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DSC 8357 KopieAusstellungsbox wartet auf zweite Karriere in Bayern

Straubing, 17. Juli 2019 * Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) informierte im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit ihrem mobilen Showroom BAUnatour über 10 Jahre deutschlandweit rund 70.000 Interessenten über die Einsatzmöglichkeiten nachwachsender Rohstoffe beim Bauen und Wohnen. Derzeit bereitet die FNR ein Nachfolgekonzept zur Bauherreninformation vor. Die Ausstellungsbox indes fand einen neuen Besitzer in Bayern.

Holzfaser, Hanf, Seegras, Schafwolle oder Zellulose: Allein die Fülle alternativer Dämmmaterialien, begreifbar in Fühlboxen zur Schau gestellt, sorgte regelmäßig für Aufsehen bei den Besuchern der Wanderausstellung BAUnatour. Im Dienst der FNR steuerte der mobile Showroom unter Michael Lohr als Ausstellungsbetreuuer binnen zehn Jahre über 109 Städte zwischen den Nordfriesischen Inseln und der bayerischen Landeshauptstadt an. Ob Messe oder Marktplatz, Campus, Gartenschau oder Klimatage – wo die BAUnatour Station machte, war sie Ziel von Bauherren und Handwerkern, Architekten und Bauingenieuren, von Studenten und Auszubildenden, von örtlichen Entscheidungsträgern und Landespolitikern. Neben Holz rückte die Schau weitere Natur- und biobasierte Materialien ins Blickfeld der Besucher – etwa Holzfaserplatten als Unterdeckung für die Dach- und dämmende Holzfaserplatten für die Bodenkonstruktion. Dazu Wandfarben und Putze, natürliche Öle und Wachse, Fußbodenbeläge aus Ziegenhaar oder Linoleum.

Im Juli 2009 wurde die vom Architektenbüro Alexander Palowski entworfene und vom Holzgestalter Tilman Stachat aus Berlin gebaute Ausstellungsbox unter dem Namen BAUnatour in Berlin offiziell eröffnet. Ab 2010 war Berlin mit der Internationalen Grünen Woche stets der erste Ausstellungstermin im Jahr. Bis zu 14 Auftritte folgten jährlich, unter anderem in Ulm, Hamburg, Bonn, Warnemünde, Kiel, Konstanz, Augsburg, Würzburg und auch zweimal in Straubing. Nach insgesamt mehr als 750 Öffnungstagen öffnete der mobile Showroom im Mai 2019 in Potsdam ein letztes Mal die Pforten. Neben Besucherführungen wurden im Begleitprogramm mit lokalen Akteuren auch Workshops und Fortbildungen für Handwerker sowie Informationsabende für die breite Öffentlichkeit realisiert.

„Die BAUnatour hat ganz erheblich dazu beigetragen, dass sich die Qualitäten von nachwachsenden Rohstoffen beim Bauen, Sanieren und Wohnen zwischen Nordsee, Ostsee und Alpen herumgesprochen haben“, erklärt René Görnhardt, der bei der FNR für die Koordination aller Aktivitäten rund um die BAUnatour zuständig war. Nun quittiert die Wanderausstellung bei der FNR ihren Dienst. Die Ausstellungsbox wartet derzeit in Tapfheim in Bayern auf ihre zweite Karriere: Schreinermeister Michael Kleinle hatte die hölzerne Konstruktion mit der ausfahrbaren Weidenfassade im Juni bei einer Versteigerung erworben und kürzlich in Rostock in Empfang genommen. Ob der Container wieder als Messestand oder doch als Ferienwohnung zum Einsatz kommen wird, wird sich zeigen.

Hintergrund

Die Ausstellungsbox besteht zu 90 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen und ist mit 16 Tonnen ein echtes Schwergewicht. Bei ausgefahrener Fassade bietet sie eine Nutzfläche von gut 22 Quadratmetern. Im Dienst der FNR legte der mobile Showroom jährlich um die 2000 Kilometer zurück.

Das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL) bewarb unter der geschützten Bezeichnung BAUnatour über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe den Einsatz langlebiger natürlicher Baustoffe mit ihren positiven bauphysikalischen und gesundheitsverträglichen Eigenschaften. Derzeit wird bei der FNR ein Nachfolgekonzept zum Bauen, Sanieren und Wohnen mit Naturbaustoffen erarbeitet.

Bericht mit Auszügen aus der Pressemitteilung der FNR (Martina Plothe) vom 11.07.2019.


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