.

Geschafft: Der Frühling zieht ein!

Etwas frühlingsfrische Naturdeko oder Blumen von einer regionalen Gärtnerei, die einen Selbstbedienungsverkauf oder Lieferservice betreibt, dürfen nun einziehen. So hat man den krönenden Abschluss des Frühjahrsputzes geschafft und das Grau des Winters auch symbolisch vertrieben.


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