Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 3. Juni 2019 * Ob als Nahrungsmittel, Nahrungsergänzungsmittel, Bau- oder Dämmstoff, Hanf ist vielseitig einsetzbar. Ein großer Bestandteil der Hanfpflanze sind die Schäben, die verholzten Teile aus dem Inneren des Hanfstängels. Die Schäben bleiben als Nebenprodukt bei der Fasernutzung übrig und werden heute meist als Tiereinstreu verwendet. Doch sie können noch mehr. Als Bestandteil von „Hempcrete“ (ein Gemisch aus Hanf, Kalk und Wasser), können sie als Baumaterial sowohl in Neubauten als auch für Sanierungsmaßnahmen verwendet werden. Für Landwirte bietet diese Anwendung mittelfristig neue Absatzmärkte.

Bauen mit Hanf bzw. „Hempcrete“ bietet zahlreiche Vorteile für Mensch und Natur, da es sich um einen vollständig natürlichen Baustoff handelt. Er weist wärmeisolierende Eigenschaften auf, ist diffusionsoffen und verfügt über eine gute Wärmespeicherfähigkeit. Wie bei einem Fachwerkhaus wird eine Ständerkonstruktion erstellt. Dann werden die Wände eingeschalt und mit einer Mischung aus Kalk, Hanfschäben und Wasser verfüllt. Die Masse härtet in kurzer Zeit aus.

Vom 21. bis 23. Juni 2019 bietet die Hanfinitiative Bayern daher einen 3-Tages Workshop für Bauherren und weitere Interessierte zum Bauen mit „Hempcrete“ an. Gemeinsam mit Wolf Jordan, einem international gefragten Experten, mit 20 Jahren Erfahrung, bauen die Teilnehmenden ein Gartenhaus. Ziel ist es, durch eigene Erfahrung, den Umgang mit diesem ökologischen Material zu erlernen. Ganz nach dem Motto: Learning by doing.

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt. Bei ausreichendem Interesse bietet Wolf Jordan am Montag den 24. Juni einen Profi-Workshop für Fachleute, Architekten und versierte Bauherren an.

Weitere Informationen finden Sie hier.


Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok