Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


DSC 1932Deggendorf, 22. Mai 2019 * Am Freitag, den 17. Mai, kamen rund 60 kleine Studierende und ihre Eltern zur Kinder-Uni in den Josef-Rädlinger-Hörsaal der Technischen Hochschule Deggendorf. Die Vorlesung stand unter dem Titel „Bioplastik – Plastik für den Kompost?“ Nico Arbeck und Nadine Pöschl aus der Abteilung Stoffliche Nutzung des C.A.R.M.E.N. e.V. hatten einige Produktbeispiele, Versuche und Spiele mitgebracht, um den Kindern zu erklären, was einen Biokunststoff wirklich ausmacht.

Zu Beginn der Vorlesung wurde erst einmal gesammelt, was die Kinder bereits wissen und welche Fragen sie noch zum Thema haben. Die kleinen Studierenden wussten erstaunlich viel über Biokunststoffe, Kompost, Plastikmüll und die damit verbundenen Probleme. „Biokunststoff ist biologisch abbaubar“, „es gibt Biokunststoffe aus Milch“ oder „Plastik wird im Meer zu Mikroplastik“ waren nur einige der genannten Antworten. Weiter ging es mit einer Präsentation mit vielen Bildern, um die Problematik zu verdeutlichen und einige Begriffe zu erklären.

DSC 1948 neuDass im Kompost oft nicht nur Teile landen, die sich abbauen, konnten die Kinder unter einer Dokumentenkamera betrachten. Eines der Kinder erklärte sich dazu bereit, beim mitgebrachten Kompost des Dozenten etwas genauer hinzusehen. Dort fanden sich allerhand Plastikteile, wie das Innere eines Bierdeckels oder ein Stück Pressgarn, wie es bei Strohballen verwendet wird.

In einem Spiel wurde dann gezeigt, warum manche Materialien biologisch abbaubar sind und andere nicht. Hierfür schlüpften einige Kinder in die Rolle von Kohlenstoffatomen, der Gemeinsamkeit zwischen biologisch abbaubaren und nicht abbaubaren Materialien. Zwei weitere wurden Mikroorganismen, die für den biologischen Abbau nötig sind, und versuchten die Verbindungen zwischen den Kohlenstoffatomen zu trennen. Je nachdem, wie fest sich die Kinder an den Händen hielten, war das ganz leicht möglich oder eben nicht.

Aus Maisstärke kann man auch selbst Biokunststoff herstellen. Das zeigte ein witziges Video, das die Kinder zum Lachen brachte, aber sicherlich auch den einen oder anderen dazu gebracht hat, zuhause selbst zu experimentieren.

Am Ende der Vorlesung war allen klar: Biokunststoffe können aus Nachwachsenden Rohstoffen bestehen, biologisch abbaubar sein oder beides zusammen. Wie schnell sich ein biologisch abbaubares Material wie Holz oder Biokunststoff abbaut, hängt von Form, Größe und den Umgebungsbedingungen ab. In die Biotonne gehören aber nur Bioabfallbeutel, andere biologisch abbaubare Kunststoffe dürfen dort nicht entsorgt werden, das gab Arbeck den Zuhörenden noch mit auf den Weg. Als Belohnung für die tolle Mitarbeit gab es für die Biokunststoff- und Kompostspezialisten C.A.R.M.E.N.-Samenknödl, Holz-Kochlöffel, Kugelschreiber aus Biokunststoff und kleine Bücher über Plastik.


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