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Preisträger des PlanB-Ideenwettbewerbs ausgezeichnet

IdeenwettbewerbStraubing, 2. Dezember 2019 * „Wie sieht die ideale, nachhaltige Versandverpackung aus?“ – so lautete die Frage, die der PlanB Ideenwettbewerb „Smarte Verpackungen – weniger Müll“ gestellt hatte, um nach kreativen, nachhaltigeren Alternativen zu herkömmlichen Versandbehältern zu suchen. Am Donnerstag fand im Straubinger Technologie- und Gründerzentrum nun die Preisverleihung statt. Eine Jury aus Expertinnen und Experten und dem Veranstalter, der BioCampus Straubing GmbH (BCG), hatte die besten Ideen ausgewählt, die mit ihren neuen Versandkonzepten, Einsparvorschlägen und alternativen Materialen überzeugten.

„Mit dem Ideenwettbewerb möchten wir auf die Herausforderungen im Verpackungs- und Versandbereich aufmerksam machen und den Ideen, die es dazu in der Bevölkerung gibt, eine Stimme geben“, erklärte Ann-Kathrin Kaufmann, Teamleiterin bei der BCG. Letztes Jahr seien in Deutschland laut Bundesverband Paket und Expresslogistik 3,52 Milliarden Pakete versandt worden, Tendenz steigend. Neben Fragen nach Arbeitsbedingungen, Emissionen und Vernichtung von Retouren, sei in der heutigen Zeit vor allem der wachsende Verpackungsmüllberg eine Herausforderung: „Kartonagen, Plastikpolsterungen und Styropor bringen Mülltonnen zum Überlaufen und bei weitem nicht alles wird wieder in den Kreislauf zurückgeführt“, so Kaufmann weiter.

Nach Ideen, diese Herausforderung anzugehen, habe man mit dem Ideenwettbewerb gesucht, erklärte PlanB-Projektleiterin Claudia Kirchmair. Der Wettbewerb sei ein Testlauf gewesen, alle Ideen waren willkommen, vom marktreifen Produkt bis zur Utopie. Umso zufriedener sei man mit den 13 Einreichungen, die sich alle durch ihre Qualität und Umsetzungsnähe auszeichneten. Im Vordergrund: Wiederverwendbarkeit, Müllvermeidung, geschlossene Kreisläufe und nachhaltig hergestellte Materialien.

Den ersten Preis in Höhe von 250 Euro sicherte sich die 18-jährige Christina Krump mit ihrer Idee für ein Mehrwegsystem aus recycelten Kunststoffboxen, in dem die positiven Eigenschaften von Plastik wie Langlebigkeit und geringes Gewicht betont werden. Den zweiten Platz und 150 Euro gewann der Schüler Michael Huber vom Anton-Bruckner Gymnasium mit seiner Produktentwicklung „PackageProtection“, einem System, das Leerraum in Boxen vermeidet und auf nachhaltige Materialen zurückgreift. Die Schwestern Rebecca und Xenia Kraus, die beide am TUM Campus Straubing studieren, gewannen Platz 3 und 100 Euro für das Aufgreifen der Produktidee des Wettbewerbspaten kompackt61 aus Nürnberg: statt Leinen schlagen die zwei Stoßschutz- und Thermovliese aus Schafwolle zur Polsterung von Paketen zum Versand empfindlicher und gekühlter Waren vor. „Alle Gewinnerinnen und Gewinner sind eingeladen, mit uns gemeinsam ihre Ideen zu besprechen und vielleicht sogar weiterzuentwickeln“, betonte Projektleiterin Claudia Kirchmair mit Blick auf die nächsten Schritte.

Die Auszeichnung der Preisträgerinnen und Preisträger übernahm die Jury, bestehend aus Christian Schläger von der Hans Lindner Stiftung, Nadine Pöschl von C.A.R.M.E.N. e.V., Gangolf Wasmeier, Geschäftsführer beim Zweckverband Abfallwirtschaft Straubing Stadt und Land, Alexandra Kletzsch vom Startup kompackt61 sowie der Straubinger Oberbürgermeister Markus Pannermayr gemeinsam mit Landrat Josef Laumer. Die Kulisse: Ein Turm aus Verpackungsmaterialien.


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