Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Märkte, Technologien und Nachhaltigkeit stehen im Fokus

19 07 02 CCF Banner 840x440Köln/Straubing, 9. Januar 2020 * Der weltweite Cellulosefasermarkt ist mit knapp 10 Prozent Wachstum pro Jahr einer der am stärksten wachsenden Märkte überhaupt. Experten schätzen, dass im Jahr 2025 der Umsatz die 50 Mrd. Dollar übersteigen wird. Die steigende Nachfrage nach umweltfreundlichen und biologisch abbaubaren Fasern für Textilien, Hygieneprodukte und Kunststoffersatz im Verpackungsbereich sind die wichtigsten Faktoren für das Marktwachstum. Hierbei spielen politische Regelungen, die den Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt drastisch reduzieren sollen, eine wichtige Rolle.

Um die stetig wachsende Nachfrage decken zu können, werden insbesondere in Asien und Nordeuropa große Investitionen in holzbasierte Bioraffinerien getätigt, die neben Cellulosefasern weitere Produkte der Holzchemie herstellen. Somit wird sichergestellt, dass alle Bestandteile des Holzes genutzt werden. Zunehmend werden auch alternative Rohstoffquellen, wie z.B. Alttextilien, Altholz, Reststoffe der Agrarindustrie und Abwässer eingesetzt, die oft noch Cellulose enthalten. Auf Basis solcher alternativen Quellen kann der ökologische Fußabdruck der Cellulosefasern noch weiter gesenkt werden.

Am 11. und 12. Februar in Köln deckt das Programm mit 30 Vorträgen den gesamten Themenbereich ab: Märkte & Politik, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft, neue Produktionstechnologien, alternative Rohstoffe und Anwendungen in den Bereichen Textilien, Hygieneprodukte, Biokomposite und Lebensmittel (Nanocellulose). Dabei stehen immer auch Anwendungen im Blickfeld, bei denen Kunststoffe durch Cellulosefasern ersetzt werden können.

Führende Unternehmen wie Lenzing (Österreich), Sateri (China), Aditya Birla (Indien), Södra (Schweden), Metsä Fibre (Finnland) und Kelheim Fibres (Deutschland) werden ihre neuesten technologischen Entwicklungen, neue Eigenschaften und Anwendungen vorstellen. Ebenso werden Ökobilanzen und Konzepte zur Gewinnung von Cellulosefasern aus alternativen Rohstoffquellen präsentiert, wodurch die Fasern wieder in die Kreislaufwirtschaft integriert und nutzbar gemacht werden können. Dabei werden auch Hilfsstoffe (Bozzetto (Italien)) und Ausrüstungen (Levaco Chemicals (Deutschland)) mit in die ökologischen Optimierungen einbezogen. Zu den Marktführern der Branche gesellen sich außerdem zahlreiche Start-ups sowie führende Forschungsinstitute aus Dänemark, Deutschland, Finnland, den Niederlanden, Schweden und den USA.

Die besondere Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit wird durch zwei Sessions sowie eine Paneldiskussion abgebildet, an denen sowohl Anwender, als auch Zertifizierer und Umweltgruppen teilnehmen werden. Insbesondere die Umweltaktivisten von Canopy (Kanada) haben sich zum Ziel gesetzt Unternehmenslösungen zu entwickeln, welche die letzten natürlichen Wälder schützen sollen. Cellulosefasern sollen so nachhaltig wie möglich produzieren werden – von der Rohstoffgewinnung über die Faserherstellung bis zur Ausrüstung der Endprodukte. 750 Unternehmen haben sich diesem Ziel bereits angeschlossen. Zusammen mit ISCC (International Sustainability & Carbon Certification, Deutschland), Textile Exchange (Deutschland/USA) und Textilkunden wie Esprit (Deutschland/Hongkong) werden spannende Diskussionen erwartet.

Ein weiterer thematischer Schwerpunkt stellt die biologische Abbaubarkeit der Cellulosefasern dar. Diesem Thema kommt eine besondere Bedeutung zu, da beim Waschen von Textilien unweigerlich Mikrofasern in die Abwässer gelangen. Zudem werden ab 2021 diverse Einweg-Kunststoffprodukte verboten, die teilweise durch Cellulosefasern substituiert werden können. Auch zu diesen Themen wird es interessante Fachbeiträge u.a. von der Hochschule Niederrhein (Deutschland) und dem Scripps Institution of Oceanography, UC San Diego (USA) geben.

Das nova-Institut erwartet 200 bis 300 Teilnehmer sowie 30 Aussteller aus der ganzen Welt. Zudem wird eine Vielzahl unterschiedlicher Branchen wie z.B. Textil, Hygiene und Verpackung an der Konferenz teilnehmen.

Weitere Informationen finden Sie hier.


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